Dein Podcast über Videokommunikation 4.0
Florian: Ahem. Herzlich willkommen zu einer neuen Podcast-Folge. Heute, wahrscheinlich wieder einmal, mit einem flammenden Plädoyer dafür unternehmen. Bitte, bitte befasst euch endlich, das Thema Video bei euch zu integrieren und vor allen Dingen Video immer mehr selber zu machen. Drum auch der Titel meines heutigen Podcasts, Klammer auf, wenn ich hoffentlich dabei bleibe, Klammer zu. Denn ganz häufig fällt mir im Nachhinein noch ein besserer Titel ein. Aber mein Titel heute ist, ihr werdet Video selber machen müssen, sonst hängt euch der Wettbewerb ab. Wie kam ich dazu? Witzigerweise war die Inspiration für dieses Thema, wie auch schon für einen meiner letzten Podcastfolgen, der Kick-Off Workshop bei einem neuen Kunden, recht großen, doch ziemlich großen regionalen Energieversorger. die mit ihrem Marketing-Team schon seit einigen Jahren Video selber produzieren für verschiedene Formate, jetzt aber im Rahmen eines Neubaus oder Umbaus ihres Campus auch ein Studio einrichten lassen möchten, weil sie festgestellt haben, das was wir jetzt an Videocontent produzieren für die verschiedenen Einsatzgebiete ist schon ordentlich. Ich muss sagen, das ist auch schon sehr, sehr viel mehr als die meisten Unternehmen heutzutage machen. Aber es reicht noch nicht und zukünftig brauchen wir noch viel mehr. Und mit einer klassischen Produktion in Form von Kameras aufbauen, Licht aufbauen, Ganze aufzeichnen, synchronisieren und schneiden, kommen wir einfach zukünftig nicht weiter. Dass man dafür mit externen Dienstleistern arbeitet, ist auch absolut ausgeschlossen. Das eine ist natürlich die preisliche Geschichte, das würde völlig ausufern.
Florian: Aber viel Relevante, das fand ich total spannend, dass der Marketingleiter sagte, das ist zeitlich gar nicht möglich. Und ich kann es auch verstehen, weil wir hatten ja selber jahrelang Agenturen, haben solche Formate umgesetzt. Du möchtest natürlich als Dienstleister erstmal wissen, okay, was wollt ihr produzieren? Ja, wir möchten beispielsweise ein Rußwort vom CEO produzieren. Okay, was erzählt er denn da? Also, worum geht es ungefähr, dass wir da vielleicht auch so die passende Stimmung kreieren können bei der Aufnahme? Ja, das weiß er noch nicht. Also, es geht die, was weiß ich, Jahreszahlen, aber die Rede ist deutlich geschrieben. Genau wissen wir es noch nicht. dann geht das halt hin und her. Also erstmal sehr viel Absprachen, bis man Termin gefunden hat, bis man Location gefunden hat. Dann will man als Dienstleister natürlich möglichst gut, professionell und hochwertig das Ganze produzieren. Währenddessen die Firma sagt, na der soll sich einfach vor die Kamera stellen, es soll ordentlich aussehen. Das ist ein 5-10 Minuten Statement. Und danach, ein halbes Jahr ist es obsolet. Die Arbeitsagentur hat natürlich seine Ansprüche und so weiter und so fort. Fazit war und genau das darauf wollte ich hinaus. sagte auch der Marketingleiter, es dauert ewig. Ab dem Zeitpunkt, wo man beschließt, zu machen, bis die Produktion fertig ist, dabei möchte man das Video in drei Tagen schon haben und nicht erst in zwei Wochen. Deshalb Zusammenarbeit mit Agenturen in der Hinsicht ausgeschlossen, weil es einfach zu langsam und zu teuer ist. Deshalb ganz klar für Sie, wir müssen gucken, dass wir das, was wir jetzt machen, viel schneller umsetzen können, aber einfach komplett ... alles, was wir an Videokommunikation auch noch vor uns haben, intern produzieren. Also das stand völlig außer Frage. Und nach diesem Kick-off-Workshop, den Tagen danach, geisterte mir diese Aussage, wir werden alles selber machen müssen und auch wollen, die ganze Zeit im Kopf rum, weil es ist eine spannende Aussage, wie ich finde. Da hat nämlich ein Unternehmen erkannt oder die zuständigen Mitarbeiter erkannt. Das die Zeiten, weil darüber haben auch noch gesprochen, wo man sagt, okay, dann buchen wir da für eine Agentur, fragen wir den Dienstleister an, ist es beim Video einfach vorbei, weil sich das Informationsverhalten so geändert hat. Das hatte ich auch schon mehrfach in Podcast-Folgen erzählt. Da gibt es sehr spannende Studien dazu. Das nicht nur bei den jungen Generationen, die ja wahnsinnig viel am Handy hängen, wie ich finde auch erschreckend viel und oft.
Florian: das mit einhergehend auch, sag ich mal, die Konzentration nachlässt. Also längere Videos gucken wollen die auch nicht mehr, das soll alles kurz gehen, so ich sag mal TikTok-Niveau. Das ist die eine Entwicklung, die andere Entwicklung ist auch ältere Generationen. Generation X, der ich gehöre, Generation Z, die Millennials, aber selbst auch die berühmten Boomer, berühmt oder ja leider bei jüngeren Generationen berüchtigt, ich hab ja mal mitbekommen, nicht böse gemeint, aber dass unter jüngeren Leuten Boomer auch schon als Schimpfwort benutzt wird. Völlig daneben, wie ich finde, denn das ist ja die Generation, die einen Großteil des Wohlstands, den wir heute in Deutschland noch haben, aufgebaut haben. Und ich kenne einige aus der Generation, mein bester Freund ist 63, die total fit sind, was Technik und was Video betrifft, und auch sagen, hey, jetzt, wo sich das so langsam durchsetzt, Informationen über Video bereitzustellen, ich gucke mir viel lieber ein Video an, als zehn Seiten PDF zu lesen. Also, es ist klar, Vielleicht noch nicht allen, aber diejenigen, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, die mit offenen Augen durchs Leben gehen, merken, der Videobedarf wächst permanent und immer stärker. Das heißt, man bedient auch parallel mehr Kanäle, mehr Formate. Also ich sag mal nur ein News-Format, einmal im Monat ein Video machen. Das ist nicht mehr in einem mittelständischen deutschen Unternehmen. In einer gewissen Größenordnung, da braucht man mehr. Die interne Kommunikation. wird immer mehr auch mit Video umgesetzt oder wird immer mehr nur durch Video akzeptiert. Man hat einen höheren Erklärungsbedarf bei Kunden, nicht weil die Leute dümmer geworden sind, sondern weil einfach auch Produkte komplexer sind, wir im Alltag, vor allem auch im Privatleben, schon so mit Informationen zugeballert werden, dass wir einfach nicht mehr die Aufmerksamkeit wie früher haben. Also muss ich als Dienstleister bzw. als produzierendes Unternehmen, als Anbieter, würde ich sagen. muss ich natürlich potenziellen Interessenten möglichst schnell die Komplexität meines vorhandenen Produktes auf den Punkt gebracht erklären, damit ganz schnell klar wird, okay, da lohnt sich, dran zu bleiben und weiter reinzugucken, statt jetzt zur Konkurrenz zu gehen. Entsprechend wird auch mehr Geschwindigkeit erwartet. Also ich kann jetzt nicht, wenn eine Anfrage vom Kunden kommt, nach vier Wochen irgendwie ein Video rausschicken, wo ich eben
Florian: Das Produkt, wo er eine Frage zu hatte, erklärte, das sollte ich halt schnell machen, zack ich. Bei vielen Unternehmen dauert es immer noch recht lange. Da kann ich mir einen Wettbewerbsvorteil, wenn ich Video nutze dafür, herausarbeiten. Ja, und natürlich, das hatte ich in einer letzten Podcastfolgen auch, Perfektion, Bremskalierung, sprich, wenn man es nicht selber macht, sondern da auf einen externen Dienstleister, auf eine Agentur setzt. die das perfekt macht, dann kann ich da nicht große Mengen produzieren in kurzer Zeit. Das ist zu aufwendig. Ganz wichtig ist jetzt keine Hass-Tierade auf Agenturen. Überhaupt nicht, im Gegenteil. Es gibt nur Formate, da macht es absolut gar keinen Sinn. Das ist die alltägliche Kommunikation. Teils im Marketing, sehr stark in der Unternehmenskommunikation, in der internen Kommunikation. Im Vertrieb, im HR-Bereich, wenn es Mitarbeiter-Schulung geht, wenn es Onboarding, Offboarding geht, da kann ich nicht mit externen Dienstleistern arbeiten. Aber alles was hochwertige Produktlaunchvideos, hochwertige Messevideos, Imagevideos, Werbefilme, Werbeklips usw. betrifft, da braucht man natürlich weiterhin professionelle Anbieter. Aber nicht jedes Video ist eine Videoproduktion im Sinne von ein aufwendiges Projekt mit Drehbuch, mit Locationsuche usw. Das ist wirklich nur bei den Hochglanzformaten sinnvoll. Ganz wichtig, dass Unternehmen sich damit beschäftigen. Dazu habe ich eine spannende Studie gefunden von der DIHK aus dem Jahr 2026, also diesem Jahr. Da wurden 4500 Unternehmen befragt aus allen wichtigen Branchen. Warum sie Video noch nicht nutzen. Und 58 % gaben an, ihnen fehlt einfach die Zeit oder warum sie wenig Video nutzen oder kaum. 58 % Gaben an, ihnen fehlt einfach die Zeit. 56 % nannten Komplexität als Grund, ist zu aufwendig. Dann, das gilt ja nur dann, wenn man externen Dienstleister beauftragt, meinten 40 % einfach die Kosten sind das Problem. Und das letzte finde ich ganz spannend, weil es für mich ein bisschen absurd ist, 29 % meinten, fehlen die IT-Fachkräfte.
