Dein Podcast über Videokommunikation 4.0
Florian Gypser: Das, ja genau. Also die steht, wenn du nicht völlig rausfliegst, bleibt die auch stehen. Du musst am Ende nur ein bisschen warten, weil das, was du jetzt siehst, die Verbindung ist in geringer Qualität wegen Datendurchsatz, aber er lädt halt am Ende oder parallel immer in hoher Qualität hoch. So. Prima. Naja, dann kennst das ja. Gut, dann legen wir los. Hoffentlich ruht mich das jetzt nicht noch ein.
Kristin Mohr: Ja, kenn ich. Ich mach auch immer Riverside.
Florian Gypser: So. Kristin Mohr ist Copywriterin, Strategin und Kommunikationsexpertin für digitale Sichtbarkeit. Seit vielen Jahren begleitet sie Unternehmen und Selbstständige dabei, ihre Kommunikation zu schärfen, nämlich mit klaren Inhalten statt laute Marketing. Ob Social Media, Newsletter oder Video für Kristin beginnt alles mit der Sprache. Sie zeigt, wie man mit Content ein echtes Publikum aufbaut, Vertrauenschaft und Sichtbarkeit nicht dem Zufall überlässt. Heute sprechen wir darüber, wie Inhalte wirken als sowohl in Textform als auch in Video und wie man aus Content ein digitales Dorf formt und wie daraus ein Business entsteht, das Kundschaft bringt. Grüß dich, Kristin. Schön, dass du heute bei mir im Podcast bist.
Kristin Mohr: Hallo, ich freue mich, dass ich dabei sein darf. Danke für den Einstieg. Ich bin gespannt, ob wir den Hörern einiges bieten können.
Florian Gypser: Ja, auf jeden Fall. Ein schönes Wort hatten wir schon, wo ich gleich auch eingehen möchte mit dir. Aber jetzt fahren wir erst mal mit 180 Sachen gegen die Wand, denn wir sprechen jetzt erst mal über was völlig anderes. Und zwar habe ich als Tradition bei meinem Podcast am Anfang drei Fragen, die nichts mit dem Thema zu tun haben, aber die Kristin mal von der anderen Seite zeigen. Bist du bereit dafür?
Kristin Mohr: Ich hoffe.
Florian Gypser: Es ist nichts Kompromittierendes, alles gut. Es ist eher philosophisch. Frage Nummer eins. Stell dir mal vor, bist eines Tages, passiert uns ja allen am Ende deines Lebens, und du schaust zurück auf die Zeit von da bis jetzt, und sagst dir, Mensch, diese eine Sache, die ich zum heutigen Zeitpunkt noch nicht konnte, was bin ich froh, dass ich das noch gelernt habe? Was ist diese eine Fähigkeit, Tätigkeit, die du unbedingt in deinem Leben noch erlernen möchtest?
Kristin Mohr: Okay.
Kristin Mohr: Erlernen möchte oder schon erlernt habe? Darf ich da vielleicht auch sagen erlernt habe? Möchte. Okay, alles klar. Ich bin ein großer Fan der Wahrnehmung. Also ich sag mir immer, dass was im Innen passiert ist alles das, was im Außen von uns gewertet wird. Und deswegen würde ich sagen, Sache würde ich gerne noch mehr schärfen, weniger werten, damit man sagt immer so schön, dass Innere sauber bleibt. Weißt du, was ich meine?
Florian Gypser: Niemöchte.
Florian Gypser: Mhm.
Kristin Mohr: Genau, also Fokus auf mich und nicht auf andere, was aber nicht heißt, dass ich egoistisch bin, sondern wenn es mir selber im Inngut geht, dann kann ich auch das Umfeld dementsprechend positiv beeinflussen.
Florian Gypser: Schöne Einstellung. Ja, ist ja im Prinzip so eine emotionale Unabhängigkeit auch, sich nicht von Äußerlichkeiten verrückt machen zu lassen. Etwas, was ich glaube in unserer heutigen Gesellschaft immer mehr zu einem Kleinod wird.
Kristin Mohr: Definitiv, ja. Also das ist auch so ein Teil von meiner Arbeit. Wenn ich mit Menschen arbeite, möchte ich das den Leuten beibringen, weil gerade Content nach draußen gehen, sichtbar werden. Das kann auch schon mal ein hartes Stück sein, wenn man polarisiert.
Florian Gypser: ja, Das stimmt. Ja, dann sag doch mal, was die Einer-Fähigkeit ist, wo du froh bist, dass du die gelernt hast, damit wir das auch noch mit drin haben.
Kristin Mohr: Wo ich froh bin, dass ich die gelernt habe, tatsächlich ist das die eigene Reflektion, auch die Reflektion jetzt gerade auch im Digitalen beim Content schreiben. Also mich da nicht irgendwie fertig machen zu lassen, wenn Dinge mal nicht gut gelaufen sind oder wenn dann doch jemand mal dabei ist und mich naja etwas negativ berührt durch Kommentare, dass ich damit gut umgehen kann und diese Kommunikationsfähigkeit auch digital habe.
Florian Gypser: Mhm.
Florian Gypser: Hm?
Kristin Mohr: und weiter ausbauer. Also das ist so der Teil der Kommunikation, den ich noch definitiv weiter ausbaue.
Florian Gypser: Sehr schön. Dann kommen wir zur Frage Nummer zwei. Mal den Kopf ganz weit auf, stell dir vor, eine gute Fee käme und sagte, du hast einen Wunsch frei, alles im Rahmen der physikalischen Gesetze, aber Geld spielt absolut keine Rolle. Wie würdest du deinen Arbeitsplatz am liebsten gestalten, wenn wirklich Geld gar keine Rolle spielen würde, sowohl örtlich, also wo du bist, wie du da bist, von deinem Setup und was du tust?
Kristin Mohr: Normalerweise ist mir der Ort egal, wo ich bin. Wenn ich gute Menschen mich habe und mich wohlfühle dort, wo ich bin, dann geht es mir gut. Aber wenn ich es mir komplett aussuchen könnte, bin ich der große Fan vom Haus am Meer mit großen Glasfenstern, ein Büro und vielleicht sogar, wenn ich irgendwann Mitarbeitende habe, dass ich sagen kann, hey, ihr wohnt dann alle nebenan, wir sind alle dicht dran und in der Mittagspause gehen wir an den Strand laufen oder spazieren.
Florian Gypser: Sehr schön. Kann ich gute Nachdenken finden, da treuert meine Frau auch von. Bei ihr muss nur in dem großen Wohnzimmer mit Blick aufs Meer natürlich ein Flügel stehen, wo sie Klavier spielen kann.
Kristin Mohr: ja, ich bin auch ein Fan davon. Ich kann drei Stücke. Das würde ich mir auch noch reinstellen, damit ich nebenbei weiter üben kann.
Florian Gypser: Was ist? Ach so. Oder so, passt immer.
Florian Gypser: So, dann last but not least. Welcher bekannten Persönlichkeit wärst du gerne begegnet oder würdest du gerne noch begegnen und was hättet ihr besprochen oder würdet ihr besprechen?
Kristin Mohr: Da gäbe es jetzt rein theoretisch vier oder fünf Leute. Aber wenn ich es wirklich könnte, wäre es Johann Wolfgang von Goethe. Weil, ja, ganz spannend. weiß, das hatte ich mal im Podcast mit Frank Panzer gehabt, als ich Goethe erwähnt habe. Also, okay. Bei mir ist es so, ich finde es sehr spannend, weil das nicht nur ein Mann des Wortes war, sondern auch ein Künstler, jemand, der
Florian Gypser: Okay?
Kristin Mohr: Die Wirtschaft verstanden hat, die Liebe das Leben verstanden hat, das fand ich sehr, sehr spannend und tatsächlich würde ich mich mit ihm unterhalten so, wie war es früher bei dir eigentlich? Und so ist es bei uns heute und hey, irgendwie hat sich nichts verändert, die Geschichten wiederholen sich. Ich glaube, das wäre es ja, obwohl es noch so viel andere gibt.
Florian Gypser: Hm?
