Dein Podcast über Videokommunikation 4.0
Florian Gypser: Legen wir los. Okay. Ich muss noch mal kurz ins Skript rein sehen.
Tobi Fruh: Okay
Florian Gypser: So, dann legen wir los. Tobi Frou ist Stellvertretender Leiter Marketing und Kommunikation sowie Pressesprecher der Volkswagen Immobilien AG. Scheiße, GmbH AG. Das andere ist die AG.
Tobi Fruh: Genau. Du kannst auch ohne GmbH, das verhält ja von Volkswagen im Mobil. GmbH. Weiß nicht, ob die Gesellschaftsform da so wichtig ist. Ich lasse sie immer in der Kommunikation weg.
Florian Gypser: Ja.
Florian Gypser: Okay, dann lass' auch weg.
Florian Gypser: Okay, dann los. Tobi Frou ist stellvertretender Leiter Marketing und Kommunikation sowie Pressesprecher der Volkswagen Immobilien, Exil-Schwabe und bekennender Confluencer. Sein Weg führte ihn vom Talkshow-Volontär über Moderation bei Volkswagen TV bis in die strategische Unternehmenskommunikation mit Haltung, Empathie und einem klaren Blick darauf, wie Kommunikation heute wirken muss. Tobi ist überzeugt, Vertrauen entsteht durch Sichtbarkeit und Video ist dafür das stärkste Medium. Mit seinem Gespür für Tonalität, Bildsprache und Zielgruppe zeigt er, wie Kommunikation mit Charakter gelingt. Und wir möchten heute darüber sprechen, warum Video ein zentraler Bestandteil im Kommunikationsmix ist und wir dringend mehr davon brauchen, wo KI-generierte Filme sinnvoll eingesetzt werden können, zum Beispiel bei Erklärvideos und wo sie echte Menschen niemals ersetzen werden und warum Business Videos mit dem Smartphone kein Notbehelft, sondern ein Ausdruck von Kompetenz und Authentizität sind. Denn was wir im Urlaub hinkriegen, funktioniert auch im Job. Grüß dich, Tobi. Schön, dass du heute bei mir im Podcast bist.
Tobi Fruh: Hallo lieber Florian, grüße dich auch hier aus dem eingeschneiten Wolfsburg. Das hier ist meine Podcast-Premiere mit 51. Hast du es jetzt geschafft, mich erstmals in einen Podcast zu bringen? Vielen Dank dafür.
Florian Gypser: Ja gerne, das freut mich sehr. Eingeschneit, da hast du ja noch Glück, weil bei uns hier unten ist schon wieder alles weg. Bei euch oben ist immer noch tiefster Winter.
Tobi Fruh: Wenn ich jetzt meinen Laptop drehen würde, dann könnte ich es dir zeigen, aber ich gucke gerade mal raus. Es ist ungefähr noch so viel Schnee bei uns, den ich hier gut sehen kann und das wird noch bis zur Mitte der Woche anhalten. Dann schmilzt das wieder ein bisschen wahrscheinlich weg und dann gucken wir mal, wo die ganzen Massen hingehen. Das wird spannend.
Florian Gypser: Wow.
Florian Gypser: Ja, das stimmt, definitiv. So, bevor wir in Media's Race gehen und mit unserem Thema Video in der Unternehmenskommunikation und allem, was da dran noch dazugehört, einsteigen, habe ich drei Einstiegsfragen, die du als aufmerksamer Hörer meines Podcasts wahrscheinlich schon kennst, aber ich stelle sie dir trotzdem.
Tobi Fruh: aber dich darauf vorbereitet. Deswegen, ich weiß ja nicht, ob die variieren oder ob was du dir einfallen hast, lass'n, aber ich versuch' ganz spontan zu antworten.
Florian Gypser: Ja, auf jeden Fall. Das ist das einzige kontinuierliche Moment in meinem Podcast. Die sind immer gleich. Deshalb frage ich auch dich, stell dir vor, eines Tages geben wir all den Löffel ab, haben unsere letzte Fahrt, und du würdest von da aus zurückblicken auf dein Leben bis heute. rückblickend auf heute.
Tobi Fruh: Okay, gut.
Florian Gypser: Welche Fähigkeit, die du jetzt noch nicht beherrschst oder wo du sagst, da bin ich echt nicht gut drin, möchtest du unbedingt noch bis zu deinem Lebensende erlernen, optimieren, ausbauen? Was gibt's da?
Tobi Fruh: Das Thema Selbstfürsorge wäre vielleicht eins, wo ich immer noch kontinuierlich dran arbeite, weil ... Die Natur hat es mir in die Wiege gelegt, dass ich so viel Neugier und Interesse habe, dass ich ganz viel immer ausprobieren muss und das so mit dem Jonglieren oft nicht so ganz hinkriege, weil ich mich dann so Dinge gerne reinstürze und dann immer mal wieder merke, dass man Grenzen nicht nur erreicht, sondern auch überschreitet. Und diese, ja Allzeit zitierte Work-Life-Balance, wo auch viele drüber schmunzeln. Ich aber ganz ehrlich sagen muss, unser Arbeitsleben ist schon sehr dynamisch geworden und wir brauchen auch ganz dringend immer mal wieder gute Boxen-Stops. Und ich weiß nicht, es dir gegangen ist. Wir haben ja kurz im Vorgespräch auch schon gesagt, so mal eine Zeit lang ohne digitale Medien unterwegs zu sein, so wie wir es von früher auch kennen. Das erholt auch eine gewisse Wir können nicht quasi durchackern auf diesem schnellen Niveau, sondern wir brauchen das, so stelle ich es mir zumindest vor, wie im Krafttraining. Die Muskeln wachsen durch Anspannung und Entspannung. Und das kommt manchmal vielleicht auch ein bisschen zu kurz. Und daran muss ich auch immer mal wieder gut arbeiten, nicht zu sehr, zu viel zu wollen, sondern auch, dass man sagt, auch das was Wo wir uns früher zum Beispiel gerne mal gelangweilt haben, das haben wir heute fast gar nicht mehr, weil wir uns ständig beschäftigen können. Und gerade Langeweile habe ich jetzt neulich auch von einem Neurologen gelernt. Ist ja eine Sache, wo wir extrem kreativ sind.
Florian Gypser: Nee.
Tobi Fruh: Also warum haben wir so tolle Ideen, wenn wir Tomaten schneiden oder unter der Dusche sind oder kurz vorm Einschlafen sind? Wir sind nicht fokussiert auf das, was wir gerade tun, sondern wir sind relativ stumpf mit irgendwas beschäftigt, wo wir nicht geistig Anspruch haben. Und dann kommt plötzlich eine super kreative Idee. Und deswegen klidiere ich ja auch so bisschen dafür auch in Richtung der Jugend meine Kinder.
Florian Gypser: Mmh.
Tobi Fruh: Langweilt euch ruhig mal, das ist vollkommen in Ordnung, weil daraus entsteht im Zweifel wieder was ganz Cooles. Lasst das mal zu. Das geht so ein bisschen verloren in unserer Zeit.
Florian Gypser: Mmh.
Florian Gypser: Sehr schön. Kann ich alles nur unterschreiben und nachvollziehen. Ich hab auch jahrelang nicht wirklich Zeit für mich, nehmen können und auch nicht genommen, dann ... mal gezwungen zu sein. Hatten wir eben drüber gesprochen. Mein Frankreich-Urlaub letzten Sommer an der Adesch, da gab's kein Internet und kein Mobilfunk. Da muss man sich mit sich selber oder einem Buch beschäftigen. Von daher hat's sehr gut getan. So. Die zweite Frage.
Tobi Fruh: Perfekt!