Florian: Ja, das ist so ein gängiges Missverständnis, wo ich manchmal einfach nur fassungslos bin. Was hat IT mit Videoproduktion zu tun? Also ich weiß natürlich, wo der Gedankengang herkommt. Im Unternehmen, keiner hat irgendwie mit Video zu tun, wenn nicht jemand aus dem Marketing damit zu tun hatte. Und selbst wenn die Person aus dem Marketing im Rahmen der Ausbildung ein bisschen Videoschnitt zu tun hatte, heißt das nicht, dass die Person weiß, was man an Technik braucht. Und die Einzigen im Unternehmen, die so mit Computer und Digitaltechnik zu tun haben, ist die IT. komm, frag mal die IT, die soll nicht drum kümmern. Mein ältester Sohn arbeitet selber in der IT. Die kriegen schon genug Anfragen jeden Tag und teilweise auch absurde Anfragen. Und dann kriegen sie auch eine völlig fachfremde Anfrage. Da hatte ich auch eine Podcast-Folge zu produziert. Also es hat mit IT nichts zu tun. Deshalb fand ich diese Antwort von 29 Prozent, sie können Video nicht umsetzen oder darum, warum sie Video nicht wirklich Unternehmen produzieren und umsetzen, sind fehlende IT-Fachkräfte. Find ich irgendwie absurd, ehrlich gesagt. Ja, aber wie man hier raus schön sehen kann, ist das Hauptproblem nicht, dass man keine Ideen hat, wie man es nutzt. Wobei ich da so ein bisschen widersprechen muss. Ich habe auch ganz viele Fälle mitbekommen, wo Unternehmen, ja, ich die Standardformate wie ein Webinar oder wir machen ein kleines Produktvideo, ein Grußvideo, klar, da kommen schon alle drauf, aber die wirklich Wirkung erzeugenden und auch Zeitersparnis im Alltag bringen Formate. Davon haben die meisten noch nichts gehört. Also allen voran Video im Vertrieb. Aber auch grundsätzlich, Erfahrung, abgesehen davon ist, dass bei den meisten Unternehmen das Thema Ressourcen das Problem ist. Also extra jemanden einstellen, der jetzt da Videoproduktion macht. Das überlegt sich jedes Unternehmen zweimal. Und selbst dann müssen ja Inhalte geliefert werden. Es ist dann doch ein Teil des Marketing- oder HR-Teams, jedes Mal daran beteiligt. An der ganzen Vorbereitung, Nachbereitung und so weiter und so fort. Da sträuben sich viele dagegen. Also das kann ich schon nachvollziehen.
Florian: Also zusammengefasst kann man schon mal sagen, die Zeit bleibt der knappste Faktor. Komplexität blockiert den Umgang, äh die Umsetzung, nicht Umgang. Ich habe Notizen gemacht, kann ich ganz ehrlich sagen, ich habe einen kleinen Spickzettel, da habe ich falsch abgelesen. Also wenn es zu aufwendig ist, geht es in die Umsetzung. Kosten bei externen Dienstleistern sind ein großes Thema. Und genau aus den Gründen Es ist wichtig, einen Weg zu finden, einfach und vor allen Dingen selbst zu produzieren. Das heißt auch, dass man sich von Produktionswegen, die von Agenturen klassischerweise vorgegeben werden, kennst du es vielleicht auch schon, hast du erlebt, wenn man einer Agentur, in Videoagentur engagiert, Video zu produzieren. Hier nochmal ganz wichtig, für Werbung, für Messefilme, Produktfilme und so weiter und so fort, ist ganz anderes Thema, aber die klassische Produktion ist, da kommt ein Kamerateam, baut zwei, drei, vier Kameras auf, dann wird gefilmt, dann wird Tonparallel aufgenommen, dann wird umgebaut, nochmal gefilmt und dann unten am Ende sitzt da jemand in der Agentur und schneidet tagelang das Video fertig. Wenn man diese Produktionsweise übernimmt, die sehr komplex und aufwendig ist, bei Hochglanzformaten durchaus gerechtfertigt, wenn man die aber als Unternehmen übernimmt, dann ist das Vorhaben wirklich zum Scheitern verurteilt. Also es kann nicht aus ganz ganz vielen Cases unserer Kunden berichten, die das vorher so gemacht haben. Eine Zeit lang kommt man noch hinterher und irgendwann erschlägt es einfach die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, besonders wenn sie im Marketing noch andere Aufgaben haben und dann schläft das Thema ein.
Florian: Witzigerweise habe ich, sehe ich gerade, hatte ich ganz vergessen, eine Studie von 2025, auch von der DEHK, und die nennen im Prinzip bis auf zwei bis fünf Prozent Unterschied exakt die gleichen Themen, also fehlende Zeit. Das Thema ist zu komplex für externen Dienstleister. Kann man es nicht, also kann man nicht einsetzen dafür, weil es zu teuer ist. Und auch hier sehe ich gerade 32 Prozent fehlende IT-Fachkräfte. Also das Muster ist grundsätzlich Leicht. Ja, und eine Aussage, die ich auch immer wieder höre, wenn ich zum Beispiel auf Veranstaltungen, auf Konferenzen, auf Kongressen, auf Messen, auf Events mit potenziellen Interessenten spreche, dann höre ich immer wieder, nicht immer, aber immer wieder, ja, also klingt spannend, würden wir auch gerne machen, aber wir haben da echt keine Ressourcen. Also, die alle im Marketing und im Hair, sind alle schon so ausgelastet. Das geht mit Video nicht, also wir können ihn nicht zusätzlich belasten. Ist nachvollziehbar, weil natürlich alle diese Erfahrungen haben. Video ist teuer, ist komplex und aufwendig. Denn, überleg mal, wie es bei dir ist, alle haben die Erfahrung, okay Video, wir nehmen eine Agentur, uiuiui, da ist ein ganz schöner Apparat hinter. Ich stelle dann immer die Frage, ob Sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht haben, ob Video als Format nicht auch Ressourcen freisetzen kann, weil es Prozesse verschlankt und vereinfacht, sodass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dadurch mehr Zeit haben. Das die meisten dann schon mal sehr erstaunt, weil sie es nicht vorstellen können. Dafür gibt es viele Use-Cases, sagen wir mal im HR-Bereich, wenn man da zum Beispiel gewisse Prozesse im Onboarding durch Video flankiert oder ersetzt, spart das Zeit. Im Vertrieb kann man viel machen, im Marketing natürlich auch. Da jetzt in das Detail zu gehen, würde den zeitlichen Rahmen jetzt hier sprengen, aber es gibt wirklich durchaus
Florian: oder signifikante Zahl an Formaten, Einsatzgebieten, die wir auch in unseren Kunden schon implementiert haben, die im Alltag wirklich dafür sorgen, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in ihrer Arbeit Zeit sparen. So, also das ist ein Ziel und gleichzeitig natürlich auch mehr Wirkung erzeugen, als wenn sie mit den bisherigen Kommunikationskanälen arbeiten. So, also das ist mit Video möglich, aber auch nur, wenn die Produktion dieser Videos oder dieser Videoinhalte oder auch Live-Formate nicht mit aufwendigem Aufbau zu tun ist, nicht mit aufwendigen Abstimmungen, Nachbearbeitung und einer Abhängigkeit zu externen Dienstleistern. Also leichter, einfacher und schneller.
