Dein Podcast über Videokommunikation 4.0
Igor Lang: Browser hier oder den Tab offen lassen einen davon. Auch nach der Aufnahme glaube ich.
Florian Gypser: Äh... Ja, aber wenn du schnell das Internet hast, wovon ich ausgehe, äh, dann lädt er das parallel schon hoch. Da musst du dir keine Gedanken machen, das sehen wir danach.
Florian Gypser: Gut, dann können wir loslegen. Igor Lang. nee, das hab ich vergessen, sorry. ist, äh, das hab ich gepennt. Ich muss natürlich meinen Telepromptor noch packen. Und sieht das blöde aus.
Florian Gypser: Das kommt davon, wenn zu viel quatscht und sich vergisst, davor zu bereiten. dann fangen wir an. Igor Lang ist Geschäftsführer und Gesellschafter von Evergreen Energiesysteme und ein Unternehmer, der Video konsequent als Wachstumstreiber nutzt. Während viele Handwerksbetriebe beim Thema Sichtbarkeit noch zögern, steht er selbst vor der Kamera, produziert Erklärvideos für Kunden und setzt Bewegbild gezielt im Recruiting ein. Fachmedien greifen seinen Ansatz bereits als Best Case auf. Durch klare Antworten auf typische Kundenfragen schafft er Vertrauen, verbessert seine Aufwendbarkeit bei Google und gewinnt qualifizierte Anfragen. Genau deshalb war auch ein Interview mit ihm ein Hörerwunsch einer meiner Podcast-Hörer. Und wir sprechen heute darüber, wie strategisches Video-Marketing im Handwerk funktioniert und welchen messbaren Effekt es auf Reichweite, Anfragen und Markenaufbau hat. Grüß dich, Igor. Schön, dass du heute bei mir im Podcast bist.
Igor Lang: Hallo Florian, vielen Dank für die Einladung.
Florian Gypser: Ja, ich hab so eine Tradition in meinem Podcast. Diejenigen, die in meinem Podcast gehört haben, wissen das schon. Ich stelle drei Fragen, die nichts mit dem zu tun haben, die eher zur Gesprächseinführung und auch die persönliche Seite meiner Gesprächspartner zu zeigen, sind. Frage Nummer eins. Ähm, stell dir mal vor, ähm, ausgehend vom heutigen Zeitpunkt eines Tages, ja, sind wir ja am Ende unseres Lebens, und du würdest kurz vorher zurückblicken. Welche eine Sache oder Fähigkeit gibt es, wo du sagst, das würde ich gerne noch können bis zum Ende meines Lebens, das ist mir extrem wichtig.
Igor Lang: Ich würde sagen, Geduld.
Florian Gypser: Mhm.
Igor Lang: Das ist eine Schwäche, die ich habe. Ist vielleicht auch manchmal zu verwechseln mit Ehrgeiz an manchen Stellen, aber ich muss geduldiger werden auf jeden Fall. Das ist eine Fähigkeit, die ich auf jeden Fall noch bis zum Ende des Lebens verbessern muss.
Florian Gypser: Ja, müssen nicht, also möchtest, müssen tun wir ja zum Glück nur relativ.
Igor Lang: Genau, ich es möchte, genau, auch möchte er.
Florian Gypser: Ja, sehr schön. Hör ich öfters. Also manchmal sind es Sprachen, manchmal sind es irgendwie Sportlichen Fähigkeiten oder Musikinstrumenten. Aber Geduld ist witzigerweise relativ häufig und kann ich gut nachvollziehen. Definitiv. Dann Frage Nummer zwei. Wobei, wenn ich mir anschaue, wo du da sitzt, kann ich mir vorstellen, dass du da schon relativ nah dran bist und zumindest, weil du auch selbstständig Unternehmen bist, tätig bist auch grundsätzlich. Wie würdest du Wenn Geld keine Rolle spielen würde, wie würdest du deinen Arbeitsplatz gestalten? Sowohl inhaltlich als auch der Ort, dem du arbeitest. Also, sag mal, Beispiel, kommt eine gute Fee oder so, nur rein hypothetisch. Im Rahmen der realistischen Möglichkeiten natürlich. Also realistisch, was auf dieser Welt möglich ist. Gibt es da irgendwas, wo du sagst, ich würde am liebsten mein Unternehmen jetzt da und da sitzen haben? Oder was hast du dann noch an Träumen und Zielen?
Igor Lang: Ich würde sagen, dass ja diese geografische Unabhängigkeit ist interessant. Also einfach da zu sein, wo man möchte und auch zu reisen. finde Reisen ist einfach geil und ist auch so ein Ziel, dass man super viele Länder und Orte dieser Welt bereist. Und deswegen ist der Arbeitsplatz an sich ja nicht ganz so, ich würde sagen nicht nicht fest, sondern einfach eher dieser.
Florian Gypser: Hm?
Igor Lang: Unabhängigkeit, geografische Freiheit, da zu sein, wo man möchte und trotzdem arbeiten zu können. Arbeiten macht mir Spaß, es fühlt sich nicht wie Arbeiten an. Es kommt natürlich immer drauf an, was es ist, was für ein Thema es sich handelt. Theoretisch, wir machen ja Energiesysteme. Mich erfüllt aber jetzt nicht unbedingt dieses Thema. Ich find's halt sehr spannend, das ist natürlich schon so. Aber mich erfüllt eher der Ja, die Position als Geschäftsführer, Entscheidungen zu treffen, es aufzubauen, ist ein bisschen so auch wie ein Spiel. Ich vergleiche das immer damit, weil, keine Ahnung, jetzt beispielsweise, wir haben mit Photovoltaik angefangen und haben dann irgendwann das SHK-Gewerk mit reingenommen. Und dann hat man auf einmal so diese Wärmepumpen freigeschaltet. Und dann ging es halt weiter mit Klimaanlagen und anderen Sachen. Das ist halt irgendwie cool.
Florian Gypser: Mhm.
Igor Lang: Und es macht mir halt Spaß auch in Bezug auf Marketing. stehe irgendwie auch gerne vor der Kamera. Die Leute, mich kennen, die wissen das auch. Sonst hätte ich auch nicht so einen großen YouTube-Kanal. Oder das heißt groß in Anführungsstrichen. Wir haben 400 Abonnenten, jawoll. Aber genau, für einen Handwerksbetrieb ist das groß. Das muss man halt sagen. ja, deswegen. Also das Thema Marketing, Vertrieb, das macht mir Spaß. Und wenn das dann noch in Verbindung mit ... ja.
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: geografische Unabhängigkeit möglich ist, das wäre so ein Traum.
Florian Gypser: Sehr schön. Gibt ja auch kein richtig und falsch, aber ich bin da absolut bei dir. Ich stehe relativ kurz davor, in die Richtung zu gehen. Also jetzt nicht, dass ich völlig frei sein kann, ich muss nicht immer vor Ort sein. Unsere Kinder sind erwachsen, deshalb ist auch die Abhängigkeit langsam vorbei. Und von daher fühle ich absolut mit dir. Das ist auch etwas, was ich genauso sehe. Hast du da einen bestimmten Ort, du sagst, das wäre das Erste, wo ich jetzt irgendwie ...
Igor Lang: Cool.
Florian Gypser: hinreisen möchte und davon da aus arbeiten möchte.
Igor Lang: Ich glaube, ich würde sowieso nicht lange an einer Stelle bleiben. Zumindest erst mal nicht, bis ich alles mal gesehen habe. Südamerika würde ich gerne mal besuchen. Nordamerika war ich auch noch nicht. Ansonsten Asien noch weitere Länder. Wir sind ja auch letztes Jahr viel rumgekommen. Auch durch die Arbeit. Aber ja, irgendwo wo es warm ist auf jeden Fall und das Wasser in der Nähe, das ist schon so. Wobei wenn man das dann lange hat, dann vermisst man wahrscheinlich auch irgendwie die Berge und Wälder oder so. Das ist immer das, was man nicht hat irgendwie.