Florian Gypser: Ich hatte heute schon eine Podcastaufnahme, gemerkt hab, da muss ich noch drauf hinweisen, dass es bei der Frage den Kopf ganz weit aufmachen geht und wirklich ein Traumsszenario. Ich hab festgestellt, bei dieser Frage tun sich insbesondere meine Gäste, die angestellt sind, ein bisschen schwer. dem einfachen Grund. glaub, die denken sich, wenn ich jetzt wirklich meinen totalen Traum hier äußern würde, weil es hat mit der Arbeit zu tun, vielleicht krieg ich dann einen Rüffel von oben. Mal gucken, wie du antwortest. Und zwar rein hypothetisch, es ist nur rein hypothetisch. Oder vielleicht ist es sogar dein absoluter Wunsch. Wie würdest du deinen Arbeitsplatz sowohl physisch, also wo du sitzt, in welchem Land, an welchem Ort, du hinguckst, was dich herum geschieht, gestalten? Wenn eine gute Fee käme und sage, pass mal auf, du kannst dir alles wünschen, Geld spielt auch keine Rolle, du kannst dir wünschen, wo du sitzt, stehst, Holz hackst oder was immer, auch du machst und was du tust. Also Inhalt und deiner absoluten Traumarbeitsplatzsituation.
Tobi Fruh: Das ist der Tat wirklich eine herausfordernde Frage, weil auch hier ist es so, dass ich am liebsten 10 oder 20 Leben hätte, weil ich mir auch ganz unterschiedliche Jobs vorstellen kann. inzwischen ist es auch so, dass ich mir vorstellen könnte, Busfahrer zu sein, Menschen zu transportieren, weil mir Autofahren oder Busfahren Spaß macht. Das ist aber auch immer noch so meine alte Liebe zu Medizin. Ich war damals, als noch die Wehrpflicht gab bei der Bundeswehr als Sanitätssoldat und war wirklich kurz davor zu überlegen, zu verpflichten und dort Medizin zu studieren, weil ich das sehr attraktiv fand. Aber dann ging der Weg doch wieder weg aus München. Aber dem hänge ich schon noch so bisschen nach. Vielleicht ist es auch dem geschuldet, dass ich dann so als Ersthelfer seitdem immer wieder aktiv bin und auch schon ein, zwei Menschen, glaube ich, gut helfen. konnte, die in einem Notfall waren. Und da merke ich einfach, das liegt mir, weil ich da so bisschen die Ruhe habe, dann auch ganz stumpf zu agieren und nicht zu emotional zu werden oder zu stocken. Also von daher, als Mediziner könnte ich mich gut sehen. Ja, das ist, glaube ich, einer dieser Hauptpunkte, die mich reizen würde. Andere sagen, naja gut, du könntest auch gut ein Diplomat sein. Da durfte ich auch Ende der 90er Jahre im Rahmen meines Studiums ein Praktikum in der Deutschen Botschaft in Washington machen. Gesundheit.
Florian Gypser: Okay, danke.
Tobi Fruh: Und da habe ich den Botschaftsbetrieb mal so kennengelernt und gemerkt, was da so los ist. Das war eine super spannende Zeit. War ich allerdings dort im Pressereferat und das hatte dann auch schon wieder so einen Anklang auf meinen späteren Lebensweg dann geschlagen, weil ich gesehen habe, da gab es einen Juristen, der diese Pressestelle in Washington geleitet hat und der war Jurist. Und ich habe verwundert zur Kenntnis genommen, dass du nicht nur Rechtsanwalt oder Richter werden kannst mit
Florian Gypser: Hm?
Tobi Fruh: sondern eben, dass da auch andere Dinge möglich sind. Und das war so eine Sache, die auch bei mir dann hängen geblieben ist, wo ich dann ja dann auch später so in diese Richtung Journalismus und PR gegangen bin. Also ist in der Tat weiterhin schwierig. Am Wochenende war ich mit unserem Winterdienst unterwegs. Das war extrem anspruchsvoll, was meine Kolleginnen und Kollegen da reißen. Da war ich als Beobachter dabei. Das könnte ich zum Beispiel körperlich gar nicht ableisten, was die Jungs da und Mädels machen. Das ist bei solchen Situationen extrem. Und das werde ich auch sichtbar machen. Das schon mal hier als kleine Ankündigung. Ich habe da ein Video gedreht. Ich hoffe, ich kriege die Erlaubnis von den Kolleginnen und Kollegen, dann zu zeigen, weil es eine kleine Reportage entsteht.
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: aus einem kleinen Augenblick heraus, wie die Samstagmorgen so einfach in Action sind. Und das hat mich schon auch sehr beeindruckt.
Florian Gypser: Und was würdest du sagen als Arbeitsplatz? ich sag mal, Klassiker ist eine Hütte in den Bergen, die Birne frei und ich kann mich auf mein Buch konzentrieren. Was würdest du sagen ist dein absoluter Traum?
Tobi Fruh: Mhm.
Tobi Fruh: Also da ich jetzt Fan von hybriden Arbeiten bin, sowohl zu Hause als auch im Büro, ich finde das ist eine Arbeitsform, die wir seit Corona uns ja verstetigt haben und die ich absolut großartig finde, weil du je nach Aufgabenbereiche mal im stillen Kämmerchen arbeiten kannst, kreativ aber mit anderen zusammen im Team halt auch vor Ort sein kannst, würde ich mir jetzt noch zu meinem Zuhause genau diese in den Bergen wünschen, weil ich doch auch ein Winterfreund bin, was Skifahren angeht und im Sommer gerne wandern gehe in den Bergen. Und das ist das natürlich, was mir hier in Norddeutschland als Süddeutscher sehr fehlt, das sind die Berge. Wir haben zwar hier den Harz vor der Tür und der Brocken ist auch relativ hoch, aber das ist halt nicht so mit so einem Gebirge wie in Süddeutschland vergleichbar. Und das fängt an, dass die Wiesen anders riechen und auch mehr Wiesen sind als hier Acker. Wir haben hier viel Landwirtschaft. Und da unten, es riecht alles anders. Das wäre noch mein Arbeitsplatz unten irgendwo in den Bergen. Gerne da so Richtung Miesbach, Fischbachau. Das ist so die Hood, wo ich ganz gerne auch immer mal wieder bin. Ob zum Skifahren, wenn es Schnee hat oder vor allem zum Wandern.
Florian Gypser: Sehr schön. Kann ich auch gut nachvollziehen. Das ist auch einer meiner Traumplätze. Ich bin als Kind, ich weiß gar nicht wie viele Jahre, bestimmt zehn Jahre mit meinen Eltern der Schweiz im Urlaub gewesen. Das Verrückte, mein Vater sagte mal in den 80er-Jahren, oder gerade Anfang der 80er, war es in der Schweiz günstiger Urlaub zu machen als in Deutschland. Ob das wirklich so war, weiß ich nicht. Aber er sagt, es war halt nicht so wie heute, dieser krasse Unterschied. ich hab ein paar Mal wirklich ... Im Engadin war das, ich ...
Tobi Fruh: Mhm.
Florian Gypser: so richtig so Berge ganz oben, Haus im Hang erleben dürfen. Berner Oberland waren wir auch ganz häufig in der Nähe von Staat. Und da habe ich die Berge lieben gelernt. Das natürlich jetzt nicht mehr so günstig, da hinzufahren. Aber gibt es ja auch in Österreich oder woanders.
Tobi Fruh: Das stimmt. Ich gerade sagen, wir haben in Deutschland ja auch mit der Zugspitze noch einen wirklich beeindruckenden Berg, wenn man da oben ist und dann dieses Dreiländereck hat mit Österreich dann noch an der Stelle. Das ist schon beeindruckend. Ich habe ja selber auch eine Zeit lang in Konstanz studiert, die Uni mit der schönsten Mensa. Da sitzt du oben, guckst auf den See und im Hintergrund siehst du in Ferne die Berge. Schlecht fürs Studium, hervorragend für die Freizeitgestaltung, weil du dann halt viel
Florian Gypser: Mhm.
Tobi Fruh: schnell in Gebieten bist, wo es richtig cool ist. Aber es ist etwas, da denke ich sehr gerne ran zurück.
Florian Gypser: ist witzig, weil vor, warte mal, was haben wir jetzt? Wir haben jetzt 26. Vor 27 Jahren, vor 27 Jahren war ich mit einer Band, mit der ich damals im Rahmen meines Studiums öfters auf Tour war und mit der ich mehrere CDs produziert habe, waren wir auf dem Asterfest der Uni Konstanz und haben da gespielt.
Tobi Fruh: Mhm.
Tobi Fruh: Mhm. Mhm. Mist, dann habe ich euch gerade verpasst, weil das war die Zeit, ich ein auswärtiges Studium hatte. In Karde war ich da, Partneruni war das da von Konstanz. Und da war ich in der Zeit noch genau im Ausland. Mist. Ja, aber dann kennst du das ja auch da. Es ist halt auch so...