Florian Gypser: Ich weiß gar nicht, so gut kenn ich Goethe jetzt nicht. Aber war das nicht auch jemand, man in die Richtung Universal gelehrt hat? Da gab es ja so einige, die sich sehr breit früher informiert haben. Das war ja, ich, so in England auch von vielen englischen Lords der Lebensinhalt, sich so in allen möglichen Bereichen der Wissenschaft und des kulturellen Lebens und der Politik zu informieren.
Kristin Mohr: Ja, definitiv. Also war sehr, breit aufgestellt, aber natürlich bekannt durch Faust und ja, was wir alle in der Schule lesen mussten, Faust 2 oder 1. Schwierige Sprache, ja, ist schwer auch für mich, aber die die Art und Weise, wie er Dinge rübergebracht hat, wie er gedacht hat. Wenn man nicht nur diese einen Bücher lesen muss, ist schon spannend.
Florian Gypser: Sehr schön. Dann möchte ich auch direkt auf das eine Wort oder die eine Formulierung eingehen, die du auch schon eben in unserem Vorgespräch kurz erwähnt hattest, weil das wahrscheinlich in meiner Anmoderation dem einen oder anderen bisschen aufstoßen könnte. Und zwar finde ich das ganz schön, was du dir da, ja ausgedacht klingt so nach dem Motto, hatte sich mal eine fixe Idee in Kopf gehämmert, sondern was du als Formulierung für dein Publikum, für die Menschen nimmst, nämlich das digitale Dorf. Das finde ich ist ein sehr schönes, bildliches Wort. Beschreib mal, was du unter digitalem Dorf verstehst.
Kristin Mohr: Hm.
Kristin Mohr: Ja, was mir aufgefallen ist, als ich damals online gestartet bin, also vorwiegend für andere Firmen, deswegen bin ich jetzt groß im Aufbau eher erstmal auf LinkedIn, bevor ich mich weiter streue, ist mir aufgefallen, dass das Wort Publikum irgendwann, ja, da war irgendwie die Luft raus. Alle sollen Publikum bilden, alle sollen jetzt da irgendwie starten, aber irgendwie hat es die Menschen nicht mehr erreicht. Und damals, als ich dann auch in den LinkedIn-For-Good-Guide mit eingeladen wurde und Frank meinte, hey, den Part bitte mal.
Florian Gypser: Hm.
Kristin Mohr: dich mal ausarbeiten, was sagst du dazu? Kam mir so diese Idee, als ich geschrieben habe, ja und übrigens, wenn du dein Publikum, und da ich mir dachte, ich kann selber nicht mehr schreiben, nicht mehr lesen und habe mir gedacht, eigentlich ist doch dieses Publikum ein Dorf. Also eigentlich bildest du ja eine große Gemeinschaft und das aber nicht offline, sondern online und dann kam mir das so spontan in den Sinn, nenne es digitales Dorf.
Florian Gypser: Ich hatte gerade beim Mikrofon gemütet, weil ich husten musste, sorry. Deshalb war ich bisschen spät dran. Ja, mich zieht ... Mich hat immer noch nicht diese blöde Erkältung, die jetzt seit sechs Wochen hier rumgeht. Von, wie sagt man so schön? Vom, Gott, wie heißt das? Von alleine gelassen, so. Ach Gott. So, jetzt. Ja, ja, ist diese Zwischendurchhusterei, die nervt gerade. Aber egal. So, ähm ... Ich wollte jetzt auch da gar nicht irgendwie unterbrechen. Ich find die Formulierung sehr, schön.
Kristin Mohr: Alles gut.
Kristin Mohr: Hahaha
Florian Gypser: Erinnert mich immer an Asterix in Obelix, wenn ich das durch den Kopf gehen lasse. Das kleine Dorf, digitale Dorf, so mein Kleinod, meine Community auch irgendwo. Das ist ja auch passend, weil das ist die Zielgruppe, das die Menschen, wegen deiner Inhalte, wegen deiner Persönlichkeit weiterhin bei dir bleiben und auch im Laufe der Zeit mehr werden. Von daher finde ich das ein sehr schöner Begriff für Publikum per Publikum. Finde ich es auch bisschen allgemeiner. Du hast ja auch im Publikum Menschen, die jetzt nicht unbedingt interessiert an dir sind. Das passiert dir ja. Also ich kenn's aus der Musikbranche. Wenn du live gespielt hast, dann sind da Leute, haben gar keinen Bock auf dich.
Kristin Mohr: Genau, also dieses digitale Dorf meint auch so ein Stück weit, gerade jetzt in unserer heutigen Zeit, ganz viel ist AI generiert. Also es wird immer schwieriger, ich sag jetzt mal, ein gutes Publikum auch zu bilden, dass es nicht gerade irgendwelche bots oder sonst irgendwas ist. Und dieses digitale Dorf erinnert auch so ein bisschen an dieses Soziale, weil Social Media ist Social. Und das war mir irgendwie wichtig, dann am Ende auch rüber zu bringen.
Florian Gypser: Hm.
Kristin Mohr: kam mir dann einfach so in den Sinn, das einfach mal umzuformulieren. Und viele haben dann tatsächlich sich das auch so eingeprägt und sagen dann auch manchmal, wenn sie vielleicht bei mir kommentieren, liebe Grüße, liebe Frau Nachbarin. Und da merkt man schon, bei einigen ist es angekommen. Also ich spreche ja nicht immer darüber. Ich denke, würde ich das Wort häufiger benutzen.
Florian Gypser: Okay.
Kristin Mohr: würde es auch noch häufiger bei mir denn vorkommen in der Interaktion mit den Menschen. Aber die, mich schon gut gelesen haben und ich sage jetzt mal, die schon meine kleinen Fans sind, in Anführungsstrichen, die haben das verinnerlicht und lieben das Wort, fühlen sich verbundener.
Florian Gypser: Hm. Sehr schön. Du hast auch gerade was angesprochen, was mir auch sofort aufgeploppt ist im Kopf, nämlich Inhalte, Content, weitesten Sinne Texte natürlich, was dein Steckenpferd ist, jetzt bezogen auf LinkedIn, die sinnvoll sind und vor allen Dingen wirkungsvoll und auch relevant, weil das große Problem, was ich immer mehr erlebe, trotz dessen die KI besser geworden ist, müssen wir auch sagen, ich nutze es ja auch jeden Tag, du siehst immer mehr belanglose Inhalte. Also ich gucke jetzt nur bei LinkedIn, Social Media im Allgemeinen wahrscheinlich auch. Was würdest du aus deiner Erfahrung sagen unterscheidet Content, der einfach nur, sag mal, Bildschirmplatt belegt von Content, der wirklich eine Wirkung hat und relevant ist? Woran könnte man das? Jetzt ein Auslöschener sagt, das sind alles nur Buzzwords, irgendwie, wie kann ich das konkret für mich definieren?
Kristin Mohr: Ja, konkret definieren, da beginne ich immer ganz gerne mit der eigenen Geschichte. Kennt eure eigene Geschichte, damit ihr diese Story nach draußen bringen könnt. Also jetzt nicht diese ganzen Fehler-Posts. Ich habe jetzt Tag XY was falsch gemacht. Das ist übrigens die Geschichte. Kein Learning, kein Nichts, einfach nur, ich sage jetzt mal so bisschen so Jammer-Content. Und über Fehler sprechen ist nicht das Problem. Fehler machen einen menschlich. Das gehört wieder zur Geschichte.
Florian Gypser: Hm.
Kristin Mohr: Aber wichtig ist dabei eben auch mal zu berücksichtigen, okay, das ist mir jetzt passiert. XY würde mich jetzt hundertprozentig damit verstehen, mit diesem einen Satz. Damit bin ich auf die Schnute gefallen. Aber dann, was habe ich gelernt? Welche Steps waren dazwischen? Wie bin ich jetzt eigentlich aus diesem Fehler rausgekommen und habe es vielleicht keine Ahnung, beim nächsten Mal besser gemacht oder? Ja, und das ist so dieses Problem beim Content, dass viele wenn sie jetzt nicht unbedingt, ich sag jetzt mal schon Nike oder Apple sind. klar, die müssen auch noch auf ihren Content achten. Es ist klar. Aber die haben ihre Marke schon gebildet. Die haben auch eine Markengeschichte. Ja, die haben sich dann auch Influencer mit reingeholt, damit das eben nochmal einen anderen Wert bekommt, diese Unternehmensmarke. Und deswegen also mein Tipp ist da immer schreibt euren eigenen kreativen Brief. So nenne ich den immer.