Florian Gypser: Ja, das ist es. Ich habe mit jemandem gesprochen, nach Südostasien ausgewandert ist über verschiedene Länder. meinte er, nach ein paar Monaten hörst du auf, Strand zu gehen regelmäßig. Also machst du es schon noch, aber nicht wie man sich das vorstellt, weil es nichts Besonderes mehr ist. Wobei spannend fand ich, mit jemandem Kontakt, der ist nach Zypern ausgewandert, aber nicht das Klassische, was viele machen. sind ja viele Trainer und Coaches, nach Zypern ausgewandert. Er macht Beratung in der Industrie. Beratungskonzepte. der hat sich wirklich seinen Tagesablauf bewusst so geplant, dass er nach Mittagsschlaf immer Zeit eingeplant hat, um ins Dorf zu fahren und mit den Leuten im Dorf ein Käffchen und ein Weinchen zu trinken. Also der ist da so, sag ich mal, dem Lebens- in dem Tagesablauf der Einheimischen mittlerweile integriert. Und der gehört auch so, ich glaube, zwei oder drei Mal die Woche an den Strand zu fahren, um das halt noch bewusst zu machen. Weil er sagt, ansonsten wird es halt flöten gehen, wenn es nicht fest einplant.
Igor Lang: Ja, hört sich cool an,
Florian Gypser: bis im Alltag so der Fall ist. Fand ich auch sehr spannend, definitiv. Last but not least, welcher bekannten Persönlichkeit wärst du gerne begegnen oder welcher Persönlichkeit würdest du gerne begegnen und worüber hättet ihr gesprochen oder worüber würdet ihr sprechen?
Igor Lang: Das ist auch schwierig. Ich find Elon Musk krass. Ich glaube, ich würd mich gern mal mit dem unterhalten. Weil er einfach riesengroß visionär ist. Also er macht halt ... krasse Projekte an das, was er umsetzt. Und er hat halt dieses Bild ... wo andere nicht mal sich trauen, darüber nachzudenken oder so. Das spricht er aus und sieht das halt.
Florian Gypser: Hm?
Igor Lang: Ich bewundere das halt, weil das ist halt, also jeder in seiner Dimension und in seiner Größe, aber er macht es halt wirklich sehr groß und das ist cool.
Florian Gypser: Es ist natürlich kontrovers. Ich sehe es ähnlich wie du. finde, man sollte sich eher auf den Mut und die Errungenschaften, die jemand vollbracht hat, konzentrieren, als auf Kritik. Nun ist es ja in Deutschland leider eine gewisse Tradition, Menschen erst mal nur zu kritisieren. Und dann irgendwann auch zu politisieren. Meine Erfahrung in vielen Diskussionen, die ich aber zum Glück seit einigen Jahren nicht mehr halte, auch etwas zum Thema ...
Igor Lang: Naja.
Florian Gypser: Geduld durchs Altern, in Anführungsstrichen, und auch keine sinnlosen Debatten mehr führen. was ich oft mitbekommen hab, die Leute, die ihn auch schon vor Jahren stark kritisiert haben, waren alles Menschen, die sich in ihrem eigenen Leben nicht getraut haben, große Risiken einzugehen. Denn als Visionär finde ich, musst du sehr oft sehr große Risiken eingehen. Stellt sich natürlich auch in der Öffentlichkeit. Und da ist es leicht gesagt zu sagen, der Maske ist ein Idiot, oder der und der ist blöd, weil er da und eine unpopuläre Entscheidung getroffen hat.
Igor Lang: Und dann wird's enden. Ja.
Igor Lang: Ja.
Florian Gypser: Aber mach's mal selber.
Igor Lang: Auf jeden Fall. Es ist ja auch die Art und Weise dieses große Denken und unabhängig davon in welche Richtung. Man muss sich auch mutig sein, eigentlich so richtig, was du gerade sagst. Dass man überhaupt so groß denkt und dann einfach sagt, let's do it, unabhängig davon, was andere sagen und ob es vielleicht scheitern könnte. Er hat es ja einfach gemacht und er ist sehr weit gekommen, muss man sagen.
Florian Gypser: Mmh.
Florian Gypser: Gescheitert ist er auch oft genug. weiß jetzt nicht im Detail wie oft, aber das ist auch ein bisschen was. Ich bin jetzt nicht der große Amerika-Fan und auch nicht der große Fan aller amerikanischen Business-Methoden. Aber was ich halt immer wieder mitbekommen habe durch die verschiedenen Geschäftsbereiche, die ich gegangen bin im Laufe meines Lebens, ist, Scheitern ist halt in den USA, im unternehmerischen Umfeld etwas, was eingeplant wird und was einfach dazu gehört. Währenddessen in Deutschland
Igor Lang: Ja, aber das gehört halt dazu.
Florian Gypser: möchte man tendenziell eher die Sicherheit haben, dass man nicht scheitert.
Igor Lang: Ja, so Fehler machen, das wird einem irgendwie schon von Anfang an. Darf man nicht, ist nicht gut, aber gehört halt voll dazu und muss man machen, damit man dann ja auch daraus lernt. Also es hat auch was Positives, das muss man halt irgendwie verstehen. Ja, ansonsten auch so Sam Altman oder so, also die Elon Musk ist ja auch im KI-Thema voll mit drin, also das auch sehr spannend. Ich würde gerne wissen, was diese großen, ja, KI-Firmen so alles im Hintergrund machen und wissen, was wir noch gar nicht wissen. Also die wissen ja viel, viel mehr als bei uns ankommt. Ich finde das krass, was mittlerweile geht in dieser Branche beim Thema KI. Und ich glaube, dass das irgendwie auch wahrscheinlich sogar gruselig ist, was da noch kommt und was da auf uns zukommt wird. Aber wir das noch gar nicht wissen und die halt schon und vielleicht sich auch schon Gedanken machen, wie sie dann, ja sich davor schützen oder ich weiß auch nicht, also je nachdem, in Richtung das geht. Das ein sehr spannendes Thema. Also KI ist wirklich interessant.
Florian Gypser: Mhm.
Florian Gypser: Absolut. erinnere mich vor, gut ist jetzt auch schon, ich glaube, zwei Jahre, 23. Ne, vier Jahre, drei Jahre. Ich glaube, 23 war ich auf einer Veranstaltung. Ne, 24 war es auf einer Veranstaltung. Da hat der Stefan Heinrich, der kommt eigentlich aus der IT, also war Programmierer, hat früher bei, ich glaube, Microsoft Deutschland das deutsche Marketing. in den 90ern, später auch irgendwie hier mit Next, die Firma von Steve Jobs, seinen Apple-Auftritten war er auch, glaube ich, Vertrieb. Also ein alter IT-Hasen, der hatte bei einer Veranstaltung damals schon gesagt, aktuelle Situation in Deutschland ist, dass ich meine, über 90 Prozent der Menschen Deutschland sich damals, im April, mit KI noch fast gar nicht, also eigentlich gar nicht beschäftigt haben. Und für den restlichen zehn Prozent gibt es halt so acht, neun Prozent, die sich damit beschäftigen. Und dann die restlichen sind ... Power-User, die schon richtig im Thema drin sind, wo er sich auch zugeschätzt hat, weil er seit 30, 40 Jahren im IT-Programmierungsbereich unterwegs ist. Und er sagte, wir schnallen noch nicht ansatzweise, wir als Profis schnallen noch gar nicht im Ansatz, was passiert, weil wir haben immer einen relativ linearen Wachstumscharakter bei der KI gesehen. Aber spätestens seit Chatch GPT ist das Ganze explodiert.
Igor Lang: Mhm.
Igor Lang: Naja, ist so bisschen ... Also, wenn man das jetzt nicht mitmacht und sich damit nicht beschäftigt, als ob man das Internet verpasst hätte oder irgendwie so, vergleich ich jetzt mal, ich sehe das halt bei der Generation so, ja, unsere Eltern jetzt, bin Jahrgang 91, so, die beschäftigen sich da nicht mit. Die haben da, glaub ich, auch keine Lust drauf oder haben vielleicht auch Angst davor. Was ja auch nicht schlimm ist und auch nicht jeder, aber ... Man merkt schon ... Die Jüngeren wachsen ja damit auf. Das ist dann wieder was anderes. Wir haben uns damals auch noch getroffen. Zu einer Uhrzeit verabredet, ohne Telefone. Am nächsten Tag gleich die Uhrzeit. Dann war man da. Na ja. Hat auch gut funktioniert. Vielleicht sogar besser.
Florian Gypser: Jaja
Florian Gypser: ging auch. Man war es halt gewohnt.