Florian Gypser: Ja, siehst du, aber so klein ist die Welt. weiß noch, das ist so bisschen im Grünen gelegen. Ja, ich kann mich noch rudimentär dran erinnern.
Tobi Fruh: Es ist kein schöner Bau, ein 70er Reformuni-Bau, der oben auf dem Berg ist. Aber du hast halt diesen Hammerblick und das ist halt krass. Also ist schön, studieren. Da zumindest gewesen.
Florian Gypser: Genau, das weiß ich noch.
Florian Gypser: Ich weiß nur, dass wir in irgendeiner Bibliothek gepennt haben. Das war völlig abgefahren. Wir alle Schlafsäcke dabei und hieß es, ja, da hinten die Esse, Studenten halt. Ich war ja auch Student. Und ja, da hinten, und dann war das ... so wie so eine kleine Bibliothek, so eine Ecke, wo dann acht Leute kreuzen, quer pennen konnten. Ganz toll. Wir natürlich alle megaviel Schlaf gehabt. Logisch, total. Nee. Damals nicht.
Tobi Fruh: Ja.
Tobi Fruh: Okay.
Tobi Fruh: Klar, Brauchten wir das früher? Nee. Da war's nicht.
Florian Gypser: So, last but not least. Welcher bekannten Persönlichkeit wärst du gerne begegnen oder würdest du gerne begegnen und worüber hättet ihr gesprochen oder würdet ihr sprechen? Sag nicht, du hast zehn verschiedene. Nimm eine, die wichtigste.
Tobi Fruh: Ja, ist immer so die Frage, ob das jetzt so ein super Promi sein muss oder nicht. Also lustigerweise, ich hab mir die Frage auch schon Gedanken gemacht, gibt natürlich mehr als ein. Spontan hatte ich Bastian Pasztefka im Sinn, weil ich seinen Humor ganz gerne mag und der ja auch ein wandelndes Filmlexikon und Podcastlexikon ist, ja auch einen ganz hervorragenden Podcast mit Mucks, diese Kriminalgeschichten, alte Erhörspielgeschichten, da vorstellt und das erinnert mich sehr stark an meine Kindheit, weil ich bin halt auch mit Hörspielen, Krimi-Hörspielen groß geworden, vom SWR damals noch. Dann habe ich mich schön als junges Kind da ins Bett gekruselt und dann lief das, ich, 20 Uhr, von 20 bis 21 Uhr, wenn ich nicht täuschte, das durfte ich dann immer hören. Und dann gab es halt so Studio 13 mit so einer ganz kruseligen Musik und dann ging das irgendwie los.
Florian Gypser: Kenn ich auch noch.
Tobi Fruh: Ich mag ihn so als Comedian und ich bin ja immer jemand, der ganz gerne Leute kennenlernt, zu erfahren, wie sind die in echt. Weil du weißt ja selber, die Leute im Showbiz haben oft auch eine Rolle. Oder Kamera geht an, Rotlicht ist an, man ist dann so ein bisschen anders. Und da irgendwie zu durchdringen, wie dieser Mensch tickt, das finde ich schon ganz interessant, weil diese Diskrepanz, die hab ich natürlich auch geschaut.
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: bei Moderatorinnen und Moderatoren, mit denen ich zusammengearbeitet habe, ist zum Teil auch ein Selbstschutz, verstehe ich auch, dass du dich nicht so ganz frei gibst, auch wenn wir heutzutage alle immer so Authentizität einfordern, aber ein Stück weit musst du da ja auch ein bisschen aufpassen und das wäre halt so der Reiz. mit ihm so mal darüber zu sprechen, er so diese Filmentwicklung und Fernsehentwicklung nimmt, die ja im Moment sehr dramatisch ist. Auch wenn man sieht, es ist leider ja keine Überraschung, aber wenn man bei RTL auch sieht in Köln, diese große Entlassungswelle, die jetzt ansteht, diese wahnsinnige Transformation, die nicht überrascht, aber einen trotzdem jetzt trifft irgendwie und man sehr mitfühlt mit den Kolleginnen und Kollegen. Ich durfte ja auch in meinem Leben
Florian Gypser: Hmm.
Tobi Fruh: Zeit lang für RTL Dinge mit produzieren und das macht dich dann schon wieder so ein bisschen demütig in dem Moment für die Menschen, jetzt davon betroffen sind. Das macht einen schon auch bisschen nachdenklich, auch wenn diese Entwicklung und Transformation unumgänglich ist in Richtung Streaming und Digital. Da hat sich auch die Sendergruppe stark nachorientiert mit ihrem Angebot. Aber das lineare klassische Fernsehen, wie du und ich das ja auch noch kennen, verliert natürlich an Bedeutung. Da sind die Werbeeinnahmen nicht mehr so, wie sie sind. Du kennst das auch, Musikbranche, Transformation.
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: was mit den Streaming Plattformen gekommen ist.
Florian Gypser: Transformation ist nichts. Transformation ist nichts, kann man da sagen, aber es realisieren immer noch die meisten Menschen nicht. Also die, drin sind, die sind meiner Erfahrung nach völlig blind aufgrund ihrer Passion. Und die, die nicht drin sind, die haben immer noch das Bild von dem Rockstar und von dem Musiker, wenn er dann mal irgendwo zu sehen ist, mal kurz in Zeitungen, Film, Fernsehen, sonst wird er ja direkt Millionär sein. dass wahrscheinlich ein niedriger, einschilliger Prozentsatz in Deutschland davon leben kann. Aber es ist müßig. Es alles Entwicklungen, die haben sich abgezeichnet. bin froh, dass ich vor vielen Jahren aus diesen Branchen ausgestiegen bin, erst aus der Musikspät, aus der Medienbranche. Da hatte ich auch mit RTL eine denkwürdige, interessante Erfahrung. Ich hatte ja eine Trainingsfirma 16 Jahre lang für Audio-Musikproduktion mit vielen Seminaren, Lehraufträge hab ich auch gemacht.
Tobi Fruh: Ja.
Florian Gypser: Auch externe Dozenten hatten wir einige. Und im Rahmen dieser Tätigkeit hat mich mal der technische Leiter für alle Tonstudios von RTL, beziehungsweise der RTL-Gruppe weltweit, also nicht nur Deutschland, sondern auch in korrespondenten Stellen, die es damals noch gab, der hatte mich gebucht für eine Schulung und ein Coaching für eine Audio-Software, die sie bei sich neu einführen wollten, aber alle nicht kannten. Und war sehr spannend, war auch ein Schöner Tag da, wo wir das mal gemacht haben. Und meine Frau hatte damals, das ist auch schon 15 Jahre her, hat die noch mal studiert, nämlich Videoproduktion, also Digital Film wie FX, als die Kinder so aus dem Gröbsten raus waren. Und sie wollte unbedingt nach dem Studium mal irgendwas mit Fernsehen machen. Also wir beide waren dann schon tätig in der Industrie über einen ehemaligen Kunden von mir, der damals Telekom-Trainingsleiter war. Also von der Telekom-Training der Abteilungsleiter und sich selbstständig gemacht hat. Wir beide waren schon in der Industrie, haben mit diesen Industrietrainingsproduktionen, Schulungsfilmen ganz gut verdient. Aber meine Frau wollte halt, das war alles nie so der Standard, den wir gemacht haben. Sie wollte mal diesen Standardszenarien als Cutterin bei RTL oder so. Und dann hab ich durch meinen Kontakt, der hat mir dann den Kontakt zum Leiter der gesamten Videoabteilung. Also die haben das wirklich technisch getrennt. Da gibt's einen Leiter, der die ganzen Videostudios unter sich hat, der mehr organisatorisch tätig ist und verwaltend als technisch. Und den anderen, der halt für die Tonstudios oder für den Tonbereich zuständig ist. Der hat dann, Joana, damals ein persönliches Vorstellungsgespräch bei dem obersten Videostudio Zampano ermöglicht. Also so kurzer Dienstweg. Lange Rede, kurzer Sinn. Es ist jetzt
Tobi Fruh: Mhm.