Florian: Dann fand ich ganz spannend, jetzt muss ich gerade mal gucken hier nach den Zahlen.
Florian: Genau, und zwar wurden Unternehmen von der Bitkom 2026 befragt. In einer Online-Umfrage ist der Hinweis noch gegeben, dass sie nicht ganz repräsentativ ist. Das 43 % sagten, sie bräuchten mehr Content-Ressourcen. 38 % meinten, sie brauchen mehr Social-Media-Ressourcen oder müssten das eigentlich mit mehr Ressourcen umsetzen. 54 Prozent nannten gleichzeitig steigenden Kostendruck. Aber die Budgets, die in zur Verfügung stehen, sind weitestgehend gleichgeblieben. Das heißt, sie müssen mehr Content produzieren, müssen mehr Social Media produzieren, haben gleichzeitig einen größeren Kostendruck, weil es alles teurer geworden ist. Aber ihre Budgets, die bleiben noch wie in Vorjahr. Das ist jetzt nicht die einzige Studie, das habe ich auch schon in anderen gelesen, auch schon von anderen Leuten gehört. Das zerreißt so ein bisschen, gerade im Marketing, das ist jetzt schwerpunktmäßig auf Marketing bezogen, die Leute im Unternehmen. Wie sollen wir das hinkriegen? Der Bedarf steigt immer weiter. Wir können aber jetzt nicht irgendwie Dienstleister buchen, weil wir das Budget nicht haben. Meine Antwort kennst du wahrscheinlich schon, mein Podcast verfolgt. Macht es selber. Macht es selber mit ganz schlanken, einfachen, sehr gut reproduzierbaren Prozessen. Plug-and-play Studio, Videoproduktion wie Instant-Suppen oder Instant-Kaffee kochen. Das ist wirklich, zack, ich hab eine Idee, lass uns in Studio gehen, halb schon später ist das Video fertig. Das geht. Man muss halt einfach nur im Kopf den Switch umlegen und sagen, ey, wir wollen uns damit beschäftigen. Man muss natürlich auch schauen, dass man ein paar Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mitzieht, die Bock darauf haben. Alle wirst du nicht bekommen, aber durch Vormachen kriegt man natürlich auch mit. Und dann einfach mal klein anfangen. Wenn man noch nicht die Freigabe hat, ein Budget für ein eigenes Studio zu bekommen, dann macht es mit den Smartphones. Fängt einfach mal an. Ein bisschen Gefühl dafür habt und sicherer seid. Und dann kann ja der nächste Schritt erfolgen. Der Witz ist ja...
Florian: Ihr spart dadurch eine ganze Menge an Budget, was ihr an externe Dienstleister rausgegeben hättet. Ein schönes Beispiel, hatte vor einiger Zeit mit Unternehmen zu tun, die haben in der Corona-Zeit, ich fand das ziemlich spannend, weil die Idee, das ist auch eine meiner Formatideen, die Idee war so bisschen Verkaufssender wie QVC in klein fürs eigene Unternehmen. Das war ein Großhandelsunternehmen und die haben in der Corona-Zeit eine regelmäßige Livesende gemacht, einmal im Monat. für ihr Händlernetzwerk und haben da neue Produkte oder Produkte, die gerade im Angebot waren oder Produkte, die im Schwerpunktmonat jetzt gerade vorgestellt wurden, einem einstündigen Livestream Ihrem Händlernetzwerk in einem geschlossenen Event nur für diese Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezeigt. Sie konnten halt nicht klassisch, wie das vorher ging, zu 100 Prozent ihren Außendienst rausschicken in der Corona-Zeit. Sie mussten was anderes machen. Positiver Nebeneffekt war, ich weiß nicht wie viel Prozent, aber es war signifikant, sie haben deutlich mehr Umsatz gemacht jeden Monat als vorher. Folglich haben sie nach Corona das Thema weiterverfolgt und weiter diese monatlichen Livestreams gemacht. Dann kam man ins Gespräch, also es war nicht so, dass die auf mich zukommen, ich habe zufällig jemanden kennengelernt, dem gesprochen und gesagt, hey, es ist super geil, dass ihr das macht, aber worum geht ihr da jedes Mal in ein Studio? Ich verstehe es einfach nicht, weil er sagte dann ja gut, ist so ein einschöniger Livestream. Da geht so mit allen Vorbereitungen für mein Team von drei Leuten so ein ganzer Tag drauf. Alles konzeptionell vorbereiten, dann das Equipment in das Studio, das ist nur eine dreiviertel Stunde entfernt. Also die ganzen Produkte da hinfahren, die dann aufbauen und dann bereiten sie ein Studio vor und dann haben wir dann nachmittags, ich weiß nicht, so drei, vier Uhr irgendwie eine Stunde den Livestream. Ja, da sind wir dann alle Tag beschäftigt, vielleicht noch ein bisschen Vorarbeit vorher. Und für den halben Tag kostet das Studio 3000 Euro. Ich wäre doch eigentlich eine ganz einfache Rechenaufgabe. Baue doch ein eigenes Studio. Na ja, dann sind wir ins Gespräch gekommen, habe ich ein Angebot erstellt, was so, ich glaube, mit einer Begleitung lag so die 35.000, 38.000 Euro, dann kam die Rückmeldung, ja, also der Geschäftsführung ist das zu teuer. Ich habe gesagt, na ja, feiert das, was ihr braucht.
Florian: Also Menge an Kameras, wie ihr es jetzt auch habt, für eure Formate usw. usf. war jetzt nicht von der Technik übertrieben, war ein halbes Jahr Begleitung, damit sie es auch wirklich umsetzen können. Dann haben wir nochmal geguckt, wo können wir vielleicht ein bisschen was einsparen, dass wir nächsten Jahr, ins nächste Jahr das Budget reinnehmen. Lange Rede, kurzer Sinn, wir waren dann irgendwie bei einer kleinen Einstiegslösung von 30.000 Euro, fand dann der Marketingleiter auch super, aber die Geschäftsführung sagte immer noch, wer ihn zu teuer. Ja, und damit war das Thema dann auch vom Tisch. Also weiter runtergehen wollte ich nicht. Hätte keinen Sinn gemacht für uns und die waren auch nicht bereit. Und ich dachte mir nur, wie dämlich, dass sie das nicht machen, weil ich habe ein Jahr später gehört, dass sie immer noch kein eigenes Studio hatten und weiterhin jeden Monat das Studio buchen. Also sie haben schon erkannt, dass es einen Mehrwert bringt, aber haben falsch investiert meines Erachtens. Sie haben nicht den Mut gehabt zu sagen, wir machen jetzt gehen den nächsten Schritt und gucken, dass wir es selber machen. Ja, und das ist meiner Meinung nach echt eine Milchmädchenrechnung. Ist natürlich auch ganz oft vielen Ängsten geschuldet. Möchten die Mitarbeiter sich da dann wirklich auch einbringen. Viele haben ja Angst, vor die Kamera zu gehen. Lohnt sich die Investition. Da so kann ich sagen, dass fast 100 Prozent unserer Kunden schon eine Vorgeschichte mit Video haben, bevor sie mit uns zusammengearbeitet haben. Also wir haben noch keinen einzigen Kunden erlebt, der gesagt hat, Ach ja, hab mal jetzt von euch gehört, Video ist eine spannende Sache. Komm, jetzt lass uns mal hier auf die Kacke hauen, auf gut Deutsch. Ist ja auch verständlich, es ist neues Thema. ist ja nicht so wie, ich kauf jetzt einen neuen Fuhrpark oder einen neuen Computer. Das ist ein völlig neues Thema, wo die Erfahrungswerte fehlen. Aber trotzdem weiß man, der Druck, wie die Zahlen von eben schön sagten, der Druck ist ja da. Wir brauchen mehr Videokommunikation. Es wird mehr danach gefragt, sei es jetzt für verschiedene Content-Formate, Kommunikationskanäle im Unternehmen zu kunden oder auch in Social Media. Aber die Budgets steigen dafür nicht. Also irgendwo muss man das ja kompensieren, irgendwie muss man es ja umsetzen können.