Florian Gypser: Ja, das stimmt auch. ich in meine Kinder gucke, mein näst jüngerer Bruder ist auch Baujahr 91. Mein kleinster Bruder ist ... Gott, der ist zwei Jahre jünger. Elter ist meine Tochter, der ist jetzt 25, also Baujahr 2001. Und wenn ich meine Kinder angucke, meine Tochter wird 24. Also bis die sich mal gefunden haben beim Termin, da werden 12 Milliarden Nachrichten geschickt gefühlt. Und hin und her. Aber dafür sind sie halt ...
Igor Lang: Ja, das Wort. Ich sag, das Wort hat irgendwie auch nicht mehr so viel Gewicht, wie es mal hatte, wahrscheinlich. Also früher haben sich die Leute, musst du mir denken, sich mal hingesetzt und haben so einen Brief geschrieben. Und die haben sich ja richtig Gedanken gemacht, was schreib ich jetzt da rein? Weil der dauert ja irgendwie eine Woche, bis der irgendwo ankommt oder so. Und man hat halt, ja, sich dann wirklich überlegt, was will ich denn eigentlich sagen? Und ... na ja, wenn du heute irgendwie bei WhatsApp kriegst du einfach eine Absage oder gar keine Antwort. Weil es halt so einfach ist. Ich weiß nicht, es ist irgendwie ... hat irgendwie was Negatives, Dieses, dass man überall schnell ... Es hat immer zwei Seiten, alles hat ja immer zwei Seiten, aber ... ja, man merkt das halt so. Vielleicht kommen wir da gleich noch so mit dem Thema Recruiting, wenn wir da mal drüber sprechen, da kann ich auch was zu erzählen. In dem ... was dazu passt.
Florian Gypser: unverbindlicher.
Florian Gypser: Mhm. Gerne.
Florian Gypser: Aber wir hatten ja eben schon bei Elon Musk das Thema Mut und es gehört natürlich jede Menge Mut dazu, sich vor die Kamera zu stellen. Insbesondere wenn es nicht das Hauptgeschäft ist. Wie weit ist es denn bei euch? Was hat euch dazu bewegt zu sagen, ich stelle mich jetzt vor die Kamera, ich selber werde sichtbar, damit wird mein Unternehmen auch sichtbarer. Was war so die Initialzündung?
Igor Lang: Ich würde sagen, das fängt sehr früh an. ich hab schon damals, wo wir noch kein WhatsApp hatten, da hatten wir mal so eine ganz große Kamera. Also von meinem Vater hatte ich die. Und ich durfte die dann auch benutzen irgendwann mal. Wo ich dann bisschen älter wurde, zur Schule gegangen bin und vielleicht, ich weiß jetzt nicht, so fünfte, sechste, siebte Klasse wahrscheinlich, so den Dreh. Da hab ich angefangen, da haben wir so Videos gedreht. Keine Ahnung, einfach mit den Jungs irgendwelche Geschichten ausgedacht. Und da gab's ja diese Ups-Punshow. Und man hat dann irgendwelche Sachen nachgemacht und irgendwelche Stunts und so. Mit Jackass und so weiter. was man nicht alles gemacht hat, das hat schon sehr viel Spaß gemacht. Das hat dann natürlich irgendwann erst abgeflacht. Und dann durch Instagram, ich hatte sehr lange kein Instagram, bis ich dann irgendwann mein Instagram hatte, dann hatte ich tatsächlich da mal eine Zeit lang echt viel gemacht. Ich hab dann einfach irgendwann mal angefangen, so Content zu machen im Sinne von Also einfach daily irgendwas, was in meinem Leben vorkam. Ich bin losgefahren und hab irgendwie ... mir ein Auto angeguckt, was ich mir kaufen wollte. Und hab einfach so die Leute mitgenommen immer. Oder einfach, wenn ich in Urlaub gefahren bin oder sonst was. Und da kam halt immer ein Feedback. Also man hatte das Gefühl, dass die Leute ... dass sie amüsant fanden oder vielleicht haben sie auch überein gelacht. Aber Ende des Tages war es im Endeffekt mir egal. Es hat mir auch Spaß gemacht und ich habe es einfach weitergemacht. Es gab auch Interaktionen mit den Leuten. Man hat irgendwie gesagt, ey, was sagt dir? Und man hat viele Kommentare bekommen. Und ja, irgendwie war das so witzig. dann so bis, ich glaube, so ein, zwei Jahre habe ich das gemacht und irgendwann dann auch nicht mehr. Da hatte ich irgendwie auch keine Lust mehr. Und naja, im beruflichen Kontext war ich immer schon sehr ... ja, erfolgsgetrieben. Ich hatte halt Bock zum Beispiel, also wir haben uns angeguckt, ... wie funktioniert das? Wie kriegen wir Mitarbeiter? Also brauchen wir irgendwie Employer Branding? Dann müssen wir halt irgendwie ... ... ja, der Welt da draußen zeigen, was für ein cooles Team wir haben. Und was wir machen, genau das gleiche auch für Kunden. Was haben wir für Produkte? Warum sind wir interessant? Et cetera. Und da muss man halt vor die Kamera. Und
Igor Lang: Wie gesagt, da ist schon in der Kindheit so zum Teil gemacht habe und mir das Spaß gemacht hat und ich irgendwie jetzt auch nicht so scheu bin, ja, hat sich das so ergeben. man hat ein Video gemacht, zwei Videos gemacht und irgendwann haben wir jetzt 130 auf unserem Kanal. Es macht Spaß. Das ist, ich, so eigentlich der größte Grund, warum mache ich das überhaupt? Natürlich hat das auch einen Effekt, aber wenn es mir keinen Spaß machen würde, würde ich es auch nicht machen. dann würde ich jemanden einstellen, der das macht. Dann würde ich das nicht selber machen. Aber mir macht's halt Spaß und ich find's auch interessant, mich mit Leuten zu unterhalten. Ich hab das Gefühl, dass ich in dem richtigen Moment schalte und dann vielleicht auch die richtigen Fragen stelle. Was ja wiederum für den Zuschauer interessant ist, dass er weiß, ... Ja ... Was hab ich da für Inhalte oder was kommt auf mich zu, wenn ich den Kanal von Everwing gucke? Eigentlich ...
Florian Gypser: Hm.
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: sind da noch viel, viel lustigere Sachen bei, die wir auch immer irgendwie ... in dem seriösen Kontext rausschneiden. Wenn man das mal alles zusammenschneiden würde, ... schon echt auch ... ... also wir haben Spaß dabei. Du kannst halt nicht alles zeigen. Und wenn du dann irgendwie ein Video machst ... von so einer ... ... jetzt heute habe ich mir auch eins angeguckt, weil ich es freigeben musste ... ... von so einer Campus Tour in Österreich, die wir da gemacht haben, ... von einem Hersteller im Smart Home Bereich. was da eigentlich so alles gemacht haben. Das war sehr witzig, aber da hat man halt auch, wir sind ja unter uns, hauen auch Sprüche raus und so, das kann man halt den Kunden dann vielleicht nicht zeigen. Kann man theoretisch, aber so professionell will ich dann bleiben, dass ich irgendwie sage, wir sind jetzt nicht Comedy, sondern wir machen halt schon seriösen Inhalt.
Florian Gypser: Ja, man sieht ja auch, wenn es einem Spaß macht vor der Kamera und es nicht immer alles nur bierernst ist. Das ist natürlich auch ein Sympathiefaktor. Ja. sind die berühmten Leitplanken, die gerade, wenn es das Thema Personal Branding, Employer Branding, Corporate Influencing auch in großen Unternehmen geht, die entweder das Unternehmen einsetzt oder man selber sich setzt, worüber ich Ich zum Beispiel, ich spreche in meinem Podcast nicht über Politik.
Igor Lang: Ja. Genau, da muss man immer gucken, wo ist die Grenze.
Florian Gypser: Hier und da vielleicht mal ansatzweise, aber es gehört hier nicht hin. Punkt, ich spreche nicht über Religion und ethische Themen, weil das ist nicht mein Podcast. Das sind halt so Grenzen, die setzt sich ja jeder selber und sind, glaube ich, auch wichtig.
Igor Lang: Bin ich interessant. Ja, das sage ich meinen Mitarbeitern auch immer. Also wir sprechen mit den Kunden nicht über Politik oder Religion.