Florian Gypser: Bestimmt 12, 13, 14 Jahre her. Sie hat ihm eine halbe Stunde erzählt, was wir schon alles machen, unsere Agentur, unsere Firma, dass wir aus der klassischen Medienbranche gleich raus sind in der Industrie. Und da meinte er ganz ehrlich, was machst du hier? Ja, würde mir gerne, ja, aber ganz ehrlich, bei dem, was ich dir zahlen darf und zahlen kann, das ist Zeitverschwendung. Und außerdem, ganz hinter uns, ich weiß auch nicht, wie lange das alles noch Sie wäre als Externe, als Freie da eingestiegen, hatten die damals viele. Und ich weiß, sie war total, total enttäuscht und traurig auch, weil sie wollte halt, kann ich auch verstehen, seitdem wir verheiratet sind, ein paar Jahre später haben wir angefangen zusammenzuarbeiten. Sie wollte auch mal was für sich haben. Kann ich auch völlig verstehen. Aber das war so demotivierend, was der gesagt hat, auch mit so ein paar Andeutungen, was die zukunftsfähig ... Also, dass das in Zukunft nicht unbedingt ein Markt ist, der wachsen wird und so.
Tobi Fruh: Ja.
Florian Gypser: Das ist mir die Tage, als ich das gelesen hab, eingefallen. sagte, macht das mit deinem Mann, baut die Firma auf das, was ihr da macht. eine totale Nische. Trainingsfirmen ist noch kein Standard. Darauf baut unsere Firma auch komplett auf mittlerweile. Als ich das gelesen hab, dachte ich, wie gut, dass Joana damals nicht in diese Branche eingestiegen ist. Und dass wir 2019 aus dem gesamten Medien-Musik-Zirkus ausgestiegen sind, ich echt so dankbar.
Tobi Fruh: muss man an der Stelle sicherlich auch sein. Klar, die Erfahrung nicht machen zu dürfen, dass man da erstmal enttäuscht ist, kann ich total noch vollziehen, aber das ist ja das Schöne, wenn du dann eben den Rückspiegel guckst, wie du ja auch bei deinen Eingangsfragen hattest. So manche Entscheidungen im Nachhinein sind noch besser als... damals eigentlich wirkten, weil man denkt, ach Mist, da ist die Enttäuschung vielleicht größer, aber ich glaube auch ein Stück weit so ist das Leben. Also wir treffen meistens ganz gute Entscheidungen, die im Rückblick oft dann sogar noch besser sind. das ist auch, glaube ich, gutes Credo. Never look back, never regret. Es gibt nichts zu regretten an der Stelle. Und von daher ...
Florian Gypser: Definitiv. hab... Ich hab einen schönen Satz als Ergänzung dazu. Den hab ich bei einem Seminar zum Thema persönliche Weiterentwicklung und so Sachen gehört, zum Thema Entscheidung treffen. Nach diesem Konzept hab ich schon, glaub ich, gelebt, unbewusst, lebe ich aber mittlerweile bewusst. Der Satz ist, treff eine Entscheidung und sorge dafür, dass es die richtige war.
Tobi Fruh: Genau, du bist dafür zuständig, das so zu bewerten letztlich auch. Und ich glaube, das ist ja etwas, was man vielleicht so auch in unserem Alter auch lernt, auch mit besser mit umzugehen, dass man die Entscheidung gar nicht so hinterfragt, sondern halt auch ganz klar betrachten kann, kann, das ist schon richtig. Schön.
Florian Gypser: Eine nicht getroffene Entscheidung ist schlimmer als eine falsche Entscheidung. Weil bei der falschen Entscheidung kannst du immer noch das Beste draus machen. Wenn du dich aber nicht entscheidest, dann eierst du ewig rum und verlierst Lebenszeit und Energie.
Tobi Fruh: Man kann es auch ganz einfach mit dem Hashtag einfach mal machen, aber wirklich unterstreichen. Auch so ein geflügeltes Wort. Es gibt auch einen netten Kollegen bei LinkedIn, Hakan. Das ist so sein Slogan, sein Motto. oder just do it, wenn man jetzt nicht den Nike-Slogan nehmen will. so geht's mir auch. Und das merke ich auch im täglichen Doing. Es ist viel besser, sich für etwas vielleicht zu entschuldigen, was nicht so gut gelaufen ist, als wenn man gar nichts macht. Und ich merke halt immer wieder, das ist so eine Quintessenz. musst ins Tun kommen. Und darüber wirst du auch besser. Auch in den Dingen. Ob das jetzt Video dann ist, worüber wir noch sprechen. Du musst das halt machen. Einmal gemacht. und dann ganz lange nicht, doof, sondern du musst in so einen Flow reinkommen und dann wirst du dich auch immer wieder verbessern können.
Florian Gypser: Ist eine sehr schöne Überleitung zu unserem Hauptthema nach 25 Minuten. Nämlich Videokommunikation.
Tobi Fruh: Jo!
Tobi Fruh: je, jetzt haben wir gleich die Hälfte der Leute verloren, weil denken, wann geht es endlich los mit dem Video.
Florian Gypser: Ja, kommt drauf an, aber die meisten sind es schon gewohnt, zumindest bei meinem Podcast, dass Interviews mindestens 45 Minuten gehen. Von daher alles gut. Du hattest mir im Vorfeld ein paar Wunschthemen oder Themenbereiche genannt. Also zum Beispiel, warum für dich Video ein wichtiger Bestandteil im Kommunikationsmix ist. Und, und das finde ich besonders schön, der Nachsatz, warum wir dringend mehr davon auch brauchen. Und ein zweites Thema, was ich auch spannend finde, weil ich da ...
Tobi Fruh: zu.
Florian Gypser: Ich glaube, habe eine ähnliche Erfahrung wie du, nämlich das Thema KI-generierte Videos. Wo das Sinn macht und wo es totaler Unsinn ist. Aber erzähl mal ein bisschen aus deiner Erfahrung im Unternehmen mit Video in der Unternehmenskommunikation. Was kannst du da berichten?
Tobi Fruh: Also du hast ja eingangs schon mich supernett vorgestellt. Ich habe ja quasi einen Weg aus dem Journalismus, im Fernsehjournalismus gemacht und habe mein damaliges Studium auch pausiert, weil ich die Chance bekommen habe, bei Hans Meiser in Köln ein fernsehjournalistisches Volontariat zu machen. Der große Anchorman von, da haben wir wieder RTL, 7vor7, der damals eine eigene Produktionsfirma hatte und sich aber auch andere
Florian Gypser: Mh!
Tobi Fruh: produziert hat. Es gab die Hans-Meiser-Show, gab zahlreiche anderen Talkshows. Wir sind also in den 90ern, wo Talkshow das Genre war, dass da die Leute vor den Bildschirm gezogen hat. Mich als Studi auch. Und mich hat immer die Frage gequält, ist das alles echt? Was sind das für Menschen? Also man hatte ja mit Protagonisten zu tun, die du so ja nie kennengelernt hättest. Und ich habe mich immer die Frage gestellt, hat das doch alles gefaked? Und da kam dann so die Neugier durch und ich hatte dann dort hingeschrieben, ob ich mal ein Praktikum machen könnte. Ich würde mal gerne mal hinter die Kulissen gucken und mitmachen und so. Und die hatten sich sehr lange nicht gemeldet und dann kamen irgendwie Monate später, ja, kannst jetzt hier im August da mal was machen. Dann habe ich mich nicht zweimal bitten lassen, bin dann nach Köln, habe dann vier Wochen dort Praktikum gemacht und war so on fire, weil ich diese Welt, diese Fernsehproduktionswelt, weil so geil fand damals. Da gab es riesen Kühlschränke mit Getränke. Da gab es total coole Leute, mit denen man zu tun hatte. Man hatte so das Gefühl, die sind alle so locker. Und ein Fernsehstudio, wenn du da dich aufgehört hast, da kriege ich jetzt noch bisschen Gänsehaut, weil ich mich sehr gut erinnern kann. Damals übrigens auch gab es Mickey Krause, der war damals Anheizer für die Sendung.
Florian Gypser: Hmm.