Florian: Ja, von daher sehr, sehr spannend. Da habe ich dann noch eine Studie. Ich habe mal bisschen recherchiert. Ich gucke mal gerade, wo haben wir die denn, bevor ich die zahle. Und zwar, ist die CMI-Studie. nehme mich gerade hier, da ist sie nicht ganz drauf auf meinem Spickzettel. Genau. Das fand ich sehr spannend. Allerdings ganz wichtiger Hinweis bei dieser Studie. Die Mehrheit der befragten Unternehmen stammten aus Nordamerika. Das ist ein ganz, ganz, ganz wichtiger Hinweis, denn Nordamerika, USA und Kanada sind uns da Lichtjahre voraus, muss man wirklich sagen. Also Video-Sales zum Beispiel, da war ich total erstaunt. habe ich mal einen Bericht gelesen, wurde schon vor 15 Jahren dort eingesetzt. Nicht flächendeckend, aber da gab es schon Unternehmen, die über Skype Vertrieb gemacht haben. Da war bei uns Skype vor 15 Jahren, 2011 war so eine Spielerei, wo man mal vielleicht reingeguckt hat. Das war damals schon keine absolute Ausnahme, keine Regel, aber es kam schon öfters vor. Ja, also diese Studie, CMI Video Research Studie aus dem Jahr, Gott, jetzt habe ich gar nicht geguckt, ich glaube 2025. Dabei kam raus, dass bei den nordamerikanischen Unternehmen 69 % bereits ihre Videokommunikation intern produzieren, während nur noch 21 % überwiegend ausgelagert haben, von denen nichts gemacht haben, die anderen gar nichts gemacht. Aber 69 % kämpfen auch mit der Produktionszeit, 56 mit der Regelmäßigkeit und 52 % mit ausreichender Menge, sprich, die kommen nicht hinterher. den Bedarf, den sie eigentlich decken müssten.
Florian: Ja, jetzt weiß ich bei Produktionszeit regelmäßigkeiten ausreichenden Mengen nicht, ob das auch die Unternehmen beinhaltet, die selber produzieren oder nicht. Müsste es ja eigentlich bei 69 Prozent. Meiner Erfahrung nach ist das häufig auch ein Thema der Produktionsprozesse. Intern produzieren heißt ja nicht, dass sie ein Studio haben. Kann ja auch sein, dass sie klassisch produzieren mit Aufzeichnung und Schnitt. Aber spannend ist die hohe Zahl, wie viele schon intern umsetzen. Ich weiß nicht, wie es in Deutschland ist. Mir liegen da keine Zahlen vor. Aus meiner Erfahrung würde ich sagen, sind unter 50 Prozent, weit unter 50 Prozent.
Florian: Genau. Die Frage, die ich mir gestellt habe, als ich für den heutigen Podcast recherchiert habe, war, warum setzen Unternehmen nicht und wo sehen sie ihre größten Herausforderungen? Da habe ich bisschen recherchiert, natürlich auch mit KI, mir entsprechende Quellen angeguckt und bin noch zu diesen Studien gekommen. Und ich möchte das nutzen, auch einige von diesen Befürchtungen, auf die ich jetzt eingehe, möchte da Probleme auch bisschen zu entkräften. Das heißt ja nicht, dass es immer zu 100 Prozent so funktionieren würde, aber ein gewisses Muster erkenne ich halt auch aus Gesprächen oder aus der Zusammenarbeit mit Unternehmen. Ja, nämlich bei den meisten Unternehmen... Jetzt muss ich mal gerade gucken. Ich glaube, das war auch diese CMI-Studie. Ich kriege es jetzt gerade nicht mehr zusammen. Schlecht vorbereitet, Herr Gipser. Ich habe mir das mal rausgeschrieben, aber blöderweise darf vergessen, welcher Studie es stammte. Aber das habe ich unter die andere geschrieben. Das wird auch die CMI-Studie sein. Ach, hier sehe ich es ja. November 2023 wurde die veröffentlicht. 31%, 34 % nennen die Videoqualität als höchstes Problem, also dass die Qualität der Videos immer gleich ist. Dann Produktionszeit. Deutlich dominanter mit 69 % und 31 % die fehlende Expertise. Fehlende Expertise im Sinne von learning by doing und gar nicht genau wissen, wie man macht und erfahrungsgemäß. Ich habe ja selber 16 Jahre lang eine Trainingsfirma für Audio- und Videoproduktion.
Florian: Audio, Musik und Videoproduktion gehabt. Viele Menschen, die sich das hobbymäßig, nebenberuflich versucht haben, selber beizubringen. Deshalb habe ich ganz oft mitbekommen, wie wahnsinnig viel Zeit verloren geht, wenn man sich so komplexe Themen selber beibringen möchte. Dann auch noch spannende Zahlen. 67 % gaben an, Video wird immer wichtiger. Nur 7 % gaben an, dass sie glauben, das wirkliche Potenzial von Video zu nutzen. 60%, auch eine starke Zahl, wünschen sich eine bessere Strategie. heißt im Prinzip, betreiben sie viel Blindflug. Gerade wenn es Videodurchsatz und Menge geht. 20 wünschen sich eine bessere Technik. Also an der Technik hakt es nicht, weil Technik ist ja auch nicht mehr teuer. Erstaunlicherweise nennen aber ganz viele Unternehmen, also Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen, mit denen ich spreche, als größter Einstiegshürde die Technik. Sie wissen nicht, was sie kaufen sollen, sie wissen nicht, wie sie es bedienen sollen und sie haben keine Ahnung davon. Das ist sehr, sehr interessant, weil die, die hier befragt wurden, die haben ja schon Video. Technik, die setzen ja schon und nur 20 Prozent sagen, naja, also bei uns liegt es sowohl hinsichtlich Qualität als auch Menge der Produktion an der Technik. Also letztendlich, wenn man sich damit beschäftigt hat, haben sie festgestellt, die Technik ist gar nicht das Problem, sondern ja, wie arbeiten wir, also wie sind unsere Prozesse und wie kriegen wir das möglichst schnell auf die Straße. Ja, zusammenfassend kann man sagen, was ich aus diesen Studien häufig wieder oder Muster, die ich häufig wiedererkannt habe und herausgelesen habe, ist, dass Unternehmen grundsätzlich sich sträuben, Video zu machen, weil sie Angst haben, schlechte Qualität abzuliefern. Das ist ja auch etwas, was ich sehr, sehr häufig erlebe. Auch gerade mit der Performance vor der Kamera. Weil natürlich der Vergleich, den die meisten haben, sind natürlich irgendwelche High-End-Produktionen. Also wenn ich jetzt mich vor die Kamera stelle und sage, boah, also wenn jetzt mein erstes, zweites Video nicht so wird wie von