Florian Gypser: Ja gut. Ja.
Kristin Mohr: Schreibt wirklich auf von A bis Z erstmal, was ist eigentlich der Weg dahin gewesen, wo ich jetzt bin. Und da gehört auch tatsächlich die eigene Geschichte in der Schule schon dazu. Ja, es gab ja irgendwo schon immer so ein paar Punkte. Naja, ich fang da wirklich im Urschleim an. Es geht nicht am Ende darum, dass man das nach außen erzählt. Du übrigens in der 6. Klasse, wurde ich gehänselt. Aber ganz oft hat man das ja auch so bei größeren Accounts, die denn alte Bilder auch mal posten und zeigen, hey, ich war übrigens damals...
Florian Gypser: Mhm.
Kristin Mohr: keine Ahnung, zum Beispiel übergewichtig. Und dann habe ich keine Ahnung, weil ich ein Vorbild hatte, habe ich dann immer versucht, dem Vorbild nachzueifern. Dann habe ich gespürt, das funktioniert nicht. Dann habe ich mich weitergebildet, bis dann irgendwann dieser Punkt kommt, wo man sagt, ich tue es aus mir selbst raus und mein Weg, meine Geschichte, die können ganz viele danach empfinden und wollen dann wahrscheinlich das Jetzt, was ich habe, erreichen. Und deswegen finde ich, mit Geschichte starten ist das Wichtigste.
Florian Gypser: Mmh.
Kristin Mohr: und auch diesen eigenen Wert. Was ist denn eigentlich mein Wert auch aus der Geschichte? Also was habe ich gelernt? Und wenn man dann überlegt und dann noch weitergeht, gegenüberstellen, was ist eigentlich das, womit ich polarisiere? Die meisten Contents, und du hast es ja vorhin gerade schon kurz erwähnt, ja dieses, es ist halt so Mainstream, so generiert. So die langen Bindestreiche, man schon alles, alles so nett.
Florian Gypser: net
Kristin Mohr: Und dieses Nette ist nett und du kriegst bestimmt auch ein paar Kommentare. Aber so richtig fühlt sich niemand angesprochen. Deswegen ist so die Polarisierung, diese scharfe Kante nach außen. Ob es nur keine Ahnung. Ananas und Pizza, das gehört immer zusammen. Das ist schon eine Polarisierung, wenn es Essen geht. Oder man sagt eben, ich überlege gerade so Work-Life-Balance, kannst du vergessen?
Florian Gypser: Hm?
Kristin Mohr: dir lieber einen Lebenssinn. Also mit irgendwas polarisieren, dass du andocken kannst. Das ist natürlich, dass eben auch Menschen dann sagen, das schlägt mir extrem auf und umso größer du wirst, kann es dann eben sein, dass dann die, ja wie nennt man sie immer so schön, Trolle kommen, die Haters, ne, also dass die dann eben sagen, ja so wie du hier bist. Und dann braucht man ein dickes Fell.
Florian Gypser: Mhm.
Florian Gypser: Ja, das kann ich mir vorstellen. Hatte ich zum Glück noch nie, bis auf einmal. Das war vor anderthalb Jahren völlig aus nichts. Das war noch gar nicht mal wahnsinnig persönlich. Ich hab mir gedacht, warum? hat sich getriggert gefühlt wegen seiner eigenen Probleme. Ich hab nur berichtet über ein Projekt, wo wir bei einem Kunden ein Studio eingerichtet haben. Da hat sich zum Glück nachts 1 Uhr, ich war noch wach, hat sich einer berufen gefühlt, mich ... Keine Ahnung, über wie viele Absätze aufs Übelste zu beschimpfen. Das wär ja alles Abzocke. Das wär nur billiger Schrott, den ich bei Amazon zusammengekauft habe. Das sagt ja gar nicht übers Equipment aus, ob man's bei Amazon kriegt oder nicht. Das kann sich jeder zusammenschustern. Ich wär der totale Abzocker, Leute kauft nicht bei dem. Und ich dachte, was hab ich diesen Menschen getan? Es war noch gar nicht mal ein Kommentar gelöscht, den Typen geblockiert. Aber ist schon lustig, wie man manche Leute da mit nichts triggert. hatte auch da wieder, was wir eben hatten, das hat ja mit mir gar nichts zu tun gehabt. Es gab ja keinen Anlass dazu. Aber naja.
Kristin Mohr: Ja, aber spannend. Darf ich da ganz kurz nachfragen? Finde ich nämlich auch ein wichtiges Thema, weil wir ja gerade Polarisierung hatten. Also du bist quasi dann gleich so auf löschen gegangen. Also jetzt die Intention, da noch mal irgendwie zu antworten. Keine Ahnung, wie er darauf kommt oder irgendwie hast du gleich für dich klar gesagt.
Florian Gypser: Nee, ich hab da eine ganz klare Erfahrung, hab auch schon genug im Leben durchgemacht mit ähnlichen Dingen. gesagt, früher aus der Musikbranche hab ich schon spannende Erfahrungen gehabt, das mal so zu beschreiben. Ja, da könnt ich ein Buch drüber schreiben. Aber nicht wegen mir, sondern weil diese Branche einfach so teilweise einfach so widerlich ist und auch noch widerlicher geworden ist. Und ich hab mal einen schönen Satz gehört, ich da verinnerliche, streite dich niemals mit einem Schwein, das Schwein zieht dich runter auf dein Niveau. Beide werden dreckig, aber das Schwein hat Spaß dabei. Oder streite nie mit einem Idioten, der zieht dich runter auf sein Niveau und schlägt dich mit Erfahrung. Also deshalb, ich geh da gar nicht drauf ein, weil das hatte ja mit mir gar nichts zu tun. Punkt. Ich zieh mir den Schuh nicht an. Ja, von daher.
Kristin Mohr: Ja, das hast du richtig gut gesagt. Ja, also ich hoffe, dass das ganz, ganz viele mitnehmen, weil die Frage kommt dann eben häufiger, gerade bei Leuten, die gewachsen sind. Und dann kommen dann eben Menschen, die einen so stark kritisieren. Ja, die haben dann eben Angst, wie wirkt das nach außen? Deswegen, ich finde deine Aussage sehr treffend, sehr passend. Merke ich mir für meine Leute.
Florian Gypser: Danke. Gerne. Ja, vor allen Dingen, Punkt ist, warum reagieren Menschen so? Es triggert ja etwas in ihnen. Und in den meisten Fällen, und das ist ja ein Problem, was wir hier in Mitteleuropa, ich würde nicht sagen nur Deutschland, aber Deutschland ist da, glaube ein Hochbruch, wie mir viele auch berichten, Österreich wohl auch, ist das Thema Neid. Da hat sich jemand entwickelt, ist ja genauso wie, wenn du dich weiterentwickelst persönlich, ich hab da auch über viele Jahre ... eine Entwicklung hinter mich gebracht und zusammen mit meiner Frau zum Glück, wo wir auch viel Zeit und Geld investiert haben, in Seminare und weißergeier was alles, halt große Schritte zu machen. Und dann begegnen dir plötzlich alte Weggefährten, die mit dir nichts mehr anfangen können. nicht weil du jetzt böser Mensch geworden bist, das sind Menschen, die dir sagen, bleib bitte so wie du bist. Das sind ja so die klassischen Geburtstagsgrüße. Ach, wie schön, es gibt, bleib so wie du bist. Nee, bleib nicht so wie du bist, dann würdest du ja auf der Stelle stehen.
Kristin Mohr: Danke, danke, das hast du sehr, sehr schön gesagt. Definitiv, da bin ich richtig offen für, weil ich genau das eben auch denke, also besonders, wenn man dann eben wächst. Also meine Hauptmenschen sind ja Leute, die eine eigene Marke aufbauen, viele, die so ein One-Person-Business bilden wollen. Und da ist eben genau das wichtig, ja, dieses, nicht diesen Tunnelblick, ihr seid mir jetzt alle egal, sondern diese Weite zu haben, zu sagen, okay, das passt jetzt hier bei uns nicht mehr. Ich habe mich einfach weiterentwickelt. Ja, und dann
Florian Gypser: Hm?
Kristin Mohr: Ja, kommen ganz viele neue Leute ins Dorf.