Florian Gypser: Genau, aber das ist eben sein eigenes Thema. Das und der Anknüpfungspunkt ist ja nicht das. Ich habe seit Jahren immer schon, ich arbeite mit meiner Frau zusammen, haben unsere Firma zusammen, und arbeiten seit 20 Jahren schon gemeinsam, selbstständig, unternehmerisch. Und haben eigentlich immer den Anspruch, dass wir einen persönlich guten Rat zu unseren Kunden haben. Viele Kunden sind zu Businessfreunden, teilweise auch wirklich persönliche Freunde geworden.
Igor Lang: Genau, da kann man sich immer streiten.
Florian Gypser: Und trotzdem, auch bei denen, wo ich sage, sind persönliche Freunde, ist klar, das Thema, also Politik, Religion, ethische Themen, das gehört da nicht rein. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mit denen jetzt da völlig auseinander bin oder übereinstimme. Es ist völlig egal, es ist nicht unsere Ebene. Darüber haben wir uns nicht kennengelernt, darüber sprechen wir nicht. Für mich persönlich ist es einfach, genauso wie ich meinen engen persönlichen Freund, ich seit 20 Jahren kenne, nicht über Business spreche, weil das ist nicht der der Bereich, über den wir uns kennengelernt haben und wo die überhaupt auch nachvollziehen können, was bei mir läuft.
Igor Lang: Ja, bestimmt. Aber spannend, dass du gerade sagst, dass das mit deiner Frau zusammen machst und auch schon so lange. ich mach das ja auch mit meiner Frau zusammen. Also noch nicht Frau, aber Verlobte. Und ja, ich. Hab das schon öfter mal gehört, dass es auch bei manchen Leuten schiefgegangen ist. Und ja, finde das halt. Ja, respektier das auch, dass also wenn.
Florian Gypser: Definitiv. Du musst dir.
Igor Lang: wenn das Leute schaffen, ist auch eine Herausforderung. Weil auch da ist dann dieses Überarbeit sprechen und so weiter, das bleibt halt nicht aus. Auch zwischendurch halt, weil das gehört ... Du arbeitest ja so viel. Also, wir arbeiten, keine Ahnung, 60 bis 80 Stunden Wochen. Und irgendwo ist das dann so ... Das gehört halt so sehr zum Leben dazu. Du kannst ja gar nicht nicht darüber sprechen, das funktioniert ja gar nicht. Und dann, sitzen auch ...
Florian Gypser: völlig unmöglich.
Igor Lang: Vielleicht auch glücklicherweise in verschiedenen Büros mittlerweile. Und bekommen dann nicht so mit, was der andere alles so macht. da wir ein bisschen auch gesplittet sind von den Standorten, ... erzählt man dem anderen Partner dann natürlich, was ist so tagsüber passiert. Und dann, na ja, dann bleibt das nicht aus, dass man immer wieder mal darüber spricht, auch über die Firmen. Das ist schwierig dann, dass private auch irgendwie ... Ja, komplett zu trennen, das geht gar nicht. Aber irgendwie will ich es auch nicht, es gehört halt zum Leben dazu. Also, eine klare Trennung gibt es dann nicht.
Florian Gypser: Meine Erfahrung ist, akzeptieren, also eine Frau, irgendwann, ich würde nicht sagen Problem, aber ihr warst irgendwann zu viel, insbesondere der Zeit, als unsere Kinder noch klein waren und sie halt klassischerweise, ist es bei uns halt so gewesen, weil ich mich selbstständig gemacht habe, als unsere Tochter auf die Welt kam und die Firma aufgebaut habe. Sie war viel bei den Kindern, das war auch ihr Wunsch. Wir drei Kinder in vier Jahren gehabt, Mitte 20, früh angefangen. Da war es für sie schwer, wenn ich nach Hause kam und dann über die Firma sprach. Das hat sie genervt. Aber je älter die Kinder wurden, je mehr sie selber auch beruflich tätig wurde. Wir verschiedene Stationen, verschiedene Tätigkeitsbereiche und Branchen in den Jahren durchgemacht. Wurde es immer besser. Seit wir seit ein paar Jahren herausgefunden haben, dass die beste Version ist, dass wir miteinander arbeiten, aber nicht zusammen. Sie hat ihr eigenes Business, wo ich im Hintergrund ihr helfe. Und haben unsere Firma Corporate Studio zusammen, wo sie mir auch im Hintergrund hilft, aber nicht im Vordergrund steht. Seitdem ist es eigentlich optimal. Wir sitzen nicht gemeinsam im Büro, im gleichen Gebäude, aber nicht gleichen Büro. Wir haben völlig unterschiedliche Kunden. Und seitdem ist es super. Und da kam halt auch der Punkt klare Rollen und Absprachen. Definitiv. Und einfach akzeptieren, das haben wir jetzt beide seit ein Jahren hingekriegt, dass das einfach unser Leben ist. Also wir sind auch, keine Ahnung, ich weiß gar nicht, ich kann es gar nicht mehr erzählen, wie viel Hotelübernachtung wir jedes Jahr haben mit den ganzen Workshops und Betreuungen. Keine Ahnung, bestimmt 100 Tage, 120 Tage im Jahr unterwegs im Hotel, 50.000 Kilometer mindestens im Auto. Da hast du genug Zeit, privat zu besprechen, aber du musst es halt akzeptieren, dass das ist... Ich sag immer, das ist der Unterschied zwischen einem Beruf und einem Job. Ein Job ist etwas, da gehst du hin, da ist klar, du machst das zum Geldverdienen, du investierst deine Arbeitszeit, deine Energie für dich. Bei meiner Meinung nach arbeitest immer für dich, auch wenn du angestellt bist. Und Beruf ist halt deiner Berufung folgend. Und dann ist es dein Leben.
Igor Lang: Ja, finde ich auch. ... Man muss einfach akzeptieren, dass es dazugehört und dass es großen Teil des Lebens einnimmt. deswegen auch, man das nicht trennen kann. Man muss es ja auch nicht trennen. Ich glaube, man das verstanden hat, ist es auch nicht so schlimm. Manchmal gibt's auch einen Moment, wo man sagt, lass mal nicht mehr über die Firma reden. Dann merkt man so selber ... Aber es fallen halt immer wieder einem Sachen ein. Und dann mag man die auch erzählen, oder will man die erzählen? Weil sonst vergisst man's vielleicht auch wieder. Also wir haben da jetzt kein klares System oder so, aber ich weiß nicht, wie ihr das macht. Man macht es einfach nach Feeling.
Florian Gypser: Intuitiv. Also irgendwann haben wir uns schon hingesetzt durch etwas härtere Zeiten, entstanden sind, weil es durch fehlende Absprachen ein bisschen geknirscht hat und dann bewusst hingesetzt und gesagt hat, was ist jetzt die Rolle von jedem, was willst du eigentlich, wo willst du hin und dann hat sich das über ein paar Jahre gesettelt und seitdem klar ist, wer was macht und die Fronten, na Front klingt zu blöd, aber weißt du, auch die Leitplanken geklärt sind, ist es rein intuitiv. Es ist wie Beziehung an sich, es ist Arbeit, ein ganzes Leben lang. Da muss man einfach dranbleiben. Aber ist ja nicht schlimm. Ist ja was Schönes. Sag mal, wann ... Du hast ja irgendwann für dich entschieden, so jetzt das Thema für uns um, wahrscheinlich Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu kriegen, aber auch Kunden. Jetzt gehen wir auf das Thema Video. Wann hast du denn erkannt, dass das Thema Video ein echter Wachstumsmotor
Igor Lang: Mh.
Igor Lang: Ja cool.
Florian Gypser: sein kann, wirklich nach vorne. Gab es da einen bestimmten Moment, wo du gesagt hast, ich erinnere mich gerade an unser Vorgespräch, du sagtest, manchmal werde ich auch hier in meinem privaten Umfeld schon auf YouTube angesprochen. Gab es da irgendwo so einen Punkt, wo du gesagt hast, und das war der erste Kunde, sagte, Mensch, ich habe hier dein Video gesehen, deshalb komme ich zu euch. Oder war das so ein schleichender Prozess und das ist irgendwann dir bewusst geworden?