Tobi Fruh: Klackör sozusagen, die Leute dran, der so ein bisschen erklärt hat, wie es ist, ein bisschen die Leute aufgebärmt hat. Das war Micky Krause und der war damals schon cool. Also war ein guter Unterhalter und mit solchen Leuten hast du dann dazu tun gehabt und so dass ich dann nach vier Wochen gesagt habe, geil, das will ich gern weitermachen. Meine damalige Teamleiterin war auch angetan von mir, hat gesagt, ja du kannst gerne hier weitermachen, wenn du willst. Wir brauchen auch so Leute, Bock haben. Und dann habe ich gesagt, ja, aber ich kann ja jetzt nicht nur hier einfach jobben, ich muss ja jetzt auch wieder stu...
Florian Gypser: Hmm.
Tobi Fruh: machen. Also ich würde hier weitermachen, wenn ich eine Aussicht hätte, da ein Volontariat zu machen. Weil das war so, wo ich dachte, erst Studium fertig machen und dann vielleicht ein Volontariat machen. So und dann haben sie gesagt, ja dann wir schauen uns mal an, wie du arbeitest und nach einem Dreiviertel der haben sie gesagt, so jo, kannst ein Volontariat machen. Und dann habe ich gesagt, gut, dann pausiere ich noch ein bisschen weiter mein Studium und das ist jetzt mittlerweile schon über 25 Jahre her. Sodass ich dann halt, wie gesagt, die Ausbildung gemacht habe, die über zwei Jahre ging. dann springe ich jetzt mal, verschiedene Stationen gemacht habe, auch dann nach Wolfsburg gekommen bin und habe dort Volkswagen TV gemacht. Das ist eine Sendung für die Monteure und Verkäufer in den Autohäusern gewesen. Eine Sendung mit der Maus. wenn man so will, wir haben dort gezeigt, ... was die neuen Fahrzeuge sind, ... aber auch wie die repariert werden, wenn es da ein Problem gibt. Das waren Live-Sendungen, die wir aus Wolfsburg produziert haben. Spannendes Thema eigentlich für sich, ... ... weil sehr interessantes Format, ... ... Business TV, auch mit einem riesen Regie, ... nicht so wie du, ... der ja mit Corporate Studios ... ... vor allem auch eine kleinere Produktion ermöglicht. Dort war es halt mit einem riesen Studio, ... ... also mehreren, wo Autos halt rein raus machen konntest. Und das war halt in Zusammenarbeit mit TVN. TVN ist ja auch ein großer Fernsehdienstleister aus Hannover. Die kennt man, wer Fußball mag. Das sind diese großen Übertragungs-LKWs, die die Spiele dann übertragen. So und dann war ich in Wolfsburg und ähnlich wie die Geschichte vorhin hatte ich so das Gefühl in der Fernsehbranche mit Ende 40 würde ich gerne da weg, weil es wurde auch immer mehr für uns Redakteure, so dass wir auch mehr technisch agieren mussten, ... einen Schnitt übernehmen mussten, vorschneiden mussten, um effizienter unterwegs zu sein. Und ich merkte, ... ich habe eine ältere Kollegin gehabt ... und bei der habe ich gesehen, wie schwer sie sich auch mit diesen Techniken tut ... ... und habe mich dann im geistigen Auge gesehen ... und habe gesagt, ... ... oh, weiß ich nicht, ... schaffe ich das dann noch so mit Mitte 50? Keine Ahnung, wie das ist. Für mich war damals Mitte 50 uralt. Jetzt werde ich bald Mitte 50 ... und das ist total egal. Aber das war der Zeitpunkt, wo wir gesagt haben, ... oh, ich würde gerne noch mal wieder was anderes machen.
Florian Gypser: Hmm.
Tobi Fruh: und hab dann das Glück gehabt, dass ich eine Stellenanzeige gesehen hab, so als Pressesprecher bei Volkswagen Immobilien und ich so, Volkswagen Immobilien? Was ist denn? Volkswagen, ja klar, Autos und so kennt man, aber Immobilien, hä? Und hab da erstmal diese Firma kennengelernt, die da ist und ja, und hab da das Glück gehabt, einen Chef zu haben, der für die Stelle dann mich genommen hat, was ein bisschen Risiko war, weil ich jetzt ja keine PR-Erfahrung hatte, gesagt hat, ja gut, komm. Du bringst da eine Menge mit, das finde ich cool und ich pushe dich da und bringe dir das bei. Es ist fast 15 Jahre später, es ist wahrscheinlich auch dort einen Job gemacht zu haben. Aber ich damals auch ein bisschen mit in Anspruch rein. Ich würde gerne mehr Bewegtbild dort machen. Und bin da am Anfang ziemlich gleich dann ein bisschen auf die Nase geflogen, weil es war gar keine Notwendigkeit da jetzt zu der Zeit damals, 2011 war das, jetzt hier groß Bewegtbild zu machen. Ja, man Beitrag hier und dort, aber jetzt irgendwie was Größeres aufzuzügen. Ich hatte so Immobilien-TV im Blick und so.
Florian Gypser: Mhm.
Tobi Fruh: Ohne über zu überlegen, gibt es ja überhaupt eine Zielgruppe für. Und da bin ich sehr schnell dann wieder, wo ich dachte, mit dem Pfund konnte ich da jetzt erstmal nicht wirken, sondern ich muss jetzt erstmal Handwerkszeiten lernen und so einen Grundkurs machen, wie schreibe ich eine Pressemitteilung. Also wenn ich damals KI schon hätte, das wäre cool gewesen. Aber Vorteil, wirklich von der Pica handwerklich gelernt, wie man so eine Pressemitteilung schreibt, hatte ich davor ja keine große Ahnung. Ich habe zwar als Journalist auch welche gelesen, aber nicht welche geschrieben. Und deswegen war es gut.
Florian Gypser: Hm.
Florian Gypser: Hmm.
Tobi Fruh: vom Werdegang her, dass ich da erst mal so dieses Rüstzeug hatte, was die ganze PR-Geschichte angeht und dann eben verstärkt vor allem mit dem Thema Smartphone, wo ich sagte, okay, das fängt jetzt wieder an total spannend zu werden. Und das war auch so die Corona-Zeit, als wir merkten, Bewegtbild, wo wir nicht mehr miteinander in Kontakt treten konnten, hat eine andere Wertung bekommen und Wertigkeit. hatten Da zum Beispiel auch das Thema Wohnungsbesichtigung. Die konnten ja in der Corona nicht stattfinden. Die Leute konnten nicht herkommen. Und da mussten wir uns halt was einfallen lassen. Und da haben wir halt digitale Wohnungsbesichtigung gemacht, indem wir halt Wohnungen gefilmt haben und die dann noch zusätzlich bearbeitet haben, wo man sagt, okay, das ist eine leere Wohnung und die haben wir dann noch mit
Florian Gypser: Mmh.
Tobi Fruh: geskrippelt, wie die mit Möbeln aussehen kann. Also nicht so wie heute, wo es mit so einem Schnipp geht, sondern das war wirklich hart. Mit Postproduktion, Grafik und so weiter, da gab es noch nicht so diese KI vor fünf, sechs Jahren. Deswegen das hat uns ja auch komplett jetzt hier so quasi eingeholt. Und das war so der Start, wo man merkt, okay, da hat Bewegtbild wieder einen extremen Rechtfertigung. Und dann natürlich die ganze Welle, die jetzt mit Social Media kam, diese ganzen Produktionen, die man da an Content machen konnte für Insta, Facebook und vor allen Dingen LinkedIn. Da hatten wir ja auch eine große Zeit, wo Video extrem gepusht wurde und man plötzlich mit der Situation konfrontiert war, was mache ich denn damit? Und da geht es nicht die großen Imagefilme. Da bist du ja auch so jemand, das weiß ich ja auch, der sagt, ja, hat eine Berechtigung, aber hat eigentlich nicht mehr den Stellenwert, wie es früher hatte damals, zu Recht auch nicht, weil keiner sich sechs Minuten
Florian Gypser: Hmm.