Florian Gypser: Das ist das Ziel der ganzen Angelegenheit. Du hast gerade eben, jetzt muss ich gerade mal nachdenken, genau, hast was Schönes gesagt und zwar, dass man im Prinzip, das ist ja mittlerweile auch ein Wort, verbrannt ist, genauso wie Authentizität oder Publikum, die sogenannten Learnings, dass das relevant ist für Inhalte, die man jetzt, egal ob in Text oder Videoform, auf Social Media publiziert. Aber ich glaub, dann sollten wir gerade eine Sache noch ansprechen, um zu differenzieren. was wir auch ganz oft, gerade bei LinkedIn mittlerweile, Instagram und Co, kenn ich nicht, Facebook bin ich seit Jahren nicht drauf. Was mir auch mittlerweile immer wieder übel aufstößt, sind so ... völlig an den Haaren herbeigezogene Learnings, um sich selber zu ... unterstelle ich jetzt mal einfach zu zeigen, aber auf eine Art, schon fast peinlich ist. Weißt du, was ich meine? So jemand ... was mir das 500-Euro-Menü im Sechs-Sterne-Restaurant für ein Learning mit sich gebracht hat. Oder ich war heute, keine Ahnung, zu zeigen, ich hab irgendwas gemacht, wenn ich sagen würde, ich war im teuren Restaurant oder hab den und den getroffen, wär's ein bisschen peinlich. Dann versucht man, krampfhaft ein Learning draus zu machen. aus völlig Belanglosigkeit. Ich war heute früh aufm Klo und mein Learning daraus war. Das ist natürlich Blödsinn, darum geht's ja nicht logischerweise.
Kristin Mohr: Hm.
Florian Gypser: Dass du da vielleicht nochmal gerade erklärst, wie man das ganz klar differenziert, was ein Learning ist und was halt einfach nur Bullshit-Bingo ist.
Kristin Mohr: Ja, das ist natürlich immer so eine Wachschale, weil manche haben ja dann doch irgendwie ihre Fans damit gewonnen, dass sie eben so eine Post, die du gerade beschrieben hast, posten können und die sagen dann, ja, krasses Learning. Ist immer so der Unterschied zwischen der Sprache, die ich habe. Und wenn wir jetzt alle gleich klingen würden, alle klingen wie Florian, alle klingen wie Kristin vom Textaufbau, der Wortwahl, dann ist natürlich auch ein bisschen langweilig. Ich persönlich finde es immer ganz gut. Ich nehme das immer so Stücke auseinander. Es gibt einmal so diesen, ich nenne es jetzt mal Wachstums-Content, der dich quasi zum Wachsen bringt, dann diesen Personal-Content. Und am Ende ist es eben auch dieses Ding von Autorität bilden. Und wenn man mal diese drei Dinge auseinandernehmen, ist ja ein Podcast, ich versuche das jetzt bildlich darzustellen, steht zum Beispiel bei Wachstum, ja, Trends, Trends-Sachen. Und da fällt mir dann auch auf, so wie du das jetzt eben auch beschrieben hast, da wird so ein Learning genommen, irgendwas, was jetzt gerade catcht, ne? 500-Euro-Menü. wer leistet sich denn 500-Euro-Menü? Der muss ja Geld haben, klick mal drauf. Und da ist dann immer so dieses Ding, wo ich dann für mich diese Linie finde. Also ich hab ja auch bei mir auch ganz viel. KI, Zukunft der digitalen Arbeit, ist auch mit drin. spricht aber meine Zielgruppe an. Zielgruppe 9 to 5er zum Beispiel, die eigentlich aus diesem Job rauswollen oder auch merken, dass KI langsam in der Arbeitswelt einiges bewegt. Und dann nehme ich natürlich KI als Aufhänger, aber spreche nicht die ganze Zeit über KI und sage jetzt meine fünf Learnings von Chetchi B.T. Interessiert niemanden. Ich spreche dann eben kurz über KI, habe heute mit Chetchi an meinen Hux rumgebastelt. Und daran habe ich dann erkannt, der Hook ist wirklich das, was jetzt für mich hier am besten funktioniert, damit mein Content geöffnet wird. Und dann spreche ich aber nicht die ganze Zeit über Chachibit und die KI, sondern ich spreche dann weiter über Hooks und warum und was folgt vielleicht nach dem Hook. Also dass ich dann eine Textstruktur zum Beispiel erkläre, was meistens wirkt. Und dann haben wir eben diese Autoritätssache, diese Tipps und Steps da drin.
Kristin Mohr: Wenn wir jetzt bei meinem Post bleiben, dass ich kurz KI mit drinne habe, mit Shetty geplaudert, spreche über Hooks und dann sage ich eben dazu und da sind dann eben meine Art des Learnings, also meine Tipps. Man kann ja auch mal eine List of Tipps machen, das ist ja nicht das Problem. Aber man kann es auch in einem Text, wenn man möchte, irgendwie verbasteln. Also so, dass eben diese eine Sache nicht die ganze Zeit Thema ist, die es eigentlich gar nicht geht. Und wenn wir zum Schluss gucken, dieses persönliche Dieser persönliche Content ist ein Lebensstil. Da kann ich natürlich auch mal sprechen darüber. Das hab ich bei mir ganz oft. Ich bin der Pizza-Post-Typ. Also immer unter meinem LinkedIn. Aber nicht die ganze Zeit als Hauptcontent, sondern als Unterpost. Bei LinkedIn mach ich immer einen Kommentarunterpost. Das hat mehrere Gründe. Aber ich mach immer einen Unterpost. Und da hab ich meistens so meinen Pizza-Ausflug. Einmal die Woche ein Date mit mir. Und dann ist dann eben mal ein Selfie mit drinne oder so.
Florian Gypser: Okay.
Florian Gypser: Alles gut.
Florian Gypser: Mhm.
Kristin Mohr: Hab ich nicht immer. Ich hab auch mal andere Sachen von Events oder sonst irgendwas. Aber das gibt dann noch mal so ein bisschen dieses persönliche Lebensstil. Kristin kann sich erlauben, 12 Uhr, Italiener, mitten in der Woche. Da sagt sich derjenige, der davon träumt, Richtung One Person Business zu gehen. Ach, das ist ja cool. Das hätte ich ja auch gerne. Und das weckt dann auch so ein bisschen dieses persönliche, ich fühle mich mit ihr verbunden, weil entweder habe ich den Wunsch, 12 Uhr Mittagessen zu gehen.
Florian Gypser: Hm?
Kristin Mohr: Oder ich hab den Wunsch, jetzt Pizza zu essen. Weißt du? Also dieses Wachstumscontent, Autorität und dieses Persönliche zusammenbringen, das ist in meinen Augen der beste Weg. Also neben den ganzen Frameworks, die es noch gibt, die man nutzen kann, ganz einfache Sachen wie ein 500-Euro-Essen, vielleicht bei Chechipi-Thiemereien, vorbereitetes Framework, also da hab ich ja 15 Stück, und dann mach ich dann eben so eine Art Mikro Story da draußen. Und dann habe ich mein vorbereitetes Framework, spreche meinen Text rein, was ich hier gerade erlebe, was hier gerade ist, Framework oben drauf packen, erstelle mir da raus. Und dann hast du schon mal eine ganz andere Idee als dieses Mainstream, also das, du gerade gemeint hast. Also spricht wirklich wenig Menschen an, stimme ich dir zu.