Florian: das weiß ich, irgendeinem bekannten Moderator oder Schauspieler, dann schicke ich das nicht raus. Das ist natürlich totaler Blödsinn. Das genauso, wenn ich anfange, Gitarre zu spielen und ich gucke mir zum Lernen irgendwie ein Video von Steve Lukather von Toto an, da kann ich mich auch nur erschießen, das macht überhaupt keinen Sinn, das wäre total deprimiert. Also man muss schon realistisch sein und sich selber nicht so unter Druck setzen, zu sagen, okay, ich sehe jetzt vor der Kamera ziemlich blöd aus und affig. Damit muss man erstmal leben und wenn man solche Videos nicht veröffentlichen will, mein Tipp, das der uralte Tipp was Videos betrifft, nimm dein Smartphone, nimm einfach mal 30, 40 Video auf über eine lange Zeit, jeden Tag ein Video. Schmeiß alle Videos bis auf das erste und das letzte Video an und guck dir die beiden an. Ich sage dir zu 100 % wirst du danach motivierter sein, weil du da schon eine Veränderung siehst. Ich habe 2009 meine erste Tutorial DVD veröffentlicht, das war zum Thema Musikproduktion. Mixing Praxis hieß die noch mit einem Kooperationspartner, mit einem Kollegen, mit ich damals Musikproduktion gemacht habe, zusammen. Ich weiß gar nicht, wie viele Monate ich daran produziert habe. Wir saßen im Studio, haben gemeinsam einen Song abgemischt, haben uns dabei mit zwei Kameras gefilmt. Und ich weiß noch, am ersten Tag, ich habe damals schon einen Videoschnitt gemacht, aber halt andere Projekte, der erste Tag, wo ich meine eigenen Aufnahmen gesehen habe, ich hätte, sorry... für die Formulierung, ich hätte am Strahl kotzen können. Ich fand mich so peinlich und eklig und blöd und überhaupt. Ich hab mich wirklich durchgequält durch die, ich weiß gar nicht wie lange, die war fünf Stunden, sechs Stunden lange DVD. Es war für mich unerträglich. Dann hab ich ein Jahr später die nächste DVD gemacht, die hab ich alleine aufgenommen, auch Bildschirmaufzeichnung von der Software und parallel mich dann mit einer Kamera. Da dachte ich mir schon, okay, das ... kann ich halbwegs, also das geht gerade so, kann ich ertragen. Ja, später die dritte DVD. Da war es dann schon, ach okay, eigentlich ganz gut. In dem Jahr noch eine weitere und paar zusätzliche Videos mit jeder Produktion, also nach drei, vier Jahren. Es ist halt so sehr aufwändige Sache gewesen. Ich will dich jetzt nicht demotivieren, es war damals wirklich noch viel, viel aufwändiger, Videoproduktion zu machen. Und ich habe komplette DVDs gemacht. Also sprich, das waren DatendVDs, wo...
Florian: MP4-Videos drauf waren, deshalb auch die Länge. Schon sehr, sehr komplex und aufwendig. Eigentlich völliger Schwachsinn, hätte ich mal lieber nur kurze Videos produziert, aber naja, ich habe ja auch gelernt. Und parallel hatte ich ja noch normalen Job und meine Trainingsfirme. Aber ich habe schon gemerkt, wenn ich mir die ersten Videos angeguckt habe und dann die letzte DVD, die ich gemacht habe, da dachte ich nur, Holla, die Waldfee, Unterschied ist brutal. Dass da jetzt so ein langer zeitlicher Abstand war, lag einfach daran, weil ich es halt... sehr aufwendig und auch teilweise viel zu zu detailreich produziert habe. Also wie gesagt, ich kenne das selber. Heute ist mir das völlig wurscht. Ich bin jetzt seit, was haben wir jetzt, 26. Das sind 17 Jahre und stehe ich jetzt vor der Kamera. Ich finde mich immer noch nicht toll, muss ich ganz ehrlich sagen. Sowohl meine Aussprache als auch meine Stimme, als auch meine Erscheinung im Bild reißt mich jetzt immer noch nicht vom Hocker. Aber ich bin okay damit. Also, ich kriege oft gutes Feedback. Leute mögen, wie ich Podcasts aufnehme, mögen meine Stimme. Und ich mach den ganzen Quatsch ja nicht für mich. Also, irgendwie mich selber zu erhöhen und zu sagen, hey, das ist toll. Also, Quatsch war jetzt nicht despakierlich gemeint. Weil er so flapsig, die ganzen Produktionen, alles mach ich ja nicht für mich. Und solange andere Menschen das Gut finden und ihnen weiterhilft, so what? Von daher macht dich nicht so sehr verrückt, aber es ist bei den meisten Menschen, damit auch bei entscheidenden Unternehmen oder bei den Menschen, es umsetzen sollen, ist halt eine große Angst vor schlechter Qualität, sowohl inhaltlich, in der Form, aber auch was die Umsetzung betrifft. Ja, aber wenn man nicht anfängt, kann man ja nicht lernen, kann man sich nicht verbessern. Weitere Aussage, warum Unternehmen das nicht machen, wir können das nicht. Ja, also ich... Ich weiß gar nicht, wann habe ich Fahrradfahren gelernt oder noch besser, wann habe ich Autofahren gelernt mit 17. Also hätte ich mich jetzt in die Fahrschule gesetzt und gesagt, das macht alles keinen Sinn, weil ich kann das ja nicht. Da hat mein Fahrlehrer mir wahrscheinlich die Ohren lang gezogen und gesagt, du bist du denn für ein Trottel. Natürlich kannste es nicht, du bist ja hier, es zu lernen. Woher soll eine Mitarbeiterin aus dem HR-Team, ein Mitarbeiter aus dem Sales-Team und eine Mitarbeiterin aus dem Marketing-Team plötzlich perfekt Video produzieren können?
Florian: Ist Blödsinn. Wenn das der Vorgesetzte oder die Vorgesetzten fordern, sorry, dann sind es Trottel. Der Mensch muss Dinge lernen, sie zu beherrschen. Also das ist eine diffuse Angst, die ich nachvollziehen kann. Aber es gibt Menschen, können mir zeigen, wie man es macht. Und zwar ohne, dass du eine Ausbildung machst, ohne dass du ein Studium machst. Also das ist auch mein Anspruch. Menschen, die ich betreue, und das habe ich auch in den 16 Jahren mit meiner Trainingsfirma gemacht, die sollen Anwendungen lernen. und die sollen nicht wissen, wie die Geräte funktionieren und so. Es sei denn, sie sind scharf drauf, haben Interesse drauf, kann nicht stundenlang drüber reden, nur es interessiert keine, die Leute wollen Ergebnisse. Also das geht. Nächster Rund, sich Unternehmen sträuben, Video umzusetzen. Keiner will vor die Kamera. Das ist genau dasselbe wie mit, wir können das nicht. Natürlich will erstmal keiner vor die Kamera. Da müssen die Menschen langsam herangeführt werden. Wie ich eben gesagt habe, mit den 30, 40 Videos, erste, letzte angucken, das wegschmeißen. Vielleicht mal zusammen mit den ersten ein, zwei Personen, die sich eventuell vorstellen können, dass sie vielleicht mal bei einem Video vor der Kamera stehen, erste Videoideen ausarbeiten und mit ihnen zusammen, damit man sie motivieren kann, einfach mal einem ruhigen, stillen Kämmerlein ein Video aufnehmen. Am besten zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder egal welche Konstellationen, die sich gut verstehen. zu sagen, hier wir arbeiten jetzt gerade mal Marketing oder HR-Team, eine ganz einfache, ganz rudimentäre Idee für ein zweiminütiges Video. Und ihr zwei, ihr könnt auch miteinander gut, ihr nehmt euch jetzt hier das Smartphone oder vielleicht hat es ja eine Videokamera am Unternehmen und ihr schließt euch jetzt mal im Konferenzraum XYZ ein und ihr nehmt das jetzt mal so, wie wir das jetzt mal grob konzipiert haben, auf, ganz kurz, dass ihr nicht schneiden müsst und macht das mal eine Stunde und guckt mal. dass es vielleicht nochmal wiederholt in ein paar Tagen, bis ihr euch damit wohler fühlt und bloß nicht anderen Leuten zeigen. Also, ist ja gar keine Notwendigkeit. Was ich auch oft erlebt habe, ist dieses, okay, du musst jetzt zack und dann muss das sofort morgen raus. Funktioniert nicht, unter Druck klappt sowas nicht. Ich hab das auch als Dienstleister häufig erlebt.