Tobi Fruh: wo sich ein Geschäftsführer oder eine Geschäftsführerin dann irgendwie darstellt und man irgendwie ja so ein geskriptetes Hochglanz hat, sondern was wollen wir? Wir wollen hinter die Kulissen gucken, wir wollen Menschen kennenlernen, wir wollen praktischen Mehrwert haben, wir wollen Tipps haben und das lässt sich auch relativ einfach aus meiner Sicht produzieren und auch da bin ich wie du an der Stelle, pedant was das Thema Ton angeht. Ich bin auch der Meinung, es ist nicht wichtig, dass du jetzt eine High-End-Kino Filmeinstellungsgeschichte hast, das muss ein paar Grundregeln haben, die du mit dem iPhone oder mit anderen Smartphones machen kannst. Und diese Kompetenz, und das behaupte ich immer, trägt jeder von uns in uns, weil jeder von uns macht von Familienfeiern, von Urlauben, Videos und die sind auch nicht so, dass man nur an die Decke filmt und anschließend nichts sieht. Die haben oft das Problem, dass vielleicht der Ton dann nicht so passt. Und das kann man, finde ich, inzwischen ganz gut heilen. Da gibt es gute Möglichkeiten, kleine Mikrofos Helfer und wenn du dann noch kombinierst, dass das Licht ein bisschen ganz gut ist und paar kleine Dinge achtest, dann finde ich kann fast jeder ziemlich gute Sachen machen und auch die Postproduktion ist mittlerweile auch gar nicht so schwer. Ich habe heute, wenn ich das sagen darf, wir machen ja eigentlich keine Werbung, aber ich habe ja heute meinen Winterdienseinsatz mit CapCut auf dem Handy geschnitten, weil ich mal wieder Probleme hatte, diese Dateien dann rüber zu ziehen, habe es dann auf dem Handy gemacht.
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: 2 Stunden war das Ding geschnitten, 8 Minuten 33 mit 5-6 O-Tönen drin, mit ein Übergängen. Alles easy.
Florian Gypser: geht alles. Und vor allem, hast ja eine Sache schon gerade eben erwähnt, die du auch schon anfangs gesagt hast, dieses Einfach Mal machen. ist ja das, wenn im Unternehmen noch gar nichts in der Richtung stattfindet, also ich sehe es ja bei unseren Kunden, nun sind unsere Kunden natürlich überwiegend Mittelständler und die, die zu uns kommen, ist auch das Positive, sind zu 90 Prozent auch schon in dem Bereich tätig gewesen, haben festgestellt, okay, mit dem, wir machen wollen. über selber machen, bei Doon kriegen wir halt die Qualitätsstufe. Die nächste Nacht, wir halten mein Smartphone drauf, kriegen wir halt nicht hin. Aber die haben genau diese Stufe schon vorher gemacht. Entweder, sie selber mit Smartphone gefilmt haben oder die haben sich zwei Webcams ordentlich geholt mit OBS und so weiter und so fort. Aber die haben und das rechn ich denen schon hoch an, weil die haben teilweise wahnsinnig viel Zeit da investiert. dass dann so sinnvoll ist. Vom Preiskosten nutzen ist was anderes. Aber häufig kam es auch durch Corona, habe ich jetzt auch schon wieder gehört. Die haben sich ja mit mal beschäftigt. Währenddessen, ich behaupte immer noch, dass 95 Prozent der Unternehmen in Deutschland sicher noch gar nicht mehr mit dem Thema richtig auseinandersetzen oder auch wissen, was sie damit machen können, was sie damit erreichen könnten. Dann ist höchste der Gefühl, dass sie vielleicht für Social Media was machen. Aber einfach mal hin, loslegen, ausprobieren und selbst wenn es nur zum Üben ist, bevor man es dann bisschen hochwertiger filmt. Smartphone ist der absolute Segen, weil du kannst halt mal loslegen und dir die Ergebnisse sofort angucken.
Tobi Fruh: Und die sind ja mittlerweile auch nicht schlecht. du hast einen Destabilisator in den Smartphones, also das Wackeln geht ja teilweise weg. Du kannst auch einen Gimpel nehmen. Also die Ausstattung ist ja auch monetär komplett überschaubar. Und ich habe halt zum Beispiel gemerkt, dass es zum Beispiel ein Betätigungsfeld, wo unheimlich junge Leute auch sehr cool Verantwortung übernehmen können, weil das eine Kernkompetenz, mit denen sie ja auch so bisschen aufwachsen.
Florian Gypser: Mmh.
Florian Gypser: Mmh.
Tobi Fruh: Das finde ich jetzt zum Beispiel auch ein super geeignetes Feld. Nicht jeder hat einen ehemaligen Fernsehjournalisten bei sich in der Firma. Ganz klar. Aber er hat vielleicht jemanden, motiviert ist, das zu tun. Und da habe ich, wie gesagt, immer die jungen Leute ein bisschen im Blick, weil ich das bei uns ja auch sehe. Wir bilden ja Immobilienkauffrauen, kaufen Männer aus, die jetzt auch jetzt nichts mit Mediengestaltung zu tun haben. Aber die kennen sich gut damit aus. Und wenn ich die mal bitte, könnt ihr mal unter euch Azubis irgendwas machen oder einen Beitrag.
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: jetzt zum Beispiel auch so ein Ich habe ja als Azubi-Beauftragter immer die jungen Leute auch bei mir eine Zeit lang in Stationen und ich mache mit denen halt auch, versuche ich eben Bewegtbildprojekte zu machen und habe jetzt aktuell ein Format, das heißt eine Minute meinen Arbeitsplatz. Die haben also die Aufgabe im Unternehmen jemanden vorzustellen, eine Minute mit drei, vier klassischen Fragen, so wie du es letztlich beim Podcast auch machst als Einleitung, dass man am Ende des Tages die Person halt kennenlernt. Das schult und übt die ungemein, was das Thema umsetzt.
Florian Gypser: Hm?
Tobi Fruh: angeht, auch auf jemanden zugehen, die Sache technischem Nachgang auch einfach zu schneiden und das macht denen Spaß und wir haben da Mehrwert von. Wir können das wirklich einsetzen, halt auch die Leute ein bisschen vorzustellen, die bei uns sind. Da machen wir ja kleine Portraits. Geht alles in Haus an der Stelle.
Florian Gypser: Du hattest ja schon im Prinzip erwähnt darauf hingewiesen, dass es allein durch die technischen Neuerungen jetzt möglich ist, ist jeder mit Smartphone und einfachen Apps wie CapCut, wobei so einfach ist CapCut ja auch nicht mehr, also einfach im Sinne von den Möglichkeiten. Ist von der Bedingung sehr einfach, aber ist schon der Wahnsinn, was das mitleide kann. Nämlich auch mit... genau.
Tobi Fruh: Ja. Ja, du musst dich reinfuchsen. Genau.
Florian Gypser: Nämlich auch mit KI-Unterstützung. das ist ja jetzt ... mein, KI, kann's echt nicht mehr hören. Wenn ich LinkedIn aufmache, jeder ist der KI-Guru. Ich so, ha, das ist langsam echt ... Kennst du den Gardener Hype Cycle? Oder Gardener Hype Cycle für technische Innovation? Also, ich kenn's jetzt nicht mal ganz detailliert auch nicht. Aber grob ist es ... Über Jahrzehnte, glaube ich, ist es eine Untersuchung. Ich glaub, die läuft auch noch. Wo immer neue technische Entwicklungen untersucht werden, wie so der Verlauf ist.
Tobi Fruh: Nee, nee, das ist...
Tobi Fruh: Mhm.
Florian Gypser: Und daraus hat sich der Gardner Hype Cycle für technische Innovation entwickelt. heißt, eine Innovation kommt für die breite Masse, ob es jetzt B2B, B2C, auf jeden Fall geht es in die Öffentlichkeit und dann, boah, geil, Hammer, steigt der Graf hoch, super, und alle total begeistert, dann kommt der Punkt wo es kippt. wo die Euphorie nachlässt und die Begeisterung in der breiten Masse immer mehr nachlässt und runter und runter und runter. Ich glaube, dann sind wir im tiefen Tal der Tränen. Das heißt irgendwie auch so, wo die Begeisterung für das Thema unter dem Anfangslevel ist, wenn ich mich richtig entsinne. Also wo alle sagen, boah, dieser Mist. Und dann geht es wieder ein Stück hoch und pendelt sich ein. Das hat man bei vielen technischen Innovationen festgestellt. Und ich habe das Gefühl, bei KI sind wir kurz vorm Zenit. dass es immer mehr Leuten auch so auf den Keks geht und nervt, weil natürlich bei LinkedIn haben sie Ende letzten Jahres noch mal den Algorithmus aktualisiert, womit auch gegen diese ganzen KI-Beiträge so bisschen gegengewirkt werden soll. Lange Rede kurzer Sinn. KI-generierte Videos war ja auch Thema, über das wir sprechen wollten. Wie ist da deine Erfahrung und was siehst du als Einsatzgebiet ...