Florian Gypser: Vor allen Dingen geht es gar nicht darum, Menschen anzusprechen und sie weiterzubringen, sondern eigentlich ist es, wenn man es mal brutal sagt, bei den ganzen Typen, ich ich sehe sie zum Glück nicht mehr, weil ich sie alle weggeklickt habe und LinkedIn gesagt habe, möchte ich nicht mehr sehen. Aber dieses doch ein bisschen Plumpe, gerade bei jungen Kerlen natürlich verbreitete hier, wenn nicht Businessklasse fliegt, ist ein Verlierer und die erste Rolex musste mit 25 haben. Das sind so junge Typen, die hab ich auch kennengelernt. Mein nächstjüngerer Bruder, der ist Mitte 30 mittlerweile, der hat vor über zehn Jahren bei einem Finanzdienstleister angefangen. Und in dem Dunskreis sprangen halt auch so Typen rum. Da war ich mal auf einer Grillparty und ... Wie heißt das schön? Ich konnte gar nicht so viel essen, wie ich hätte kotzen müssen. Bei dem Unsinn, den die da mit Anfang 20 abgelassen haben. Also ein Dünnpfiff, Geistiger, wo ich mich am liebsten umgedreht hätte. Jungs, ey ... Also da gibt's so einen schönen Schlager, ich hab drei Haare auf der Brust, bin ein Bär. Jetzt dachten sie mal, sie haben zwei Wochen die Fortbildung gemacht zum Thema Finanzdienstleistungen, jetzt sind sie hier irgendwie der nächste, was weiß ich, Bill Gates. Und so Typen gibt's halt. Und manche Leute, das hab ich auch schon erlebt, die denken dann, da gibt's aber viele Kommentare drunter, so was muss ja funktionieren. Na ja, aber es ist halt eher eine Diskussion auf unterstem Niveau, also Streit. auszunehmen bekannt zu werden.
Kristin Mohr: Das stimmt, ja. Und dann haben wir auch da wieder das Thema Polarisieren. Natürlich polarisiert man damit, weil das zieht ja ganz viele Menschen an, die entweder das total furchtbar finden, so in deinen Augen. Du findest das nicht so ansprechend, aber du nimmst dir wahrscheinlich nicht die Zeit, da zu kommentieren. Ja, aber es gibt ... Ich weiß. Das sag ich mir auch immer. Und genau das ist aber das Ding. Die polarisieren so, dass sie einmal jemanden ansprechen, der jetzt völlig im Ego ist und sagt, wie kann man hier so was sagen?
Florian Gypser: für Affen keinen Zucker.
Kristin Mohr: Und die haben noch gar nichts erreicht. Den kleinen will ich es mal zeigen. Und dann gibt es wieder die anderen, dann sagen, wie cool, der hat ja jetzt schon in den Alter. und polarisieren, das ist das, dann am Ende passiert. Aber ich habe ganz viele Menschen kennengelernt, die haben sich furchtbar damit verbrannt und haben dann erst mal so gemerkt, oha, das war eine ganz schön große Ego-Schiene von mir und die haben sich noch mal komplett neu gebrandet.
Florian Gypser: Du verlierst ja auch viele Leute, das darf man nicht vergessen. Wen willst du haben? Willst du irgendwelche... Ist ja auch ganz klar. Wenn ich das jetzt mit 27 machen würde, dann stehen meine 27-jährigen Artgenossen, Testosteron, Schwanger, hoch 10, stehen da drauf hin, das ist toll und schreiben, yo, geil, bro und so, bezahlen die meine Miete?
Kristin Mohr: Das ist es. Dann habe ich viele, die mich liken, toll finden und eine große Follower- schaft. Aber die Follower- schaft ist ja nicht das, was dich weiterbringt. Das sind die großen Fans, die du erreichst, die dann sagen, wow, ich habe dich jetzt hier 50 mal gehört. Jetzt möchte ich, dass du den Workshop machst. Jetzt möchte ich dein Produkt. Du gewinnst nicht an Tiefe. Ich hatte es auch letztens mit Rai gehabt in einem Podcast, diese Reichtiefe zu haben. Reichweite ist schön. Aber Reichtiefe ist das, was am Ende zählt, wenn du wirklich länger bestehen möchtest. Definitiv. Füll ich.
Florian Gypser: Das kann ich nur bestätigen und das ist auch eines der Themen, ich Podcasts mache. Ich hatte da mehrere wunderschöne Erlebnisse. Letztes Jahr habe ich über 100.000 Euro an Aufträgen zwei wirklich große Projekte über meinen Podcast bekommen, wo wirklich die Geschäftsführung zweier Unternehmen, ihre Mitarbeiter aus der Unternehmenskommunikation oder aus dem Marketing drauf angesetzt haben. Hören wir den Podcast so als letztes, sage ich mal. Trustelement, wie es so schön im Neudeutschen heißt. Das war echt sehr cool. Vor drei Wochen hatte ich ein schönes Erlebnis. war ich bei der Yvallange-Wiesen hier, von Martin Philipp und Kevin Gründling, da von Yvallange, ja dieses Event machen. Da sprach mich auf einer Kaffeemaschine plötzlich von der Seite jemand an, Mensch, ist ja ja spannend, jetzt mal auch den Menschen hinter der Stimme persönlich kennenzulernen oder live zu sehen. Ich dreh mich so und wie bitte? Ja, ich hör ja schon seit ein paar Jahren, oder seiner grauen Zeit, Podcast. Es ist spannend dich zu sehen, du bist viel größer, als ich mir das vorgestellt hab. Okay. Also, waren wir sofort im Gespräch. Und das Scharfe ist, dann sind wir ... Wir haben da so ein kleines Studio dabei gehabt, immer auf den Events. Dann haben wir uns da getroffen, den Kaffee, ich ihm das Studio gezeigt, mal genauer erklärt, wir machen. Woche später war ich zufällig in der Gegend, hatte einen Termin bei ihm. Jetzt sind wir im nächsten Schritt, Anfang Dezember machen wir einen Call. zum Thema Abklären, Zusammenarbeit und so weiter und so fort. ist Vertriebsleiter eines sehr großen mittelständischen Industrieunternehmens. Das ist für mich relevant. Nicht, dass ich irgendwo auf ein Event komme und Leute sagen, da ist er geil und alle jubeln. Das macht bei mir keiner. Ich bin keine Rampensau im klassischen Sinn. Also das interessiert mich nicht. Aber für mich ist persönlich zum Beispiel, weil das ja meine Zielgruppe ist, für mich ist das das tollste Lob, das habe ich. Ich will nicht sagen, welchen Kontext, sonst wissen auch die Leute, die mit mir zusammen in der Panel-Diskussion waren, sie gemeint sind. Das hab ich auf mehreren Panel-Diskussionen bei einer Panel-Diskussion von einer Teilnehmerin gesagt bekommen. Da hatte ich das Gefühl, ich bin hier so bisschen ... nicht nur der alte Sack, sondern irgendwie auch ... Die anderen reden so mit coolen Wörtern rund ums Thema Social Media, Sichtbarkeit, Video und sonst was. Und ich komm damit Zahlen, ... Zahlen, Daten, Fakten nicht, aber harten Facts.
Florian Gypser: Wie kannst du Video im Vertrieb einsetzen, im HR und und und? wirklich konkrete Sachen, nicht von wegen schi-schi und schön. Und ich fand mich ziemlich deplatziert da. Und dann kam im Nachhinein Wochen später jemand auf mich zu. Die Person, saß halt im Publikum, meinte, ich bin dir so dankbar, dass du da warst. Die anderen fünf, das waren alles nur Laberköpfe, alles so typische YouTuber und Social-Media-Filmer. Die muss es auch geben. Aber wir als Unternehmen brauchen die nicht. Das machen die Azubis. Aber wir haben noch nie was von den Ideen gehört, die du reingebracht hast, die unsere konkreten Probleme adressieren. Nämlich Fachkräftemangel, Umsatzrückgänge, wie kommen wir an Kunden an und und und. Du warst der einzig Seriöse da. Und da dachte ich mir, der ist ja aber schön. Und das ist halt genau die Frage. Was will ich haben? Möchte ich Fame und Aufmerksamkeit? Oder möchte ich als, für manche ist ja der Begriff seriös schon ein Schimpfwort? Oder möchte ich als seriöser, vertrauensvoller Dienstleister und Partner wahrgenommen werden.