Florian: Was in der Situation nachvollziehbar ist, da kommt eine externe Agentur ins Unternehmen, nimmt da jetzt ein paar Grußvideos auf, da haben sich die Mitarbeiterinnen und auch vorbereitet, habe ich häufig erlebt, die kamen hin, die waren schon Schwitzen wie Hölle vor Angst und sonst was. Dann haben sie, damit sie halt halbwegs durchkommen, ihren Text auswendig gelernt, standen dann total steif und Hölzern haben wie eine Maschine Text runtergerattert, war natürlich grausam und gruselig. Dann haben sie das Video gesehen, fanden sie es selber zum Kotzenamt nicht freigegeben und dann mussten sie die irgendwie motiviert kriegen. dass sie das vielleicht trotzdem noch mal machen, man sie dadurch coacht, ihnen dadurch hilft, der mit der Produktionstag nicht für die Katz war. Denn ganz klar, bei so einer Situation ist ein enormer Druck, ganz ehrlich, von meiner Seite als Dienstleister betrachtet, ist ja nicht mein Problem, wenn die Leute nicht vor der Kamera wie erwartet performen. Oder wir sind mit unserem Team da, der Tag wird abgerechnet und fertig. Heißt nicht, dass es gut ist, aber das war die Situation damals und ist bei bei vielen solcher Produktionen das Thema. Wenn ich das aber entschärfe und sage, pass mal auf, schafft euch euren eigenen Safe Space, wo ihr das selber ausprobiert, vielleicht auch mal mit einem Moderationsträger oder Kameracoach, der euch da vorher noch paar Tipps gibt, dass ihr da erstmal entspannt herangeht und nicht mit so einer Angst, dann ist der Einstieg Wenn es dann heißt, okay, jetzt machen wir selber Videos, ist natürlich viel einfacher. Und man kann auch öfters mal Fehler machen, wenn man Videos selber produziert. Es kostet kein Geld. Arbeitszeit klar, aber es kostet halt nicht, die Geldchen der Agentur nimmt. Dann ein weiterer Punkt, warum Unternehmen sich sträuben, selber Videos zu machen. Das sind alles Aussagen, die ich im Rahmen meiner Recherche durch verschiedene Studien gefunden habe. Die Technik wirkt kompliziert. Absolut richtig. Die Technik wirkt nicht nur kompliziert, sie ist auch kompliziert. Worüber ich mich schon seit vielen Jahren, naja heute arge ich mich nicht mehr drüber, früher habe mich immer sehr drüber geärgert, war so bisschen der Ausverkauf einer Branche. Was ich damit meine ist, dass in der Audioproduktion, in der Audiotechnik, in der Musik-Instrumental-Industrie, also MI-Industrie,
Florian: Also alle die Unternehmen, die Produktionsmittel, auch Instrumente, hauptsächlich Mischpulte, Mikrofone, alles was dazu gehört, Software herstellen, vor etwas über 20 Jahren eine Bewegung angefangen hat, die dazu gesorgt hat, dass diese ganze Branche sich selber kaputt gemacht hat. Vor allen Dingen auch die professionellen Dienstleister kaputt gemacht hat. Denn es wurde sich immer mehr auf Hobbyisten und Laien konzentriert oder semi-professionelle Kunden, denen man erzählt hat, es ist alles total einfach. Kauf unser Produkt. Drei Knöpfe und wow, du hast den super Sound. meine, heute kommt noch KI dazu, da ist das Ganze noch pervertierter. Ja, und die Leute hatte ich bei mir in einem Workshop sitzen, weil die haben sich dann Technik gekauft und noch mehr Technik, weil es mit der erst nicht funktioniert hat, dann noch mehr Technik und noch mehr Technik. Irgendwann sind sie irgendwie verzweifelt, weil es sollte auch alles ganz einfach sein. Du drückst hier und da und das sah ja auch so einfach aus. Ja, aber gewisses Level von Komplexität hat diese Technik ein, aber immer noch. Da kann man die tollsten Versprechen im Marketing seitens der Hersteller aussprechen. Aber, und das ist der entscheidende Unterschied, auch bei Videotechnik, die Komplexität liegt zu 90 Prozent in der Einrichtung und Konfiguration, nicht in der Bedienung. Also ich habe es schon oft erlebt, dass spätere Kunden von uns anfangs selber, also immer bevor sie uns kannten, mich kannten, selber versucht haben, sich ein Studio einzurichten. Wir dann zusammen kamen, uns kennengelernt haben, ich mir das eingeguckt habe, was sie da machen, die Fehler, die sie gemacht haben. Und es waren durch die Bank die größten Fehler, wo sie auch selber gemerkt haben, irgendwas funktioniert hier nicht, es sieht irgendwie komisch aus, es klingt komisch. Es waren immer die absolut banalsten Fehler. Ich sag mal, wenn man eine Ausbildung oder ein Studium mit Videografie oder Tontechnik macht, so zweites Halb der 1. Klasse, so auf dem Niveau. Also wirklich die Basics. Das meine ich nicht böse, aber das sind... Ganz oft Information gewesen, auf die Lösung kommt man nicht von selber, das erschließt sich nicht von selber, da braucht man echtes Fachwissen. Aber es betraf immer, wie richte ich das Ganze richtig ein, wie baue ich das richtig auf, welche Komponenten brauche ich, wie richte ich das Studio hinsichtlich Akustik und Optik ein und so weiter und so fort. Dass ich am Ende den Schritt, ich drücke auf den Aufnahmeknopf, schalte die Kameras
Florian: und so weiter und so fort, dass ich das durchführen kann. Weil das konnten sie alle. Sie wussten, wie sie aufnehmen, sie wussten, wie sie die Kameras umschalten, wie sie das fertige Video rausnehmen, noch Anfang und Ende schönstehen, das wussten sie. Also die Produktion selber, mal abgesehen davon, dass sie viel aufwendige Schritte drin hatten, also nicht besonders effizient produziert haben, aber produzieren konnten sie. Nur die Einrichtung der ganzen Technik, da sind sie... Das ist irgendwie ans Laufen gekriegt, haben sie das, aber da sind sie letztendlich daran gescheitert und der Frust darüber, dass auch nicht immer alles so funktioniert hat, sie wollten, hat dann dazu geführt zu sagen, er ist unser Profi. Insofern, ja, kann ich es nachvollziehen, es stimmt, die Technik wirkt kompliziert und sie ist auch kompliziert. Und deshalb, ich bin ja gerne etwas harsh in meinen Aussagen, kann ich nur sagen, die dämlichste Idee ist, als Unternehmen, was sagt, okay, wir möchten jetzt in das Thema Video investieren. möchten uns ein Studio einrichten. Das Dämlichste, was du machen kannst, ist zu sagen, IT, kauf mal ein bisschen Technik an. Ihr werdet scheitern. Also es wird klappen, es wird nett sein, aber mittelfristig werdet ihr scheitern an den banalen kleinen Problemen, auftauchen, weil einfach da das Fachwissen fehlt in der Einrichtung, Konfiguration, sodass da auch irgendwie der Spaß und die Motivation sehr schnell verloren geht. Deshalb, das stimmt schon, aber das ist unwissbares Problem. Man muss nur einfach bedenken, wie bei allen anderen Themen auch, es gibt Fachleute, die das wirklich können. Heißt nicht, dass die alles umsetzen müssen, aber die zumindest dabei helfen können, das einmal vernünftig einzurichten. Dann fand ich total spannend die Aussage, aber auch aus einer der Studien, Studien, warum Unternehmen sich sträuben, selber Video zu machen. Fehler könnten sichtbar werden. Naja, hoffentlich. Hoffentlich werden Fehler sichtbar. Ich meine jetzt nicht, dass ein Unternehmen sich blamiert, sondern ich meine, dass zum Beispiel ein Video halt nicht alles wie auswendig gelernt und perfekt gesprochen klingt, sondern jemand vielleicht auch mal einen kleinen Versprecher drin hat. Das Ganze auf einmal auch menschlich wirkt und nicht wie ein Roboter. Weil das macht ja Videos gerade erst interessant, dass es nicht zu perfekt ist. Wenn es natürlich gemeint ist, Fehler könnten sichtbar werden, weil man es nicht vernünftig produziert hat, na ja, aber überlegt doch mal für was für ein Einsatzgebiet. Das ist doch nicht Hochglanz. Ihr sollt doch keine Werbevideos machen. Es geht vielleicht