Tobi Fruh: Hm.
Florian Gypser: im Unternehmenskontext zum Beispiel auch bei euch als sinnvoll an.
Tobi Fruh: Im Prinzip hast du ja den Haupteinsatzbereich auch schon am Anfang erwähnt. Ich glaube das Thema Erklärvideo, wo du gar nicht jetzt speziell eine gewisse bestimmte Person brauchst, die wichtig ist Inhalte zu erklären, was zum Beispiel bei Avatar möglich ist, wenn du die einsetzt. Das sind so Dinge, die zünden. Und wenn ich jetzt speziell an uns denke als Wohnungsvermieter, der wir auch sind, wir haben ja eine breite Mieterschaft, die auch aus unterschiedlichen Ländern kommt. Und da hast du immer das Thema Sprache. und mit KI generierten Videos dann zum Beispiel zu erklären, wie Mülltrennung in Deutschland geht, die schnell zu produzieren sind in unterschiedlichen Sprachen, da ist KI natürlich mega. Wenn ich mir vorstelle, was das für ein Aufwand früher auch war, Dinge zu übersetzen, die du maximal vielleicht ins Englische dann transportiert hast, heute hast du per Knopfdruck in zig Sprachen das möglich und natürlich
Florian Gypser: Mmh.
Tobi Fruh: Gewisserweise musst du dann nochmal Qualitätscheck machen, aber wenn wir mal ehrlich sind, auch unsere generierten deutschen Untertitel haben Bugs drin und die überliest du halt. Die fallen dir kurz auf, aber inhaltlich verstehst du ja, was da fucked ist. Und wenn ich mir jetzt vorstelle, dass... Ich komme aus Rumänien, spreche nicht gut Deutsch und sehe aber, dass ich diesen Film auch auf Rumänisch angucken kann. Da ich ja auch eher großzügig und dankbar, dass ich das in meiner Muttersprache sehen darf, weil ich es dann auch konsumieren kann. Und so sprichst du natürlich auch Leute an und das ist unheimlich effizient im Ablauf. Und auch gerade dieses Thema, wir nutzen auch viel Simple Show, das sind diese berühmten Hände, die dann irgendwas wegwischen.
Florian Gypser: Hm.
Florian Gypser: Hm?
Tobi Fruh: schon cool. Ich arbeite jetzt speziell nicht da mit einer Kollegin von mir, mache das aber. Und wenn die das dann in so ein kleines Drehbuch schreibt und was dann dabei rauskommt, das finde ich eigentlich ziemlich cool, anschaulich, attraktiv. Und da geht es mehr, wie gesagt, inhaltliche Aussagen, so, was sind die Menschen, so wie ich, wenn ich da unterwegs bin und Kolleginnen und Kollegen begleite, wo ich sage, mir ist es wichtig, die immer in den Mittelpunkt zu stellen, mit ungeschminkt und ungeschnitten. dieses video format wo es keinen cut gibt wo es wirklich Wir ziehen das in allem durch. Das ist für mich die urehrlichste echte Form. da ist auch, wenn was schief geht, wird es drin oder ich könnte es halt nicht senden. Einmal ist mir der Akku abgerauscht und dann ging es halt nicht so an der Stelle. für diese Einsatzzwecke glaube ich ist es extrem gut und auch das Thema Special Effects jetzt wieder gesondert. Vielleicht für einen anderen Bereich, wo man sagt, okay, man würde für eine Präsentation irgendwas machen wollen, wo man eine Animation hat.
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: In unserem Fall ist das dann irgendein Bauprojekt. Und du kannst halt noch Effekte dazu nehmen, die eben KI generiert sind. Beispielsweise, auch wir haben ja ein Krisenmanagement zum Beispiel, wo man sagt, was ist in einem Krisenfall, wenn sowas aussehen wird, dann könntest du mit Hilfe von KI Dinge konstruieren und zeigen, die du so real ja gar nicht darstellen kannst. Oder halt gefühlt nur so aus Hollywood kennst, wenn irgendwas für sich, zum Beispiel
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: würde. Das könntest du ja über KI dann ganz gut generieren. Wenn ich dann so Sachen wie Sora sehe und schnell sehe, gar nicht so immer vertieft, auch so Klingen oder was es gibt, da gibt es ja schon ganz viele Softwarelösungen, da bin ich schon echt baff. Das beeindruckt mich auch total stark, als jemand der Bewegtbild liebt. was da schon auch so möglich ist. Das ist aber für mich so ein Entwicklungsmomentum, der jetzt im realen Business-Kontext noch nicht so Einzug hält, aber uns immer so eine Idee gibt, wo die Reise hingeht und warum dann nicht als Special Effect dann auch irgendwo mal nutzen können, wo es halt passt.
Florian Gypser: Mmh.
Tobi Fruh: 90 Prozent der Fälle würde ich es jetzt für unseren Use-Case nicht sehen. Aber ich glaube, da gibt es Dinge, die man damit auch extrem unterstützend füttern kann. Und auch da sehe ich, ich, das ist auch ein Tool, das ist ein Zusatzding, wie wir KI ja auch sonst so im Alltag nutzen, die uns Dinge zusammenfassen oder kürzen oder Texte vorgeben. Und so sehe ich das jetzt im Filmbereich da auch.
Florian Gypser: Ja, auf jeden Fall.
Florian Gypser: Ich fand's spannend, weil du hattest als Beispiel, ich hab noch eine Texte, die du mir geschickt hattest, einen Satz von KI, Beispiel bei Erklärvideos. fand ich spannend, aber jetzt hast du ja ein paar Use-Cases gezeigt. Ich komm ja aus dem Bereich Training, also klassische Erklärvideos haben wir auch gemacht. Aber meistens, in neun von zehn Fällen, waren es Trainings-, Schulungsfilme, Videos, wo Personen zu sehen waren. Und eine Erfahrung, wir schon vor zwölf 10, 12 Jahren gemacht hatten. War damals für ein großes deutsches Unternehmen Telekommunikation. Die haben sehr viele Videos mit uns gemacht. In Zusammenarbeit mit einer Trainingsfirma. Und da kam dann ein professioneller Verkaufstrainer und hat dann zu dem Thema referiert. Ging irgendwie Inhalte für eine Messe. Und später haben wir erfahren, im Unternehmen war die Akzeptanz für diese Videos ziemlich gering. Wir haben das aufwendig gemacht. Nicht nur ein besprochene PowerPoint, wie das heute der Klassiker ist bei Webinaren, sondern mit Einblendung, Kamerawächslung und professionellen Richtungen. Es war der Vorlauf unserer heutigen Corporate-Studios, Mini-TV-Studio. Haben wir auch live geschnitten. Bis wir festgestellt haben, der Knackpunkt waren die Leute vor der Kamera. Das heißt, die Mitarbeiter hatten ein Problem damit, einen ihnen nicht bekannten ...
Tobi Fruh: Mhm. Mhm. Mhm.
Florian Gypser: Menschen, der zwar professionell präsentieren und referieren konnte, zu akzeptieren, weil sie ihm, das hat natürlich keiner gesagt, es hat mir so durchgehört, nicht zugetraut haben, dass er von dem Thema wirklich Ahnung hat. Das Gegenbeispiel haben wir eine Zeit lang später gehabt mit einem anderen Kunden, auch großer Konzern. Da ging es Vertrieb, Außendienst, Adressen sortieren und sonst was. Da saß dann, ich nenne immer den Jupp aus der Buchhaltung oder der Jupp aus dem Vertrieb oder der Karl wie auch immer.
Tobi Fruh: Mhm.