Kristin Mohr: Genau, das ist eben die Frage. Und ich finde eben, je nachdem, wie du rausgehen möchtest. Also ich denke, so viele Menschen, ... Ähm, ja, jetzt so Online starten, also nehmen wir jetzt mal einfach so die Leute so zwischen 18 und 30. Ich hab jetzt mal eine ganz komische Spanne, ne? Und die wollen jetzt erst mal starten. Und natürlich freuen die sich über die Klickzahlen. Eventuell wohnen sie auch noch zu Hause. Die müssen sich keine Gedanken darüber machen, wie ich denn morgen mein Brot verdiene. Ja, also die haben ihren Dach übern Kopf. Aber wenn ich Content anders gestalte, wenn ich wirklich damit ein Unternehmen leite, also nicht leite, also aufbauen möchte ... So wie du das machst. Deine Sichtbarkeit kommt über deinen Longform Content und über deinen LinkedIn Post. Ja und Longform und da haben wir ja wieder, das ist ja auch eine Form von Content. Social Media ist dann diese Eingangstür. Da hast du dann einen Post draußen, da wirst du schneller gesehen, aber du bist auch wahnsinnig schnell weg. Ja also die ich sehe, ein Post, das passiert mir selber auch, obwohl ich nicht der Scroller bin, ich habe da mein System. Man sieht einen Post, man findet das toll, man kommentiert aber... Merken tut man sichs nicht. Und wenn man aber mit diesem Post bei den Leuten landet und dann zum Beispiel Podcast Florian, hier hör mal rein zu dem Thema, wenn der Post gut war, klicken die Leute rein. Oder du lernst eben Offline Leute kennen, denen du darüber berichtest, was du alles machst. Ist ja egal. Aber wenn wir nur bei Social Media bleiben, ist der Post genial. Und dann hast du noch Longform Content drunter. Das mach ich zum Beispiel bei LinkedIn auch immer. Das ist dann mein zweiter Kommentar. Ich verlinke meinen Newsletter, letzten. wenn er zum Thema passt. Manchmal nehme ich auch den Vorvorletzten. Ich habe das alles gesammelt, alles auf einer Plattform. Meine Newsletter sind ja nicht eine PDF-Anhang oder nur eine E-Mail. Das ist ja auf einer Plattform direkt. Und dann verlinke ich da mein Longform-Content. Und die Leute, die mich cool finden, lesen dann. Und das Spannende ist, und das ist ähnlich wie bei dir, die Leute kommen dann. das ist so die Stimme jetzt hinter dem Brief, hinter den ganzen Bildern. Dieses Gesicht, so bewegt sie sich, das bist du.
Florian Gypser: Mhm.
Kristin Mohr: Und dann passiert vieles automatisch. Da haben wir wieder unser Lieblingswort. Das ist auch so ein Ding. Konstanz. Das sagt man ja auch ganz oft mittlerweile. Marathon. Es ist Marathon laufen. Es ist kein Sprint. dann kannst du auch was aufbauen, was nachhaltig ist. Und dann musst du natürlich auch ein Produkt haben, was funktioniert. Wenn ich das noch kurz anbringen darf. Klar, wenn du jetzt Coach bist, dann ist natürlich cool, wenn du einen Link auch bei dir auf dem Profil hast. Ob du nur bei Instagram oder sonst wo unterwegs bist.
Florian Gypser: Genau. Marathon.
Kristin Mohr: Kannst du ja zu deinem Kalendeli oder whatever hin. Aber viele, das ist mir aufgefallen, die wollen dann Tamtam machen, die wollen was verkaufen, aber die zeigen ihr Produkt gar nicht. Also man findet das nicht wirklich. Also die haben dann irgendwo ein Online-Produkt drum liegen, aber machen nicht darauf aufmerksam. Und nächstes Ding, was mir auffällt, der Content, manchmal sogar auch der Longform-Content, immer schnell KI generiert, ich muss mal ein Newsletter rausgeben.
Florian Gypser: Hm.
Kristin Mohr: Und dann ist das Produkt, ganz, also von der Sprache her, auch vom Inhalt, ganz anders als das, was eigentlich erzählt wird. Also diese Linie von Shortform, es gibt ja Mittelform, Karussells und so was alles, die Linie dahin bis zum Produkt. Und dann hast du das Produkt und dann denkst du dir so, was ist das denn jetzt? Ja, richtig. Und deswegen, Algorithm ist egal, Identity ist wichtig für daraus, du bist.
Florian Gypser: viel heiße Luft, aber was anderes wird geliefert.
Kristin Mohr: Hab das alles klar? Gestalte nach dem, was du alles ... Ich hab da auch so Riesenprompt, so Coachprompt, der dich dann am Ende durch deine ganze Lebensgeschichte bis hin zur Positionierung und Website Vorschläge führt. Ist noch nicht das 9 plus Ultra. Aber du hast erst mal eine Line, an der du dich aufhängen kannst. Und dann kann man ja mal prüfen, wie bin ich eigentlich auf meinem Profil? Wie schreib ich eigentlich? Also erst mal diese ... Dieses ... Ich sag immer auch gerne dieses Bewusste. Social Media sein, sich selber kennen und dann rausgehen und dann alles basteln, weil auch so kannst du dich verbrennen. Ach, ja, das war jetzt viel.
Florian Gypser: Ja, alles gut. Was mir noch einfällt, weil du es gerade schon so schön angesprochen hast, KI, super wichtig und gut, großen Fehler, immer noch viele machen. Schreib mir mal einen Beitrag zum Thema Batterieladegerät. Das erlebe ich immer noch. Wo ich mir denke, wir sind ja häufig in Unternehmen zu Workshops.
Kristin Mohr: Hahaha Awww.
Florian Gypser: Es ist nicht so, dass die Unternehmen sagen, machen wir es, sondern fragen, macht man da jetzt Inhalte so? Es ist natürlich haarsträubender Quatsch und die, die sich schon mal ein bisschen mit auskennen, die werden wahrscheinlich jetzt die Augen rollen über so ein banales Thema. Wie kann man dann drüber sprechen? Aber es ist ganz wichtig, zwei Punkte. Punkt eins finde ich, Struktur. Ich kann zum Beispiel, ich jetzt kein ausgebildeter Copywriter bin, ja gar nicht alle Strukturen kennen. Ich hab da auch in meine ... diversen Custom-GPTs, ein paar Hints eingebaut, auch Texte hochgeladen, ist ganz wichtig. Ich hab irgendwann für mich mal entdeckt in meiner Reise, ich mich auch mit Copywriting in den letzten Jahren mehr beschäftigt. find viele Dinge in der Struktur, in der Wortwahl ist es schwierig für den deutschen Markt, aber die Dinge, Dan Kennedy gemacht hat, ich mein, er ist ja nur einer der Großmeisters Copywritings, find ich spannend, deshalb hab ich gewisse, warum's so ich schreibe, wenn's hier die Hooks geht, orientiere dich bitte an der Struktur von Dan Kennedy. Aber nutze meinen ... Wording, meine DNA, die du basierend auf PDFs, die ich geschrieben habe, kennst. Und das ist etwas, was ganz wichtig ist. habe zum Beispiel alle meine, habe jahrelang für meine Seminare, früher noch im technischen Bereich, ich so Skripte geschrieben, also tausende von Seiten. Die habe ich alle hochgeladen. Ich habe bei LinkedIn alle meine LinkedIn-Posts runtergeladen, auch in die entsprechenden Custom-GPTs hochgeladen. Dass dieser GPT weiß, da sind einen Haufen Textdokumente. wo ich a, das Wissen von ihm habe, b, das Wording von ihm habe und c, die Struktur, mit der er eigentlich, wenn er generisch schreibt, ist ganz wichtig. Die Sachen, die ich da hochgeladen habe, für LinkedIn, sind keine KI-generierten Posts, sondern alles Selbstgeschriebene. Und dann kann ich hingehen und kann sagen, ich hab als Huk eine Idee, der Kunde kam letztens vorbei und sagte, mein Podcast-Mikrofon klingt komisch, naja, kein Wunder, er hat von hinten reingesprochen. Nimm das als Aufhänger und schreib noch mal einen kurzen Post darüber. wie man erkennt, von welcher Seite man ins Mikrofon spricht und so weiter und so fort. Und dann kann er natürlich auf mein ganzes generisches Wissen, also mein technisches Wissen ist ja generisch, da ist individuelles, zugreifen, aber mit meinem individuellen Wording. Und das ist was viele, da erzähle ich dir ja nichts Neues, aber für die, zuhören, nochmal als Info, das ist viele nicht verstehen.
Kristin Mohr: Ich freu mich nur, deswegen nick ich immer so nebenbei. Ich find das eben so schön und besonders wichtig. Ich bild ja auch Social Media Manager aus. Für eine Firma bin ich externe Referentin. Ich hatte heute erst auch wieder dieses Thema gehabt, KI-Texte. Und es war faszinierend. Von allen Leuten, drinnen waren, jedenfalls von denen, gesprochen haben, die haben meistens ihre Bildschirme aus, haben drei Leute, ich glaub, von 25
Florian Gypser: Hm?