Igor Lang: Ich würde sagen, es war ein schleichender Prozess, es ist halt so. Haben wir auch gerade drüber gesprochen. Dieses Thema Vertrauen und einmal den Kunden gegenüber, dass man sich vielleicht in einer Sache auskennt und dass man sich öffentlich äußert, das ist auch nochmal etwas anderes. Wenn ich zum Beispiel beim Kunden sitze und ich erzähle dem was, dann kann ich erstmal alles Mögliche erzählen. Und in dem Moment Wo ich aber in die Öffentlichkeit gehe und das Gleiche sage, festigt das nochmal, dass das, was ich sage, wahr sein müsste, weil sonst würden ja, ich mach mich ja angreifbar. Also, dass ich zum Beispiel sage, okay, der, keine Ahnung, jetzt beispielhaft, irgendwie dieses Produkt kann das und das und das und ich könnte ihm ja das Blaue vom Himmel versprechen in einem persönlichen Beratungsgespräch, was dann nicht so ist und durch so eine öffentliche oder durch so ein
Florian Gypser: Mmh.
Igor Lang: was öffentlich ist, verstärkt das irgendwie noch mal so die Glaubwürdigkeit, den Trust beim Kunden und auch einfach wiederkehrende Fragen. Also zum Beispiel, sagen wir mal, ich war jetzt beim Kunden, habe den beraten, das war ja anfangs so, dass ich auch noch viel selber beim Kunden war, mittlerweile immer nur so kompliziertere Projekte, aber faktisch, wenn die Frau nicht da war und der Mann das Gespräch geführt hat oder anders herum, dann ist es so, dass der Kunde in dem Moment, wo die Frau nach Hause kommt, das nicht mehr so gut wiedergeben kann, was ja logisch ist, weil er einfach nicht vom Fach ist. Was ich aber gemacht habe, ich habe dann gedacht, wir machen diese Themen, die zum Beispiel relevant sein können, beispielsweise Notstrom oder dynamische Stromtarife, was ist das überhaupt und das, was den Kunden vielleicht gerade auch interessiert.
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: Dazu machen wir kleine Videos. So hat das angefangen. Und haben dann gesagt, quasi wenn Sie, wenn wir das Angebot verschickt haben, wenn Sie das irgendwie nochmal nachschauen möchten oder mit Ihrer Frau zusammen gucken möchten, dann hier der Link, da ist bei YouTube ein Video, dann brauchen Sie das nicht selber erklären, sondern da ist es nochmal genau detailliert erklärt, wie wir es machen und wie es funktioniert. Und das ist halt sehr hilfreich gewesen. in dem Moment. Ja, für den Verkauf. Also wir haben ja auch mittlerweile einige Außendienstmitarbeiter, die das machen und die haben es natürlich auch für sich genutzt. Aber ja, das war so der, ich würde sagen der Anfang, wo wir gesagt haben, das waren die ersten Videos, wo wir dann immer wiederkehrende Themen, die wir ohnehin immer wieder erklärt haben. Und dafür haben wir gesorgt, damit haben wir dafür gesorgt, dass ja
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: die Information auch richtig bei dem Partner vielleicht ankommt. Und man das wirklich versteht. Vielleicht versteht man es ja auch im Gespräch nicht, weil wenn man, ich sag mal, so eine PV-Beratung, geht zwischen 60 und 90 Minuten, vielleicht auch manchmal zwei Stunden, es kommt so ein bisschen auf das Projekt an, je nachdem, wie detailliert man das macht. Und wenn jemand viele Fragen hat, es ist auch schon umfangreich. also für mich jetzt nicht, wenn ich das schon 100 Mal gemacht habe, ist das alles selbstverständlich. Aber... Für jemanden, vielleicht das Erstgespräch gerade hat, ist das einfach viel. Und der kann sich nicht alles, also wenn er nicht mitschreibt oder das aufnimmt, dann kann er das alles nicht wiedergeben. Und deswegen haben wir das gemacht. Und das hat halt geholfen. Also wir haben gemerkt, es hat einen Effekt und haben dann einfach weitergemacht mit, ja, haben gesagt, okay, das interessiert die Kunden, das interessiert die Kunden, das ist ein interessantes Thema und da fahren wir hin, wollen wir da nicht auch ein Video machen und so haben wir jetzt, ja.
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: die Bandbreite an Videos sozusagen.
Florian Gypser: Hm. Ja, gerade dieser Erklärfaktor kann ich sehr gut nachvollziehen. Ich hab das für mich irgendwann mal festgestellt, das ist gerade eine Angebotsphase, nur bin ich halt ausschließlich im B2B-Bereich unterwegs. Da hat man allerdings eine ähnliche Situation, nur eine größere Gruppe manchmal die Entscheidungen mitt trifft. Da gibt es nicht nur eine Partnerin und Partner, sondern ein ganzes Buying-Center, die werden auch zumindest ... Alte Vertriebshasen sagen mir, dass es seit den letzten 20 Jahren immer größer ist. dann du 10, 15 Leute, da sitzen die darüber, über das Projekt entscheiden, weil es ja auch nicht nur um 50 Euro geht. Aber du hattest nur mit 2, die halbwegs vom Fach sind, vorher gesprochen. Und dann kommt, das habe ich im Anfang von ein Jahren wirklich so erlebt, schreibst ein 10-seitiges Angebot, alles detaillieren, dann kommt nur die Rückmeldung vom Vertrieb. also pff. Nee, dafür die Summe, da können wir uns ein ganz normales Videokonferenzsystem kaufen. Das kann das auch. Und dann den Leuten erklären, nein, wir machen ein Gesamtkonzept aus Beratung, aus Betreuung, Einrichtung eines Videostudios und und und. Ich irgendwann festgestellt, das Angebot als Video zu erklären, als kleine Videobotschaften zu erklären, was ist das eigentlich alles. Und es ist gleich in grün, dass die nicht anwesende Partei, die ja mitbestimmen und mitentscheiden soll, den gleichen Informationsstand hat, wie der oder diejenige, mit der ich das Gespräch hatte.
Igor Lang: Ja, genau. Also. Ich denke auch, das ist hilfreich und wenn du erklärungsbedürftige Produkte hast, ist ja auch immer wieder ein Thema. Je nachdem, was du verkaufst, ist es ja auch nochmal die Beratungsintensität einer anderen.
Florian Gypser: Hmm... Ja.
Igor Lang: Und auch Prozesse wie zum Beispiel wiederkehrende Fragen jetzt auch im Backend, sage ich mal, wenn wir jetzt quasi den abgeschlossen haben, den Auftrag, dann kommen da Fragen, also es sind ja oft die gleichen Fragen, zum Beispiel Internetverbindungen vom Wechselrichter. Also ich habe irgendwie einen neuen Router und muss jetzt den Wechselrichter wieder ans Internet kriegen. Wie mache ich das? Ja gut, bevor ich den In-Dienst damit beschäftige. Dreh ich ein Video ab, also der das immer wieder erklärt. Dreh ich ein Video ab und schick das dem Kunden. Und wenn er dann nicht weiterkommt, kann ich ihm immer noch helfen. Aber das Video, also Klausi, unser Marketing-Mitarbeiter, der, ja, sagt immer, wie viel, also wir haben sehr viel Sendezeit in Stunden gerechnet. Ich weiß jetzt gerade nicht aus dem Kopf, aber er rechnet das immer so in Arbeitstagen. Wie viel...
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: wie viel das Video oder YouTube für uns arbeitet, ... ... das Video den Leuten die ganze Zeit was erklärt. Und ja, er hat recht.
Florian Gypser: Klar, Speil.
Florian Gypser: Spaß natürlich enorm. Das ist ja auch einer der wichtigsten Effekte von Videos. Das leider etwas, in vielen Unternehmen, gerade im deutschen Industriemittelstand, immer noch nicht angekommen ist. spart dir wirklich Manpower und Arbeitszeit. Muss nicht überall funktionieren, ist auch nicht für alles sinnvoll. Aber es ist immer interessant, wenn wir in ein Unternehmen reingehen und wir starten die Zusammenarbeit immer mit so einer Strategie und auch Aufklärungsworkshop, wir den Unternehmen, wenn die sich entscheiden, wollen Thema Videokommunikation bei uns stärker einsetzen, mal zeigen, was alles möglich ist. Es ist immer sehr viel O und A, weil Ja, sag mal, 80 Prozent der Möglichkeiten und Use Cases kennt man halt nicht. Ganz zu schweigen von den technischen Möglichkeiten. Und es ist eigentlich immer der Wunsch, nach Zeitersparnis, Manpower, sparen. Und natürlich auf der anderen Seite mehr Kunden gewinnen durch Sichtbarkeit und mehr Umsatz machen. Aber witzigerweise ist bei den meisten wirklich das Thema, wie kann ich damit Zeit sparen und einfach mein Team auch entlasten? Ich hatte jetzt gerade kürzlich bei einer Bank Da gibt es eine hochqualifizierte Fachkraft, die jeden Monat dreimal bestimmtes Thema Leuten erklären muss im Unternehmen. Dreimal im Monat. reden jedes Mal, wie gesagt, für eine Stunde bis 90 Minuten, jedes Mal draufgehen. Das ist der völlige Wahnsinn. Dafür ist die Person viel zu teuer.