Florian: Eine Grußbotschaft. Na ja, vielleicht haut dann mittendrin einmal jemand aufs Mikrofon und man hat es nicht gehört und ist drauf, ey, das ist ein Gebrauchsvideo. Das wird vielleicht zwei Wochen genutzt und dann weggeschmissen. Also, man macht sich häufig, das ist mir selber auch aufgefallen in der Produktion, Gedanken Dinge, die kein Schwein sieht oder die den Leuten egal sind. Und selbst die Dinge, die man selber als ganz schlimm findet und man weiß dann jemand anderen darauf hin, Es ist jedes Mal die Rückmeldung, ach, da war was, fand ich jetzt aber nicht schlimm. darf man nicht überbewerten, beziehungsweise auch das wie das Thema Perfektion, ey, es ist dann richtig gut, wenn es nicht perfekt ist. Es soll nicht peinlich und albern sein, aber bitte auch nicht perfekt, weil das wirkt irgendwann auch albern und peinlich. Ein weiterer Grund hatte ich auch schon, mehrfach hatte ich eben auch schon angeschnitten, die Freigaben bei externen Dienstleistern dauern ewig. Jo. solltet ihr es auch nicht mit externen Dienstleistern Dann spannend, Datenschutz macht unsicher, kommt immer darauf an, wofür man produziert und wie man produziert. Eigentlich ist es kein großes Thema, man darf halt nicht blauäugig irgendwelche KI-basierten Schnittsystemen und so was benutzen. Hatt ich übrigens witzigerweise letztens bei dem Kickoff Workshop mit dem Energieanbieter hier, Energieversorger, hatte ich auch, da ging es darum, dass sie aus ihren für ein neues Format, das ist ein Videopodcast oder Videocast, der nach draußen geht, intern haben sie schon einen, dass sie da gerne kleine Hochkant, 9 zu 16 Snippets für schneiden würden aus den vorhandenen 6 zu 9 Videos. Und deshalb überlegt haben, dass wir das System so aufbauen, dass trotz Videopult alle Kameras als separate Videospuren noch aufgenommen werden. Das ist sogenanntes ISO-Recording, also Isolated Recording. damit Sie daraus dann die 19, 16 Clips schneiden können. könnt ihr gerne machen, ich halte es für klare Worte, ziemlich einen Blödsinn, weil es euch wahnsinnig viel Zeit kostet. Ja, wie macht man es denn sonst? Dann sage ich, na, ihr nehmt einfach das fertige 16, 9 Video, bucht euch Opus Clip, das ist eine KI-basierte Plattform, die aus einem 16, 9 Video Videos in 1 zu 1 oder auch
Florian: weiterhin 16 zu 9 oder auch 9 zu 16 schneidet und automatisch, man kann sagen, okay, die Clips, die es erzeugt, sollen zwischen 30 und 90 oder zwischen 90 und 120 Sekunden lang sein und wie auch immer, kann man verschiedene Legen einstellen. Das transkribiert das Video erstmal, sucht sich, KI-basiert anhand der Transkription, spannende Stellen raus, schneidet die, setzt einen Untertitel drunter, also eine Caption, die man auch vorher designen kann, als Vorlage speichern kann, setzt automatisch ein Anfang und Ende davor, wenn man möchte. und setzt automatisch oben das Firmenlogo rein, das Sendelogo. Das muss man einmal definieren in der Markenvorlage und dann macht das Ding alles von selber. Man lädt das Video hoch, wartet 10 Minuten, fertig. kann man sich die einzelnen Clips angucken und kann die nachbearbeiten. Und wenn ich ein Querformat-Video 16 zu 9 habe, wo zwei Personen gegenüber sitzen und im Videocast miteinander sprechen, dann erkennt Opus Clip das, schneidet die Videos in der Mitte durch und setzt die Köpfe übereinander zu einem 9 zu 16 Video. Da war der... Kollege aus dem Marketing ziemlich baff, weil das ist das, am meisten Zeit kostet. Aber natürlich kam dann sofort der Einwand, ja, aber das ist doch bestimmt ein System, was aus Amerika ist, auf dem amerikanischen Server läuft, da kriegen wir Probleme mit unserem Datenschutzbeauftragten. Völlig gerechtfertigt in großen Unternehmen und Konzernen, definitiv eine Frage. Aber es handelt sich ein externes Format. Das heißt, die wollen jetzt auf allen Plattformen veröffentlichen. Ja, haben sie gesagt, wollen sie. Das heißt, das geht auch auf Spotify. Ja klar, auf YouTube. Apple Podcasts. Ja, alle Formate. Deezer und so weiter und so fort. Na ja, wo sitzen die Server von denen? Es gibt bestimmt, ich weiß es nicht im Detail, irgendwelche Mirror-Server von Apple Podcasts und Spotify in Europa. Aber wenn sich das jemand einmal in USA angucken will, dann wird es wahrscheinlich schon über amerikanische Server laufen, wo Datenschutz nicht so groß geschrieben wird. Im Detail weiß ich nicht, aber hey, stopp. Das Video geht raus. Das Video ist öffentlich. Datenschutz, scheißegal, macht euch ja nicht unnötig Gedanken. Klar, ich kann jetzt nicht für Datenschutzbeauftragte sprechen, aber das ist einfach ein Beispiel. Sie wollten es nochmal extra abklären lassen, das ist ein Beispiel dafür, dass man erstmal überlegen sollte, ok, wofür brauchen wir die Inhalte, bevor wir uns jetzt den Kopf machen über Datenschutz. Und nur weil ich jetzt mit modernen Tools produziere, heißt es noch lange nicht, dass ich einen Datenschutz in irgendeiner Form da verletze.
Florian: Und was jetzt Datenschutz hinsichtlich der Person, die im Video sind, betrifft und so weiter und so fort, da macht man einfach vorher eine Vereinbarung, wo drin steht, okay, ich bin damit einverstanden, dass mein Video für das und das genutzt wird. Wenn die Leute es nicht unterschreiben wollen, dann produziert man denen kein Video. Also es ist ja nicht schlimm. Die Dinge kann man ja klären, aber das als Hürde zu nehmen, gar nicht erst anzufangen. Ja. Ja, und last but not least, und das ist mein Lieblingspunkt. Klingt jetzt böse, aber Das ist das Argument, ich am schnellsten aushebeln kann. Nicht mit Worten, sondern eher, wenn ich es zeige. Das ist der Einwand oder die Angst. Wir machen kein Video, weil uns fehlt der Prozess komplett. Wir haben keine Ahnung, wo wir anfangen sollen, wie wir es umsetzen usw. so fort. Und bevor wir es falsch machen, machen wir es erst gar nicht. Weil das ist garantiert kompliziert und aufwendig und sonst was. Weil wir haben es ja mitbekommen bei den Agenturen. Boah, das war immer so ein Riesending. Boah, das schaffen wir nicht. Kann ich absolut verstehen. Ganz ehrlich. Vor acht Jahren dachte ich das gleiche über Podcasts Und seit viereinhalb Jahren habe ich einen eigenen Podcast. Vor acht Jahren habe ich anderen Leuten bei ihrem Podcast geholfen. von der tontechnischen Seite, was die Strukturen und Aufbau und Vertrieben so betrifft, keine Ahnung. Und ich dachte auch immer, so ein Riesending und wie ich da einmal anfange, ich werde nie fertig. Ich kenne den Prozess nicht. Also fange ich gar nicht erst an. Und habe mich da zwei Jahre lang gesträubt. Mein damaliger Mitarbeiter Jan hat mir in den Hintern getragen und mach, mach, mach, Weil er im Studium ganz viel mit Podcasts tun hatte und sagte, das ist ein super Format und es ist gar nicht so schwer. Jetzt im Nachhinein denke ich mir auch, wie bescheuert bin ich. Die Prozesse konnte ich mir zum Teil im Internet zusammensuchen. Ganz viel habe ich natürlich auch durch Learning by Doing gelernt. Aber es gibt auch Leute, die so was unterstützen, die man als Coaches dafür buchen kann. Und gerade beim Thema ... Videoproduktion im Alltag, das ist mein absolutes Steckenpferd, die Prozessoptimierung. Wie komme ich möglichst schnell zum Ergebnis? Und da kann ich immer wieder nur sagen, der schnellste Schritt, wenn man sich entscheidet, man will es intern machen, ist ein eigenes Studio. Egal wie groß, es kann ja auch ein kleines Selbstfahrerstudio in einem 15 Quadratmeter Raum sein. Es muss ja nicht immer die große Hafenrundfahrt sein. Aber ein festes Setup, wo man den Strom anschaltet, Licht geht an, Kameras geht an, man fährt den PC hoch.