Kristin Mohr: gesagt, ja, ich probiere und ich glaube nur eine ist wirklich gut informiert darüber. Und am Ende am Alli sagt, wow, das wusste ich noch nicht. Deswegen finde ich so eine Information wahnsinnig wichtig. klar, Datenschutz, gerade wenn man für Firmen arbeitet, dass man keine Ahnung, da Social Media Manager ist, muss man natürlich alles abklären. Also was so KI angeht, finde ich persönlich wichtig, weil es ist Open AI. Es ist nicht Offline AI. Das muss man immer noch bedenken. Da gab es schon ganz, ganz viele spannende Sachen, die passiert sind. Und ja, AI ist so mein zweites Steckenpferd, dass ich auch bei Unternehmen unterwegs bin und denen dann auch zeige, wie könnt ihr eigentlich die Texte denn, keine Ahnung, Protokolle, Website, E-Mail, was auch immer. Also es gibt ja da so tausend Möglichkeiten, wie du KI nutzen kannst, aber eben dieses Personalisierte, was du sagst, das ist so wichtig. Das war ein richtig guter Ablauf, sein Chachibi-Team aufzuräumen. Ich hoffe, dass... mitgeschrieben wird, gleich umgesetzt. Weniger generische Texte. das muss ich noch ganz kurz dazu sagen. Ich finde, das Internet ist voll mit so viel Müll. Und ich finde es einfach nur schade, dass ich glaube, damals hat es selber. Nee, warte, ich zitiere mal lieber niemanden, aber ich habe es von einem großen Menschen gehört, der der AI sehr konform ist, der selber gesagt hat, dass das Internet tot ist und das ist mittlerweile. Ja, ich habe schon gesagt, nur noch eben.
Florian Gypser: Hm.
Kristin Mohr: Müll gibt. Und ich bin über jeden froh, der gute Beiträge schreibt. Die Menschen helfen.
Florian Gypser: Ja, da sind wir wieder bei dem Punkt, womit bin ich relevant, womit helfe ich Menschen und wie kriege ich meine Story untergebracht. Also ich könnte jetzt natürlich den ganzen Tag, das ist so bisschen auch noch so mein Spagat über technische Themen schreiben, als Beispiel, ich jetzt jemand anderes technischer Experte ist. Aber es ab einem gewissen Punkt nichts Individuelles mehr. Also ich muss ja eine individuelle Note reinbringen, Erlebnis, ich damit hatte oder Learning, wie ich Technik gelernt habe, anders zu benutzen. Allein das, was ich jetzt gesagt habe, so wie ich jetzt mit ChatchieBT arbeite, Wäre KI mein Thema, würde ich das beschreiben und mir nicht in die Hose machen. Das auch Problem in Deutschland, dass jemand anders mir das nachmacht. Dieser Quatsch von wegen, ich zeig meine goldenen Eier nicht, ein Blödsinn. Selbst wenn ich Leuten eine Anleitung gebe, eins zu eins, wie ich ein Studio einrichte und irgendwas mache, sie können es trotzdem nicht. Sie haben meine 25, 30 Jahre Berufserfahrung nicht. Das ist alles Unsinn, sich da verrückt zu machen. Aber es muss ja ein Mehrwert drin sein. Und der Mehrwert ist nicht, wenn du nacktes Chat-GPT nimmst und sagst, ich mach jetzt hier irgendwie auf Live-Coach und gib mir mal zehn Themen, ich jetzt bei LinkedIn schreibe. Dann ist das belangloser generischer Müll, wo die Leute dann nach zwei Zeilen schon merken, naja, das sind so die Kalendersprüche, die hab ich schon hundertmal gesehen und naja, braucht kein Mensch. Bringt dich also nicht weiter.
Kristin Mohr: Ja, genau. Aber trotzdem, am Ende lebt ja Social Media und deine Marke von der Wiederholung. also Apple erzählt ja morgen nicht wirklich über Äpfel. Also Apple bleibt ja auch klar an ihrer Linie. Genauso wie eben auch viele andere Creator, die, ich sag jetzt mal, wirklich groß geworden sind, ihr eigenes Business haben und damit Geld verdienen. Nehmen wir jetzt mal einfach nur die. Die haben immer wieder das gleiche erzählt. Immer und immer wieder. Also Leute, so wie ich jetzt mehr über Texten schreiben, Longform-Content, also Content kreieren, sinnvoll, die haben sich immer wieder erholt. Und da ist das Ding. Du kannst deine eigene Geschichte nehmen. und kannst trotzdem immer wieder erzählen, wie es funktioniert, bloß anders. Du könntest über Linsensuppe schreiben, die dir am Morgen auf dem Herd verbrannt ist, weil du nicht aufgepasst hast, und gleichzeitig könntest du dein One-Person-Business reinbringen. Das ist machbar. Und auch diese Schritte, wie bin ich jetzt mit der verbrannten Linsensuppe umgegangen? Keine Ahnung, ich habe das Verbrannte unten weggenommen, das oben habe ich genommen und daraus habe ich mir, keine Ahnung, einen Linsenburger gemacht und habe den in den Ofen geschoben. Du sprichst ja nicht übers Kochen, du redest über die Art und Weise, wie du mit etwas umgegangen bist und kannst es gleichzeitig, genau, Probleme lösen und kannst es gleichzeitig mit deinem eigentlichen Content verbinden.
Florian Gypser: Kein Problem, lösen.
Kristin Mohr: Und es zeigt was Persönliches aus deinem Leben. Und diesen Mindshift kriegen aber viele nicht hin. Die denken immer an, er ist ja langweilig. Ich hab letztens einen Post gehabt, der ist supergelaufen. Hukvar, 7.30 Uhr, Coaching. Allein schon 7.30 da fassen sich die Menschen am Kopf. Wie, hast 7.30 Uhr schon Coaching? Ich hab keine andere Zeit gehabt. Und da hab ich dann nur noch geschrieben, und das hat er zu mir gesagt. Und da ging's eben darum ... wenn es Sales online geht, über Content verkaufen, der kriegt da schon Schweißperlen, wenn er Wort Sales hört. Den ganzen Post brauche ich ja jetzt nicht erklären, aber ich habe so diesen Ablauf mit kleinen Textbausteinen aus dem Gespräch reingebracht und habe gleichzeitig erklärt, wie Sales im Content gut funktioniert. Und am Ende ist es halt immer auch so dieser Mut, Mut dazu zum eigenen Produkt. Ja, funktioniert alles.
Florian Gypser: Das ist es auch,
Kristin Mohr: Immer wieder einbauen. Immer und immer wieder. Deswegen sind so diese Geschichten, man, also nicht die Geschichten, dieser kreative Brief nenne ich den immer. Wenn der fertig ist mit allen Polarisierungen und Co. Download, so wie du gesagt hast, PDF, ChatGPT, Dateien hochladen und dann eben auch Frameworks nutzen. Aber nicht nur das, sondern eben das tägliche Leben. Also ich setze mich persönlich Meistens jeden Montag, also ein fester Tag, wenn ich nicht gerade einen Termin habe, sitze ich da und schreibe. Also ich schreibe wirklich so ein, zwei Stunden, nehme ich mir Zeit, alles vorzubereiten.
Florian Gypser: Mhm. Das mach ich häufig sonntags schon. Also, es klappt momentan schwerlich. Wer mir folgt, weiß, dass momentan ... Jetzt hab ich wieder grad ne kleine Welle, ich Sachen schreibe, weil wir seit Wochen nur auf Tour sind. Aber dass man halt sich hinsetzt und guckt, was hab ich die Woche erlebt, wo kann ich sinnvollen, relevanten Content draus machen. Das ist definitiv sinnvoller als Manche gehen spontan linger, als einfach zu überlegen, ich hau jetzt mal am besten mit Chatchabit hier was raus. Also, das ...
Kristin Mohr: Ja.