Igor Lang: Ja, 100 %ig. Also wiederkehrende Prozesse, auch so Onboardings und so weiter. Das kann man auch alles mit Video machen. sage mal, keine Ahnung, wie stempel ich mich morgens ein? Wie melde ich mich krank? Wie ist die Chirarchie im Unternehmen und wie sind die Abläufe? Alles, was immer wieder, immer wieder in gleicher Form gemacht wird. Das kann man ja alles digitalisieren im Video. Kann man quasi auch dann immer, wenn ein neuer Mitarbeiter anfängt, die Prozesse muss nicht immer ein Mensch erklären. Also mit KI. Wir haben da letztens mal was ausprobiert. Da habe ich auf Japanisch auf einmal gesprochen. Das war auch in Ordnung. Selbst wenn der Kollege vielleicht kein gutes Deutsch spricht, dann kriegt er das Onboarding in seiner Sprache. Dann weiß ich ganz sicher, der hat es verstanden und der unterschreibt auch, dass er das geguckt hat. Und dann anschließend kommt er zu den deutschen Kollegen trotzdem und spricht Deutsch. Aber er hat ganz wichtig, er hat verstanden, wie die grundlegenden Dinge funktionieren. ist halt das. Also da sind wir auch gerade dran. Also ich habe so viele Themen, also im Bereich Video, das kann man wirklich viel machen. Sowohl intern als auch für den Kunden oder halt fürs Employer Branding. Und die Zeit rennt weg. Das ist das. Aber die
Florian Gypser: Das stimmt, Wie sieh ...
Igor Lang: Die Zeit muss man sich nehmen, genau was wir gerade gesagt haben, wieder die Zeit zu sparen hintenrum.
Florian Gypser: Genau, du musst erst mal investieren, bei allem. Erfolg kommt durch Zeit oder Geld invest. Wie sieht das denn aktuell, sag ich mal, typischerweise bei euch aus? Auf der einen Seite natürlich YouTube-Videos, aber auch wenn du sagst, wir haben so interne Schulungen, Kundeninformationen, wie läuft bei euch das Prozeder? Wie macht ihr das? Jetzt kommt die Idee rein, lass uns mal zum Thema XY, das haben jetzt schon 30 Kunden gefragt. Ein Punkt, ich weiß nicht, ob ihr es auch schon macht, ist natürlich auch Kunden-Onboarding. Der Kunde hat unterschrieben, zugesagt.
Igor Lang: ...
Florian Gypser: Es gibt natürlich auch einen Haufen Informationen, ihr braucht, was jetzt die nächste Zeit betrifft. Wenn so ein Fall reinkommt, dass ihr feststellt im Team oder du feststellst, da müssen wir jetzt mal, gucke, das frisst mir die Zeit weg. Wie setzt ihr euch dann ran, daraus ein Video zu erstellen und was sind so die Arbeitsabläufe typischerweise?
Igor Lang: Ja, also ich muss sagen, eigentlich bekommen wir das immer viel zu spät mit. Also bekommen das immer erst mit, wenn das irgendwie Wellen schlägt. Dann hat jemand irgendwie eine Aufgabe nicht geschafft oder man hat keine Zeit gehabt, man hat irgendwas nicht abgearbeitet rechtzeitig oder weiß ich nicht, dann merkt man, okay, was war denn der Grund? Ja, weil ich habe hier und da und das musste ich noch machen und ich habe die Fragen, die Kunden haben angerufen. Und irgendwann so in Team Meetings merkt man so, okay, also da kommt immer wieder, immer wieder das Thema auf, immer wieder das gleiche Thema zu irgendwie ja, gleiche Fragen zum Thema PV-Wechselrichter oder Speicher oder zur Installation im Betrieb, was auch immer. Und dann, ja, spätestens dann sagt man, okay, gut. Man misst es dann. Also ich sag dem Backoffice tatsächlich so, ja. Schreibt euch das mal auf. Was sind denn so die wichtigsten Themen oder am häufigsten? Was wird am häufigsten gefragt? Wo kann ich sozusagen den Hebel am größten? Wo ist der Hebel am größten? Und dann fange ich damit an. Also wenn er jetzt keine Ahnung, ich mache jetzt dieses Beispiel mit der WLAN-Anbindung. Dann sage ich ja gut, die WLAN-Anbindung am Wechselrichter, das ist jetzt das, was am häufigsten gefragt wird beispielsweise. Dann sagen wir intern oder mit besprechen wir mit dem Marketing also ich kann dir jetzt gerade auch nicht mal genau sagen wie es funktioniert aber unser Elektromeister und das AC Team also die Elektriker die machen das ja auch und dann sagt man okay dann machen wir jetzt einen Termin einmal Marketing Abteilung mit den Elektriker dann wird sich hingesetzt einmal besprochen es wird kurz durchgegangen wie funktioniert das ganze denn Vielleicht macht man auch einfach eine Aufnahme, weil die Kunden haben ja eine App. Diese App macht man bei einem Bildschirmaufnahme und macht diese Einstellung am Handy einmal. Und dann legt man da eine Stimme drüber. Das macht dann Lassell zum Beispiel. Also der macht bei uns die Videos. Schöne Grüße an der Stelle, richtig guter Mitarbeiter. Der gibt wirklich Gas, haut gerade rein und kümmert sich den ganzen Videocontent.
Igor Lang: Und ja, der macht dann quasi das Skript und alles drum herum. Der sorgt dafür, dass es beim Kunden richtig ankommt. Also er holt sich die Infos, verwandelt das dann in ein Video, macht quasi die ganzen B-Rolls, die man braucht dazu, fertig, dass das Video irgendwie spannend ist. Bei einem Erklär-Video ist es jetzt nicht ganz so viel natürlich dann. Und dann macht Klausi zum Beispiel jetzt noch den ja so ein Inhaltsverzeichnis fertig. Das heißt, an welcher Stelle vielleicht erklärt man auch die komplette Inbetriebnahme und dann sagt man ab Minute drei ist das Thema, ab Minute sieben das Thema, dass der Kunde sich da einfach durchklicken kann. Und dann wird es einmal zur Freigabe gegeben, dann an die Geschäftsführung, also an mich in der Regel bei solchen Sachen. Ich gucke da auch nochmal drüber und dann stellen wir das online beziehungsweise wir stellen das unseren Kunden zur Verfügung. Dann wird das quasi implementiert. in den Workflow beim Backoffice. Das zum Beispiel bei der Abschlussrechnung kommt dann so ein Link mit bei oder irgendwie eine PDF-Datei mit Erklärungen. Zum Beispiel da haben wir Marktstammdatenregister erklärt, wie funktioniert das, wie trägt man sich da ein und dann hat man das einfach in Form eines Links dahin geschickt und gesagt, wenn Sie noch Fragen haben, gucken Sie dieses Video oder wenn Sie die Inbetriebnahme nochmal irgendwas verpasst haben, dann gucken Sie sich doch gerne das Video an.
Florian Gypser: Mhm.
Igor Lang: Und wenn man dann nicht weiterkommt, melden Sie sich gerne. Aber der Kunde kann sich da sechs Mal nacheinander angucken und es frisst uns keine Zeit. Nicht, dass wir nicht helfen wollen, also im Gegenteil. Aber es ist vielleicht dann einfacher, das so zu machen, für alle. Aber das war jetzt so von vorne bis hinten ungefähr grob, wie es abläuft.
Florian Gypser: Hm.
Florian Gypser: Hm. Ja, voll nur Kanzler.