Florian: drückt darauf Aufnahme und man kann loslegen. Und wenn dann der Prozess, der da in der Vorbereitung einmal definiert wird und in der Distribution danach einmal definiert wird, wenn man den einmal fest effizient definiert und dann durchspielt, dann ist das kein Hexenwerk. Dann kann das jeder nach einer halbstündigen Einweisung. Also letzten Endes bei all diesen Themen, es sei ein Unternehmen sagt, wir haben kein Geld, das ist was anderes, aber auch das deckt sich mit meiner Erfahrung, denn diese Aussagen stammen aus den Studien. Die Hürden sitzen immer oder fast immer irgendwo im Kopf. Und das ist ja auch das, was ich erlebe. Wenn wir den ersten Kontakt mit Unternehmen haben, mein, Studium, Call, im Erstgespräch mal vorführe, dann sind die Augen schon groß, weil die meistens sowas noch gar nicht gesehen haben. Dass Videoproduktion so einfach geht. Und dann beim Kickoff Workshop haben wir unser kleines Video-Set mit einem kleinen Pult und zwei Kameras mobil. Wenn wir denen das vor Ort zeigen und sagen, ist der Zeitpunkt, wo jeder von uns sich mal hinsetzt und selber die Knöpfe drückt, das reicht zehn Minuten. Einfach, man nachvollzieht und versteht, ey, ich mach ja gerade Videoproduktion. Und ich könnte das sofort aufnehmen und das ist ja total einfach. Dann macht es Klick im Kopf und wird klar. Die Hürde war nur in meinem Kopf die ganze Zeit. Wenn mir einer die Produktionsmittel hinstellt, dann geht das. Ist ja genauso, wenn man sagt, man kann nicht kochen und man kauft sich ein Fertiggericht, was man aufwärmt, und eine Typensuppe. Klammer auf, ich gebe jetzt keine Ernährungstipps. Ist natürlich klar, dass das alles andere als gesunde Ernährung Aber es ist einfach. Darum geht es ja. Es ist einfach. Ja, Mensch, jetzt sind schon bei 1,5 Minuten, langsam reicht's. War eine lange, lange Solofolge. Ja, ich kann nur sagen, seid mutig. Der erste Schritt ist einfach machbar. Jeder hat die Produktionsmittel dafür schon zu Hause, nämlich das Smartphone. Probiert euch aus, seid kreativ. Schaut vielleicht, bevor ihr über Budget und Investitionen nachdenkt, erst mal
Florian: Was haben wir für Kommunikationsprozesse im Unternehmen, wo wir jedes Mal ran müssen? Ich sag mal als Beispiel einfach, beim Onboarding Zuständigkeiten erklären. Natürlich kann man das als PDF rausgeben. Bist du dir sicher, dass das neuen Mitarbeiter und Mitarbeiter alles durchlesen? Also keiner hat Bock sich ein zehnseitiges oder selbst ein dreiseitiges PDF durchzulesen, zu erfahren, wer für was zuständig ist. ist doch viel cooler da ein kurzes Video, Reiche und Handy-Video. Das ist die Petra, ist zuständig für die Gehaltsabbrechung. Das ist der Uwe, der macht bei uns den Einkauf. Das ist dein direkter Vorgesetzer, so und so. Und die sagen mal eine kurze Begrüßung, hallo, so und so, ich bin der und der und so weiter und so fort. Und das schickt man raus. Das hat natürlich auch viel Wertschätzen, als wenn einfach das Ganze im Vorfeld schriftlich verschriftlich und als PDF rausgeschickt. Und so gibt es halt ein Beispiel, gerade im vertrieblichen Kontext gibt es auch ganz viele Sachen. Zum Beispiel statt jetzt fünfmal die große Hafenrundfahrt zu machen und fünf Videocalls, entstehende Fragen vom immer größer werdenden Buying Center, was ich auch regelmäßig höre, am Anfang hieß es, wir sind nur zu dritten, am Ende sind es noch zehn Leute, entscheiden wollen, dürfen und müssen. Nur den ersten drei. hat man alles erklärt, dann das Angebot gemacht, rausgeschickt und plötzlich kommen sie weiter hinzu, die dann noch mal Fragen haben und machen noch ein Video-Call Nummer eins, noch ein Video-Call Nummer zwei, noch ein Video-Call Nummer drei. Hatte ich in einem der letzten Podcasts auch erklärt oder erzählt, ein Unternehmen-Kunden von uns, sagte mir eine Vertriebsteam-Leiterin. Im Schnitt hat sie fünf erneute Schleifen mit neu auftauchenden Fragen von teilweise neu auftauchenden Mitgliedern des Buying-Centers. Wenn du das aber einmal, das Angebot einmal inklusive der Idee, Konzept usw. als Video aufnimmst, 10, 15 Minuten, Maximum. Und das rausschickt, dann kann sich das jeder angucken, auch jeder, neu hinzuguckt. Das sind mal Beispiele. Beleg dir mal einfach für den Start, bei euch im Unternehmen, bei dir im Unternehmen, wo haben wir so Prozesse, die richtig nervig sind, weil es jedes Mal Zeit kostet, eine Kommunikation wieder aufzumachen, das gleich hier mal wieder zu erzählen, oder plötzlich neue...
Florian: Menschen auftauchen, das gleiche erfahren wollen, was ich vor jemand anderem schon erzählt habe. Dafür ist Video perfekt. Und der Einstieg ist ganz einfach. Smartphone nehmen oder wenn es auf dem Rechner ist mit Thema Angebotserklärung, reicht auch erstmal für einen Anfang die eigene Webcam, man hat und ein Headset. Also lieber wirklich so low quality mäßig machen, als gar nicht machen, weil die allermeisten machen es gar nicht. In diesem Sinne, vielen Dank fürs Zuhören. Schön, dass du dabei warst. Ich hoffe mal, du bist jede Woche dabei. Ich freue mich wie immer über Feedback an podcastetcorporate-studio.de, genauso wie Inspirationen, neue Themen, neue Gäste. Und natürlich auch über Bewertungen bei Spotify oder Apple Podcast. Gerne eine 5-Sterne-Bewertung. Und wenn dir die Folge gefallen hat, nur sagst, Mensch, da waren so ein paar Nuggets drin. Die haben jetzt echt neue Inspirationen gegeben, weitergebracht. Und du hast eine Idee, für wen das auch spannend sein könnte. Leite die Folge. Schickt den Link gerne weiter, dass auch andere was davon haben. Denn mein Ziel ist ja mit dem Podcast, andere Menschen zu inspirieren und zu motivieren und ihnen weiter zu helfen. diesem Sinne, bis zum nächsten Mal. Tschüss.