Florian Gypser: funktioniert schlechter, zumindest bei mir. Du hast gerade einen sehr schönen Begriff noch ins Gespräch gebracht, das letzte Thema, was ich jetzt noch hier anschneiden will. Wir sind schon bei 45 Minuten, ist eigentlich so mein Break-even für ein Podcast. Aber wir brauchen noch, ganz wichtig, es geht ja bei mir Videokommunikation, den kleinen Schwenk aus Thema Video. Und du hast eben was gesagt, es braucht Mut. in der Sichtbarkeit, ob jetzt Social Media oder YouTube ... Oder auf der eigenen Webseite ist ja die Königsdisziplin der Sichtbarkeit des Videos. Da haben die Menschen ja am meisten Angst davor. Und beim Video gibt es natürlich wahnsinnig viele Abstufungen, was ein Video transportiert, wie ich es aufbaue. Und gerade im Unternehmenskontext ist das, was die meisten jetzt, Live-Formaten wie jetzt Video-Call oder vielleicht nur Webinarnutzen, sind ja Videos irgendwie auf Social Media und Webseiten. Und je nach Unternehmensgröße findet man ja häufig irgendwelche hübschen Videos, sag mal Produktvideos, Imagefilme und und und deren Wirkungen. Also ich frag ja immer ganz böse Unternehmen, na und wie viele Kunden habt ihr mit eurem Imagefilm gewonnen? Die Frage kann mir immer keiner beantworten. Genauso wie relevant ist jetzt ein tolles Produktvideo, wo ihr seid, wir sind die allercoolsten und haben das geilste Produkt der Welt, ja, auf deiner Webseite. Also wie wäre es mit wirklich relevanten Infos? Hast du da einen Tipp für jemanden, sagt, egal ob großes Unternehmen, mittelständisch oder selbstständiger, wie Video-Content inhaltlich, kurz und knapp, wir jetzt nicht ausweiten, können wir im nächsten Gespräch mal gerne machen, aussehen muss, damit das Video inhaltlich gestaltet sein muss, damit ein Video nicht einfach nur hübsch und schön ist oder einfach nur da ist, sondern auch wirklich eine Wirkung hat, relevant ist und Vertrauen aufbaut?
Kristin Mohr: Schwierige Frage eigentlich nicht. Die Sache ist dann bloß immer die, wir lassen auch da ganz oft wieder Skripte generieren oder wir holen uns diese großen Produzenten, was jetzt nicht schlimm ist. ein guter Imagefilm, der kann natürlich auch einen großen Produzenten hinter sich haben, ein Studio, alles schick. Aber nehmen wir jetzt mal an, wir haben nicht so viel Geld, dass wir uns das leisten können. Erstmal ist mein Tipp...
Florian Gypser: Damit verkaufst du auch nicht wirklich. Also, schuldigung, das reicht, aber damit verkaufst du auch nicht. Konkret verkaufen, tust du mit anderen Formaten.
Kristin Mohr: Mein Tipp ist da, Content, gerade wenn man vielleicht schon auf Social Media gepostet hat, nehmen wir mal an. Den besten Post raussuchen. Was ist am besten gelaufen? Was hat die Leute am meisten angezogen? Den Hook noch mal optimieren. Einfach noch mal alles angucken. Das Produkt einbinden, Call to Action. Also wenn der Post das nicht schon beinhaltet hat. Und das alles. Nehmen, optimieren, in die KI schmeißen. wenn ich jetzt meinen besten Post rausnehme, heißt das Analysen angucken, Kommentare. Sind auch ein paar neue dabei. Nicht immer so die alten, die mein Produkt nicht kaufen würden, sondern die einfach nur, ne? Ich hab dir was gegeben, gib mir was zurück. Das dann eben nehmen, das was am besten schon gelaufen ist. Nochmal prüfen, in die KI werfen und dann auch wieder da einen guten Prompt haben. Erstelle mir daraus ein Skript. Das ist so das eine Ding. Und sonst finde ich halt, ist es immer dieses, also ich hatte ja mal so ein Framework schon öfter erwähnt, was ich quasi angepasst habe für mich. Also ich hatte das Pact genannt und das heißt halt mit der klaren Aussage beginnen mit diesem Hook. Also P für Punkt. Komm auf den Point. Von Anfang an. Das haben wir ja ständig. Ob du nun mit einem Lachen beginnst oder ob du eine gute Aussage hast. Der Hook entscheidet erst mal alles, damit die Aufmerksamkeit da ist. Das brauche ich dir ja nicht erklären. Dann kommt dieses A, dieses Aha, okay, alles klar. Hier ist eine Erkenntnis. Hier liefer ich keine Ahnung, einen Perspektivwechsel zum Haken, den ich vorher hatte. Dann diesen Call zu haben, dieses C, also diese, ähm, gib eine klare Empfehlung in einer Richtung, was jetzt eigentlich zu tun ist. Und am Ende dieses Transferding, also dieses T von PACT.
Florian Gypser: Hm.
Kristin Mohr: Bring noch mal alles auf den Punkt. Hab da diesen Call to Action im Sinne von, das ist mein Produkt, das kann dir helfen, das und jenes zu lösen. Also dieses Problem, was du hast, aus der Welt zu schaffen. dann ... ja, dann raus. Also dieses Pact, ich erklär das sonst immer länger, aber du hast gesagt, haben so wenig Zeit, deswegen hab ich's versucht, im Kürze runterzubrechen. P-A-C-T. Das so im Ablauf drinne haben. Vorher den besten Content. empfehle ich auch für jede Werbung, die man macht, Social Media. Sucht den besten Beitrag raus, optimiere den und am besten macht daraus ein Video.
Florian Gypser: Sehr schön, sehr schöne Schlusswort.
Kristin Mohr: Und ohne unhörbare KI-Stimme.
Florian Gypser: Ja, das ist ja selbstverständlich. Aber heutzutage gibt's ja auch immer mehr Schlauberge, meinen, ach, ich lasse mich digital klonen. Und dann muss ich mich mehr jedes Mal vor die Kamera stellen. Mach das ruhig, dann freuen sich alle deine Mitbewerber, es nicht so machen. Das ist ziemlich unklug. Das kannst du Unternehmen machen, was schon bekannt ist. Ich weiß, da gab's letztens, und das grad noch zu erwähnen, gab's einen schönen
Kristin Mohr: ...
Kristin Mohr: Stimm' dir vollkommen zu.
Florian Gypser: Use Case, den Kontakt von mir erwähnt hat, einem ganz, ganz, ganz großen deutschen Industrieunternehmen, die gewisse interne Information für Mitarbeiterinnen und genauso generiert haben, weil die Chefetage, die Vorstandsvorsitzenden halt nicht die Zeit hatten, jetzt auch noch in verschiedenen Sprachen diese Ansprache und so weiter und so fort und gewisse andere Informationen aufzuzeichnen, haben sie halt das Hauptvideo aufgezeichnet. haben Avatar davon erzeugt und dann nicht nur übersetzt in verschiedene Sprachen, sondern auch andere Informationen über den Avatar transportieren in verschiedene Sprachen lassen. Okay, das ist für interne Kommunikation. sag mal, ist entweder Vertrauen da oder auch nicht. Aber das ist ein anderer Anwendungsfall, als wenn ich jetzt als Personal Brand oder als Vertreterin, Vertreter eines Unternehmens in die Öffentlichkeit trete und dann mit so einem Avatar irgendwie, wo man schnell merkt, ist kein Mensch hinter, sichtbar werde.
Kristin Mohr: Bin ich bei dir.
Florian Gypser: Christian, ich danke dir für deine Zeit, für deine super spannenden Inhalte. Ich sehe schon, wir werden uns nächstes Jahr noch mal zu einer zweiten Folge treffen, denn da gibt es ja noch ganz viel mehr Thema, Frameworks und Video. Und an alle, die zugehört haben, vielen, Dank, dass du dabei warst. Du wirst in den Show Notes noch Links, die Christian mir gegeben hat, finden, wenn du weitere Informationen haben möchtest oder sie kontaktieren, engagieren möchtest. Und wenn dir der Podcast gefallen hat, bitte sei so lieb und empfehle ihn gerne weiter. Kann man ja auch einen Link teilen. Gib Bewertungen bei Spotify oder Apple. Podcast ist immer schön, da auch mal was Schriftliches zu sehen. Oder wenn du Anregungen hast für Themen oder gerne auch Kritik, dann schreib mir an podcast at corporate-studio.de. Jetzt fängt man halt schon wieder an. In diesem Sinne, eine schöne Restwoche auch dir, Kristin, und bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Kristin Mohr: Herzlichen Dank, ciao!