Florian Gypser: Ja, definitiv. Alles gut. Aber es ist definitiv eine Zeitersparnis. Und vor allen Dingen ein Faktor, der häufig auch unterschätzt wird, ist, du kannst es dir angucken, wann du willst. Das heißt, du hast am Sonntag, Nachmittag 16 Uhr die Hilfe. Du kannst selber bestimmen, wenn du die Informationen brauchst, dass du sie holst. Währenddessen, ich sag mal, Supporter-Line würdest du wahrscheinlich Sonntag Nachmittag 4 Uhr nicht unbedingt erreichen.
Igor Lang: Genau, oder halt am Abend 10, wenn einer nach der Spielschicht dann aber noch nicht müde ist und sich damit befassen möchte, dann kann er da trotzdem da dran gehen und sich das angucken. Also es ist für alle besser.
Florian Gypser: Hm. Weil du grad so bisschen Prozess beschrieben hast, da seid ihr dann schon, wenn du jetzt ein Video machst, so dritt involviert. Würdest du sagen, ich meine, ist ja auch da, es ist ist da, Zeit zu ersparen, aber gibt's für dich irgendein Faktor, sagst, Mensch, das ist jetzt gerade bei dem Thema Video unser größter Engpass? Also wir könnten natürlich viel mehr produzieren, wenn was einfacher und schneller ging.
Igor Lang: wenn wir mehr Zeit hätten. glaube, operatives Geschäft, wir wachsen ja weiter. Wir bauen das SHK-Gewerk gerade aus. Wir haben feste Termine für Videos. Wir haben jetzt gerade auch einen Umzug hinter uns. Wir hatten hier zwei Büros, also einmal unser Hauptlager in Wallenhorst und einmal ein Showroom. Den Showroom haben wir zugemacht.
Florian Gypser: Das ist immer so. Was frisst denn die Zeit?
Florian Gypser: Hm?
Igor Lang: Wir jetzt nach Bissendorf gezogen, dort haben wir Eigentum. wollen dann auch eigentlich noch mal komplett neu bauen. Aber auch der Umzug derzeit gefressen. Aber auch einfach operatives Geschäft. Ich bin da auch noch mit drin. Es ist nicht so, dass ich nichts mache. Das ist so die Vorstellung, dass man irgendwann in der Laden läuft, ohne dass man selber irgendwie da was großartig machen muss oder einfach nur noch Entscheidungen vorgelegt bekommt. Ja, nein. Aber Wie gesagt, ich arbeite ja auch gerne und mir ist das einfach zu wichtig, dass ich es jetzt loslasse und ich kümmere mich darum gerade sehr viel Mitarbeitergewinnung und Recruiting. Also weil das, wir haben sehr großen Backlog für Wärmepumpen und also ich, ja wir schaffen sozusagen weniger pro Monat aufzubauen, als wir aktuell verkaufen und das ist natürlich ein Problem. Ist ein schönes Problem, aber ist trotzdem ein Problem. da arbeiten wir zum Beispiel sehr stark dran. einfach weil... Ja, gute Mitarbeiter zu finden ist einfach auch schwer. Und ich möchte diese Verantwortung ungern an andere übergeben. Also ich habe mittlerweile ein gutes Gefühl für Menschen, gute Menschenkenntnis. Natürlich kann man immer nur vor die Stirn gucken. Aber ich mache überwiegend die Vorstellungsgespräche gerade alle selbst. Und möchte es auch so, weil so groß sind wir noch nicht, dass ich sagen kann, okay, an der Stelle muss ich das jetzt übergeben. dadurch habe ich natürlich dann im besten Fall auch ein besseres Ergebnis oder erhoffe ich mir, dass ich das selber mache, dass ich dann die richtigen Leute habe. Weil ich merke einfach mit, ja, damit steht und fällt einfach sehr vieles mit Mitarbeitern. Ist einfach ein schwieriges Thema grundsätzlich.
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: Will er jetzt nicht so weit ausschweifen, der eine oder andere wird es ja auch gucken. Aber grundsätzlich ist es so, dass es einfach schwierig ist, ein gutes Team aufzubauen. Und wir sind jetzt sehr lang dabei, also drei Jahre eigentlich gar nicht so lang, aber dafür haben wir doch schon ein gutes Kernteam, wo man sagt, die stehen hinter der Firma, Leute. Manche machen dann den Job einfach nur, weil sie arbeiten müssen, Geld verdienen. Und andere wiederum, die haben halt Bock. Die man merkt, so oft die kann man sich verlassen und die sind da. Und die arbeiten, die gucken auch nicht auf die Uhr. Und das ist natürlich auch ein wichtiges Thema. Also mit Mitarbeitern. Ich hab letztens von Frank Tillen auch so Podcast gehört. Da hat er das auch gesagt. Der hatte irgendwie Teams mit über 100 Leuten. Und jetzt hat er irgendwie nur noch 12.
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: Und ich fand das krass, weil er hat gesagt, ich hab einfach keine Lust, Leuten mehr in den Arsch zu treten. Ich will das nicht mehr. Ich will nicht die Leute motivieren. Ich hab da keine Lust mehr drauf. Und ich merk das auch, es ist sehr anstrengend. Sehr anstrengend, immer die Leute zu motivieren. Immer wieder hinzugehen und sagen, hey, komm, mach doch mal. zu kontrollieren. Man will das ja eigentlich gar nicht. Aber man muss es halt machen. Das geht nicht anders. naja, damit bin ich jetzt sehr stark beschäftigt. Einfach ein geiles Team aufzubauen. Das ist mir sehr wichtig, weil ich
Florian Gypser: Hm.
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: Ja, irgendwann den Wunsch habe natürlich, dass ... ... ich einfach zwei Wochen wegfahren kann und das Ding läuft trotzdem weiter. Und ich nicht die ganze Zeit am Laptop oder am Handy sitzen muss, ... weil aktuell ist es so, selbst wenn ich im Urlaub bin, ... bin ich halt trotzdem jeden Tag mindestens ein, zwei Mal am Laptop. Weil es nie anders geht.
Florian Gypser: Hm. Kann ich gut nachvollziehen.
Igor Lang: Und das hält mich davon ab, gerade noch mehr Videos zu drehen. Genau, das war eigentlich der.
Florian Gypser: Aber du sagtest ja schon Recruiting, da setzt ihr auch Video ein.
Igor Lang: Genau, Recruiting, Videos im Sinne von, wir machen Meta-Ads, also im Endeffekt rekrutieren wir über Social Media, da machen wir immer coole Werbeanzeigen, ähm, in Form von Videos, wir haben auch Creatives, einfach jetzt mal irgendwie Bilder oder Animationen, aber Videos funktionieren einfach am besten. Und, ähm, auch da so authentisch wie möglich, einfach sagen, äh, man muss sich schon Gedanken machen, aber einfach sagen, was braucht man denn eigentlich wirklich? Und das einfach dann in die Kamera sprechen. Also das habe ich gemerkt, funktioniert am allerbesten. Wenn ich mich hinsetze oder ich fahre Bulli und filme mich nebenbei oder irgendwer filmt mich und ich spreche dann in die Kamera und es ruckelt auch noch dreimal dabei, dann hat man auf einmal da Bewerber. Genau.
Florian Gypser: Sie können sich identifizieren, weil das ist ihr Arbeitsalltag später. Das das, was bei größeren Unternehmen immer noch nicht angekommen ist. Dass Authentizität auch bedeutet, dass es nicht perfekt ist. Das Erschreckende fand ich, Freundin meiner Frau, ist Person-Branding-Fotografin, und die in irgendeinem Beitrag ... Da ging es darum, da schrieb sie drunter, und hatte mich da irgendwie erwähnt, beim Thema Video, da ging es darum, dass es immer noch Unternehmen gibt
Igor Lang: Genau.
Florian Gypser: die Stellenanzeigen ohne Fotos, also noch nicht mal Videos, sondern noch nicht mal Fotos drin haben, also keinerlei Gesicht, also noch nicht mal irgendwas. Und sich dann wundern, dass sie keine Bewerber kriegen. Also gut, bin jetzt nicht, mich tangiert das nicht, ich war in meinem ganzen Leben eineinhalb Jahre Angestellter in der Firma meines besten Freundes. Ich hab jetzt auch aktuell keine festen Mitarbeiter, aber ich hör's halt andauernd in Unternehmen, dass es ein Problem ist und dann schauen wir uns an, wie der Recruiting-Prozess läuft und... Ganz ehrlich, die wenigsten haben Videos, geschweige denn vernünftige. Häufig sind es irgendwelche abgelesene, zusammengestammelten Texte mit Teleprompter, wo du direkt merkst, das ist nicht authentisch, weil das ist ein vorgegebener Text, den die Person so nicht sprechen würde. Und es ist völlig aus dem Kontext gerissen. Also jemand sitzt irgendwo im Konferenzraum und spricht einen auswendig gelernten Text runter. Das hat ja mit der späteren Arbeitssituation ja gar nichts zu tun. Währenddessen, wenn du
Igor Lang: Mmh.
