Dein Podcast über Videokommunikation 4.0
00:00:00: Heute bei mir zu Gast ist Nico Greiner. Er ist Partner und Head of Sales and Growth bei der PPI AG, einem Beratungsunternehmen für Banken und Versicherungen. Sichtbar ist er vor allem als „Dokumentenkanzler“. Mit kreativen Videoformaten bringt er Dokumentenprozesse ins Rampenlicht und erzielt millionenfache Reichweite auf LinkedIn und YouTube.
00:00:32: Wir sprechen darüber, wie Unternehmen mit Video Themenwelten greifbar machen, warum sich Sichtbarkeit auch für B2B-Nischen lohnt und was es braucht, damit aus einem Videopost echte Wirkung entsteht.
00:01:12: Nico erzählt von seinem Werdegang, seiner Generation zwischen analoger und digitaler Welt und warum ihn Helmut Schmidt geprägt hat – insbesondere dessen Klarheit, Haltung und Bescheidenheit.
00:04:10: Auf die Frage, was er noch lernen möchte, antwortet er: Geduld. Ohne dabei Dynamik zu verlieren.
00:05:40: Zum Thema Arbeitsplatz: Für Nico zählt nicht Remote-Work-Romantik, sondern gestalterische Freiheit. Diese Freiheit bekommt er bei der PPI AG – und das ist für ihn entscheidend.
00:07:50: Der Weg zum „Dokumentenkanzler“ begann als Experiment. Ziel war es, ein vermeintlich trockenes Thema – Dokumentenverarbeitung in Banken und Versicherungen – in kurzen, unterhaltsamen Videoformaten aufzubereiten.
00:11:30: Die ersten Shorts entstanden im Druckzentrum. Fachlich fundiert, aber locker inszeniert. Mehrere hunderttausend Views pro Video waren das Ergebnis.
00:13:50: Die Reichweite explodierte – insbesondere ein Video kurz vor der Bundestagswahl, in dem Nico als „Dokumentenkanzler“ auftrat. Mit Humor, aber ohne politische Botschaft.
00:16:20: Der Effekt: Auf Messen musste er keine Gespräche mehr suchen – die Gespräche fanden ihn. Sichtbarkeit schuf sofortige Anknüpfungspunkte.
00:18:30: Zum Thema Kritik: Ja, es gab Widerstände – intern wie extern. Aber: Wer Neues probiert, überschreitet bewusst die Komfortzone. Aufmerksamkeit entsteht nicht durch Anpassung.
00:22:00: Short-Videos ersetzen keine Tiefe. Sie schaffen Aufmerksamkeit. Substanz folgt im zweiten Schritt – in Beratungsgesprächen, Präsentationen und Projekten.
00:24:40: Videokommunikation erhöht den Input in den Funnel. Die Conversion-Rate bleibt konstant – aber wenn mehr Leads oben hineinkommen, entstehen mehr Aufträge.
00:27:30: Transparenz schafft Vertrauen. Kunden öffentlich sichtbar zu machen und Projekte offen zu zeigen, stärkt die Glaubwürdigkeit.
00:29:50: Messen verändern sich. Content-Produktion vor Ort wird zentral. Interviews, Snippets, Live-Formate – Sichtbarkeit entsteht nicht mehr durch Flyer, sondern durch Präsenz.
00:33:30: Der nächste Schritt: Ein Blockbuster-Video als reiner Actionfilm. Drei Drehtage, professionelle Produktion, bewusst ohne Fachlichkeit – als Aufmerksamkeitspeak zum Geschäftsjahresstart.
00:37:00: Reaktionen waren gemischt. Von Begeisterung bis persönlicher Kritik. Aufmerksamkeit bringt auch Gegenwind.
00:41:30: Wichtig war die strategische Einbettung: Auf den Actionfilm folgte eine fachliche Kampagne mit Artikeln, Podcasts und konkreten Angeboten.
00:44:00: Ergebnis: Mehr Sichtbarkeit im Markt, hohe Akzeptanz auf Entscheiderebene, Auszeichnung mit dem German Design Award.
00:46:30: Fazit von Nico: Mut schlägt Konformität. Wer für etwas steht, steht automatisch auch gegen etwas. Verantwortung bedeutet, Kritik auszuhalten.
00:48:00: Florian bedankt sich für das Gespräch. Der Blockbuster wird in den Shownotes verlinkt. Beide sind sich einig: Videokommunikation ist kein Trend – sie ist Vertriebsrealität.