Florian Gypser: Der stand dann total nervös vor der Kamera, war schon durchgeschützt, wir angefangen haben, und meinte, ich bin ja nur am Stottern und sonstiges. Erklär uns das doch mal, wir sind deine Kollegen. Jetzt erklär uns das doch mal. Dann hat er's gemacht, auch mit Stocken. Du hast auch gemerkt, der ist so jemand, der sprach dann fast genauso, wie er sonst auch spricht. Der hat lange überlegt und und und. Das Fazit bei dem Video war, wurde viel besser angenommen als die anderen Videos, weil's halt eine Person war, mit der man sich identifizieren kann. Und lange Rede kurzer Sinn. Deswegen das Thema für mich so wichtig war, aber du hast ja ganz andere Use-Cases genannt. glaube nämlich nicht, dass KI, gerade im Bereich von Schulungsfilmen, immer eine gute Wahl ist, insbesondere wenn es im Unternehmen ist und diejenigen, die es gucken, sich damit nicht identifizieren können. Aber du hast schon einen Punkt gesagt, nämlich wenn es Mehrsprachigkeit geht. Oder wenn es halt, es hat der Guido Breuning, auch beim Influencer Forum war, letzten in Osnabrück.
Tobi Fruh: Mhm. Mhm.
Florian Gypser: Der ist ja in dem Bereich mit Avatar tätig und der meint auch ganz klar, er sieht den Einsatz von KI-Avataren vor allen Dingen im First-Level-Support. Du kommst irgendwo hin, du hast zum ersten Mal Berührung, dann ist es super in verschiedenen Sprachen oder mit einem künstlich generierten Gegenüber.
Tobi Fruh: Mhm.
Tobi Fruh: ... kann ich total unterschreiben ... und die Unterscheidung würde ich auch machen. Also ich merke ja auch, wenn wir jetzt intern, ... wir sind ja knapp 380 Leute ... Mitarbeitende bei uns im Unternehmen ... ... und wenn da jemand aus den eigenen Reihen ... sein Wissen weitergibt, ... das ist etwas, was wir auch sehr konsequent tun, dass wir Angebote schaffen in Hausschulungen ... ... und man sagt hier, ich habe ein Thema, ... ich bringe euch was bei. Bei mir ist es jetzt logischerweise ...
Florian Gypser: Mhm.
Tobi Fruh: Wundert man sich nicht LinkedIn? Also ich mache regelmäßige LinkedIn-Angebote, Runden und da nehmen die das schon auch ab. weil die sehen ja, dass ich da aktiv sind und die wissen, dass ich ein Kommunikationstyp bin. Die würden jetzt wahrscheinlich weniger von mir akzeptieren, wenn ich jetzt ihnen erzähle, wie man ein Haus baut, weil ich kein Architekt bin. Und dann würden sie das vielleicht akzeptieren, weil ja gut, den kennen wir ja. ist ein Vertrauensverhältnis da, aber nicht wegen Kompetenz, sondern wegen Menschlichkeit. Die Unterscheidung muss man da sicherlich auch machen. Deswegen bin ich schon auch bei dir. Das hat schon auch eine Wirkung. Und ich merke es ja auch, wenn zum Beispiel unsere Geschäftsführung
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: Wir haben zwei Geschäftsführer, medial auftreten, wenn wir Townhall Meetings haben, die zusätzlich zu Präsenzterminen da ist eine extrem hohe Awareness bei den Leuten. Da ist es wirklich wichtig, dann zu hören, was sagt was sagen die Chefs da an der Stelle? Und da muss das jetzt auch nicht immer alles 100 Prozent funzen und das Licht und alles so sein. Da ist es halt mehr entscheidend, okay, das sind diese Personen, die was zu sagen haben.
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: Und da würde es jetzt keinen Sinn machen. Der Avatar verkündet jetzt die aktuellen Jahresergebnisse von Volkswagen-Mobilien. Da wäre jeder so, was ist denn da los? Aber genau, wie gesagt, man muss die Zielgruppe betrachten. Und wenn du jetzt eine Mieterschaft nimmst, die hat jetzt bestimmten Anspruch an eine Person, die sie da ja wiedererkennt. Im Zweifel vielleicht derjenige, der die Wohnung an sie vermietet hat. da geht es jetzt nicht so sehr ein 1 zu 1-Verhältnis, sondern da geht es erstmal so grundsätzliche Dinge, die wir da halt auch übermitteln wollen, zugänglich machen wollen. Es hat auch was mit Barrierefreiheit zu tun, gerade jetzt mit dem Thema Sprache und das ist an der Stelle schon mal wichtig. Und es ist auch ein kulturelles Ding, wenn du zum Beispiel eine junge Kollegin hättest, die wird vielleicht von jemanden auch nicht so akzeptiert, als wenn du sagst, hält das neutral. Das sind alles Dinge, die du mit berücksichtigen musst, im puncto Akzeptanz an der Stelle. Da müssen wir auch das fein Gefühl haben.
Florian Gypser: Hm.
Tobi Fruh: da auch das Mitzudenken an der Stelle.
Florian Gypser: Mhm. Spannend. Ich glaub, wir könnten noch vier Stunden weiterreden, aber wir nähern uns der Stunde, und erfahrungsgemäß ist das ein kritischer Punkt. Deshalb, Tobi, ich danke dir vielmals für deinen umfangreichen Einblick und für deine vielen spannenden Geschichten. Also, ich find's ja immer schön, wenn, sag ich mal, Erfahrungen in Geschichtsformen dargebracht werden, nicht einfach nur nüchtern dargestellt. Das hast du sehr schön gemacht. Also wirklich sehr unterhaltsam. Im positiven Sinn unterhaltsam, nicht hier den Mickey Krause.
Tobi Fruh: Gut!
Tobi Fruh: Danke schön, danke schön. Hahaha
Florian Gypser: Von daher, danke ich sehr vielmals für deine Zeit.
Tobi Fruh: Ich danke dir auch ganz herzlich für das. Ich muss auch nochmal ein Kompliment an dich loswerden, weil du bist auch jemand, der mit Herz und vor allen Dingen mit einem hohen Verstand und technischem Wissen das Thema Bewegbild vorantreibt. Und ich finde das eine super Sache, was du machst, auch Leute zu befähigen mit einfachen Mitteln. Und das ist ja erstaunlich. Es braucht keinen Übertragungswagen mehr oder eine Flightregie, sondern man kann kann sich das in-house holen, was du dir da anbietest. Deswegen ein kleiner Werbeblock auch für dich. Von meiner Seite aus, finde das Produkt, ... ihr da macht, sinnvoll für viele Leute. wo eben auch das Gefühl ist, wir wollen da ein bisschen professioneller auch unterwegs sein und trotzdem autark. Das gefällt mir gut an dem System, du hast, weil du nicht in der Abhängigkeit bist von dem Dienstleister, der immer sagt, ja, wir machen und machen und wir kommen. Du hattest ja auch schon deinen Podcasts Beispiele, wo für irgendwelche Jahreshauptversagenungen extrem teuer aufgebaut worden ist, was technisch schon ganz anders möglich ist. Auch das spielt dir natürlich auch bei der Entwicklung entgegen. Und deswegen, ich freue mich. über jeden, der das Thema Bewegtbild in Unternehmen reinträgt, weil das ist wirklich eine Chance, man hat. Ob das jetzt, wie gesagt, in den Bereich Smartphone, man dreht viel selber, man ergänzt es durch professionelle VJs, die einen da auch unterstützen können, wenn es mal anspruchsvoller wird, auch im Schnitt, weil auch da ist es so ein gewisser Imagefilm, haben auch wir, wenn wir ein fertiges Bauprojekt haben und das ein bisschen rausstellen wollen, da ist auch nichts dagegen zusammen. Gegenteil, es hat auch seine Berechtigung und dann eben solche Lösungen, ihr habt. Das finde ich wie gesagt super gut.
Florian Gypser: Prima, ich danke dir vielmals. Sehr schön. Danke, danke. Und ein Dank auch wie immer an meine Zuhörerinnen und Zuhörer. Danke, dass du dabei warst und hoffentlich auch jede Woche dabei bist. wenn du über ein bestimmtes Thema mal eine Podcastfolge hören möchtest oder einen bestimmten Gast vorschlagen möchtest oder sagst, Mensch, der hat da ganz viel zuzusagen. Oder selber auch spannende Erfahrungen rund das Thema Videokommunikation. in der Unternehmenskommunikation, Vertrieb, Marketing, was auch immer im Unternehmen hast, dann schreibt mir einfach an podcast-corporate-studio.de und dann schauen wir weiter. In diesem Sinne, eine schöne Restwoche und bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Tobi Fruh: Tschüss aus Wolfsburg.