Florian Gypser: im Auto sitzt auf dem Weg zum Kunden und da das Video drehst, dann zeigst du dich ja quasi in deinem beruflichen Umfeld. Ist ja eigentlich völlig logisch, dass das besser funktioniert.
Igor Lang: Ja.
Igor Lang: Also diese perfekten Videos, die wir da machen, die performen tatsächlich schlechter als diese, die man einfach so zwischen Türen angemacht gefühlt, wenn ich irgendwie gerade, keine Ahnung, zum Bulli laufe von meinem Büro, dann das Video zwischendrin mache. Das funktioniert. also, das ist halt, man muss viel ausprobieren auch, weil ich denke auch von Branche zu Branche unterscheidet sich. Irgendein Architekt, der will vielleicht nicht so eine Action. Und bei der Bewerbung oder vielleicht jemand, programmiert und sowieso irgendwie sich einschließt und alleine die ganze Zeit mit Kopfhörern auf dem Ohren sitzt und irgendwas tippt den ganzen Tag. Oder ein Handwerker, dann mit einem Zollstock und, weiß ich nicht, irgendein Werkzeugkoffer durchgegengrennt, der will vielleicht auch anders angesprochen werden. Aber ich glaube, man muss einfach probieren. Man hat ja auch, also ganz ehrlich, Da kann mir keiner mehr sagen, heute du hast KI, du hast ChatGPT, nutze es. Da hast du schon die Skripte zu schreiben, heute, ich mach das wirklich super einfach, super schnell. Ich brauch dann nicht viel Power und ich guck mir auch, also das ist ja auch kein Geheimnis, wie das funktioniert, du guck dir einfach an, wie andere das machen. Und ja, ich sag nicht Copy Paste, aber bring da deinen eigenen Touch rein, mach es ähnlich. Oder machs besser sogar noch im besten Fall. Also was fehlt denn noch mal? Also ich glaube, man muss das Rad ja nicht mal neu erfinden, jetzt in der Zeit, wo KI gerade da ist und man sie so nutzen kann, dann kann mir keiner erzählen, dass man das nicht hinbekommt. Also da brauch ich auch keine Agentur für, die das macht. Und eine Handykamera, die gut genug ist, hat auch jeder. Also brauch ich auch kein Equipment. Ich mach das mit meiner Frontkamera von meinem Handy. teilweise. Und das funktioniert. ich brauche kein super Equipment dafür. Natürlich habt hier gerade unser Videografe. Er hat dann seinen Anspruch bei YouTube. Dann will er halt bestimmte Qualität haben bei den Videos und das finde ich auch gut. Aber man muss es nicht immer so haben. Also starte doch einfach. Fangen an. Und in Bezug auf Recruiting. Ja, wir machen jetzt so Mitarbeiter-Testimonials. Damit haben wir jetzt erst angefangen. Also
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: in Formen von Videos. Und, äh ... na ja, wir haben so Team-Events. wieder mal. Zum Beispiel waren wir letztes Jahr Paintball spielen und Kart fahren. Und wenn man jetzt mal so auf unseren YouTube-Channel geht, dann sieht man da auch ein Video von. Was haben wir gemacht? Ich interview meistens die Leute vorher. Manche finden's auch nicht so gut und mögen's nicht so gerne. Aber am Ende finden das Video alle irgendwie dann doch cool. Und freuen sich auch, dass die dann was gesagt haben, weil es ist halt witzig einfach.
Florian Gypser: Mhm.
Igor Lang: ... und man zeigt so bisschen Ausschnitte, dass wir Spaß haben, dass wir aktiv sind, ... wir ja irgendwie als Team was Cooles machen ... ... und das sorgt natürlich auch, ... also wir hatten jetzt einen Bewerber, der hat dann ... ... man erzählt davon im Vorstellungsgespräch, ... dass wir dann hier und da mal was unternehmen und so und dann sagen die Leute dann schon so, ... ja habe ich bei YouTube gesehen, ... ihr wart kartfahren, cool und so weiter ... ... und das gibt halt ja auch einen ganz anderen Touch, das Unternehmen, das sind am Ende alles Menschen. mit Persönlichkeit und ja, das kommt dann auch anders rüber. Nicht mehr so kalt, wie es früher mal war. Ich glaube, du musst es heute auch einfach so machen. Es geht ja gar nicht mehr anders. Also ich denke, es machen auch trotzdem Leute ja, Team-Events, aber die nehmen keine Kamera mit. Und wir machen immer, die Kamera nehmen wir immer mit. Und es ergibt sich immer irgendwas Cooles. Also vielleicht kleiner Tipp, wenn das ...
Florian Gypser: Hm.
Florian Gypser: Hm.
Igor Lang: jemand noch nicht macht und das gerade hört, dann ... packt einfach mal eine Kamera nächstes Mal mit ein.
Florian Gypser: Sehr schönes Schlusswort, denn wir sind bei 54 Minuten und ich habe die ganze Zeit gedacht, Mensch prima, weil das ist natürlich jetzt auch sehr motivierend für alle, jetzt den Podcast hören, dass du auch aus Erfahrung im Recruiting sprechen kannst. Und ich sehe es absolut genauso wie du auch. Man kann natürlich jemandem im Vorstellungsgespräch eine ganze Menge versprechen und erzählen, was man alles im Unternehmen an Benefits, an Vorurteilen bringt, aber wenn es dazu auch noch, ich sag mal ... den Videobeweis, beim Fußball, gibt durch den YouTube-Kanal, dann hat das Ganze natürlich eine ganz andere Gewichtung. Igor, ich danke dir vielmals für deine Zeit. Wir könnten wahrscheinlich noch über viele andere Dinge sprechen, was wir gerne noch mal machen können in zweiten Folge. Ich finde das nämlich super spannend und großartig, den Grad im Handwerk. Wir hatten ja schon im Vorfeld kurz gesprochen. Letztes Jahr waren wir mit unserem Team und unserem Studio auf der HeroCon. Dieses Jahr sind wir wieder da.
Igor Lang: Hm, ja.
Florian Gypser: produzieren den offiziellen HeroCon Videocast. Ich fand es erschreckend bei dieser Veranstaltung, die ist ja sehr modern, intern nennt man sie auch die OMR des Handwerks. Fand ich absolut klasse, ich wollte ursprünglich mal Schreiner werden, vor 100 Jahren gefühlt. Deshalb schlägt mein Herz auch ein bisschen fürs Handwerk. Meine Tochter hat's gemacht, die hat eine Tischalehre angefangen, dann leider dann abgebrochen. Ich fand es trotzdem erschreckend, als viele Experten, sich zum Digitalisierung im Handwerk Da können wir uns damit beschäftigen, dass weniger als 10 % der deutschen Handwerksbetriebe so modern denken und aufgestellt sind, wie ihr es jetzt seid oder andere. Und deshalb finde ich es immer super, wenn man darüber berichtet wird. Und aus der Praxis Beispiele kommen, zeigen, dass es hier nicht Selbstzweck Dann bin ich absolut bei dir. Also Nutzen vor Selbstzweck. Man braucht jetzt keine High-End-Kamera für 10.000 Euro, wenn das Ganze nachher nicht den Nutzen widerspiegelt. Insofern ...
Igor Lang: Mmh.
Igor Lang: Das ist so.
Florian Gypser: Danke für deine Beispiele und an alle, zugehört haben. Ich hoffe, es hat euch viele Inspirationen mitgegeben. Ich hoffe, ihr konntet einiges Neues lernen. Auch dem Hörer, der sich gewünscht hat, dass ich das Interview mit dir mache, wünsche ich, hoffe, dass es wie erwartet war. Das fand ich total klasse, dass da ein Feedback kam. Mensch, interview doch mal den Igor Lang. Ansonsten würde ich sagen, bis zum nächsten Mal. Hat mich sehr gefreut. Und ein schönes... Wochenende noch. Bis dann, tschüss!
Igor Lang: Danke schön, ciao.