Dein Podcast über Videokommunikation 4.0
Florian Gypser: Niemand lädt sich Gäste in seinen Podcast ein, die er nicht besonders findet oder besonders mag oder besonders erwähnenswert findet. Deshalb ist ja logisch, dass ich mich auf jeden meiner Gäste freue. Aber heute, muss ich ganz ehrlich sagen, freue ich mich ganz besonders. Ich würde sogar so weit gehen und sagen, es ist für mich eine große Ehre, heutigen Gast bei mir im Podcast zu haben. das werden wir gleich noch im Podcast erläutern. Und zwar habe ich heute Boris Thomas bei mir im Er ist Unternehmer, Mentor und Speaker und ein echter Möglichmacher für Menschen und Marken. Mit klarem Blick für Identität, Werte und Struktur begleitet er Führungskräfte und Unternehmen auf dem Weg zu mehr Authentizität und Wirkung. Geprägt wurde er dabei von großen Mentoren wie beispielsweise Chuck Spizzano, Alex Christiani, Tony Robbins und David Allen, von denen er nicht nur gelernt, sondern deren Impulse er heute auf eigene, kraftvolle weiterträgt. Boris Thomas ist zusätzlich auch noch kleiner spannender Faktor am Ende. Neben all seinen Tätigkeiten als Mentor, Coach und Speaker auch noch Geschäftsführer und Inhaber des Traditionsunternehmens Lattoflex, das mit der Erfindung des Lattenrosts eine Revolution im Schlafbereich ausgelöst hat. Grüß dich Boris. Schön, dass du heute bei mir im Podcast bist.
Boris Thomas: Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich sehr auf unser Gespräch.
Florian Gypser: Ja, schön. Das war ja schon ... Ich meine, hab ja schon ... Das, was ich jetzt am Anfang schon gesagt hatte, ... Ich kann's sagen, reicht ja für viele andere Leute schon. Und deshalb haben wir mannigfaltige Gesprächsthemen. Vielleicht löse ich grade mal auf, warum es mich was Besonderes ist, dass wir heute sprechen. haben uns vor ... Na, kennengelernt haben wir uns gar nicht vor genau einem Jahr. Ich hab dich zum ersten Mal gesehen bei einem Event von Alex Christian. Du hast so einen Vortrag gehalten. Der damals meine Frau, Joanne und mich, so ein bisschen ...
Boris Thomas: Du ja schon viel rausgehauen,
Florian Gypser: Sprachlos zurückgelassen, ich nicht sagen. Aber schon so, ja, das hat so eine Delle gegeben. Und kurz danach hast du eine Mail rausgeschickt zu deinem Durchbruchstag. Ich weiß nicht, wieso. Ich hab mir gar nicht Beschreibung durchgelesen. Aber das ist so dieses Bauchgefühl und Schicksal. Ich guck anderen und sag, ist mir egal, was du sagst, ich geh dahin. Das wollte ich dir auch gerade sagen. Eine völlige Bauchentscheidung. Und ich würde sagen, war, was so Thema spannende Weiterentwicklung in ersten Schritt betrifft, war das wirklich die beste Entscheidung der letzten zwei Jahre mit Sicherheit. Denn dann waren wir, wann war das? Im April, glaube ich, waren wir bei dir.
Boris Thomas: Im April meine ich auch. Ich hätte jetzt April jetzt auch gesagt. Im Mai war zu spät. Ich glaube, April war der Durchbruchtag, wo ich dabei war.
Florian Gypser: Genau, in Düsseldorf. Und dann war ich vor, boah, das ist aber auch schon acht Wochen her auf deinem Vertriebseminar, was für mich noch mal ein ganz anderes Level war. Allein darüber könnten wir noch einen ganzen Podcast machen, weil du Verkaufen mit einem völlig anderen Ansatz betrachtest, als das normalerweise von typischen Verkaufstrainer gemacht wird. Also deshalb für mich was ganz Besonderes, weil ich wahnsinnig viel von dir gelernt habe und deine Ansätze, Marketing, Verkauf, Markenbildung wahnsinnig spannend finde. Aber jetzt bin ich ganz fies. Ja, gerne. Jetzt bin ich ganz fies. Alle, die meinen Podcast kennen, das schon. Du weißt es mit Sicherheit nicht, aber es wird dich auch nicht schocken. fange mit was völlig Anderem an. Was bei dir aber auch irrsinnig spannend sein wird, glaube ich. Denn mit meinen drei Einstiegsfragen geht es was ganz anderes, sondern nämlich etwas Persönlicheres. Bist du bereit?
Boris Thomas: Ich bin bereit. Grill mich.
Florian Gypser: Genau, Frage Nummer eins, deshalb glaube ich, ist es für dich wie gemacht, weil es eine lebensphilosophische Frage ist. Ist immer ganz spannend, ich hab manchmal Gäste, die sind dann erst mal völlig erschlagen, weil die gar nicht damit rechnen. Aber zurückblickend eines Tages ist ja unser Leben zu Ende und wir schauen, hoffentlich sind wir noch in der Lage, revuepassierend aus Leben zurück. Welche eine Fähigkeit, die du jetzt noch nicht beherrschst oder noch nicht in der Ausprägung, wie du sie gerne hättest? Also Sprachelernen haben manche genannt, Bogenschießen, egal was. Möchtest du gerne noch verfeinern oder lernen bis zum Ende deines Lebens? sagst, da bin ich echt noch nicht so, ich sein möchte.
Boris Thomas: Wenn du Leute fragen würdest, eigentlich müsste man die Frage ja Menschen stellen, mit mir zusammenarbeiten müssen. Also ich denke mal, das was mir immer noch nicht gelingt, ist das Thema Geduld. ich habe ja mich viel, auch wie du weißt, mit asiatischen Philosophien. Ich war in Klöstern, ich habe Schweiger-Retreats mitgemacht und ich kenne natürlich so diese Ansätze von WUWI, Handeln im Nichthandeln und so. Das klingt immer ganz toll. Wenn es hart auf hart kommt, ich aber ungeduldig, das merke ich. Also wenn mir Dinge zu kompliziert werden, wenn mir Dinge zu... ich denke, ach... Also mir fehlt so bisschen manchmal die Gabe, dem Prozess zu vertrauen. Und da würde ich mir schon wünschen, vielleicht bis zum Ende meiner Tage, möge der Tag noch ganz lange dauern, ein wenig mehr... Wie soll ich sagen, Vertrauen in den Prozess zu gewinnen und zu sagen, wir gucken mal, wie die Dinge sich entfalten. Da würde ich dann lieber gerne selber falten im Moment noch. Also da arbeite ich eigentlich seit meinem 16. Lebensjahr, als ich begonnen habe mit Yoga und ähnlichen Dingen und mich mit Osu! beschäftigt habe. Seit der Zeit verfolge ich dieses Thema, weil da gibt es in mir so ein Brode des Feuers, was sagt, nee, macht nichts, wenn es schnell geht. Ist vielleicht manchmal ganz vorteilhaft, hat aber auch seine Nachteile und das wäre so das erste, was mir einfällt und ich glaube, alle Leute, die mit mir zusammenarbeiten würden, jetzt applaudieren.
Florian Gypser: Ich weiß nicht wovon du sprichst. Ja, aber man selber betrachtet ja solche Eigenheiten oder Merkmale als vielleicht nicht ganz so förderlich, aber es hat auch Vorteile. Mir ist direkt aufgefallen, als wir uns kennengelernt haben, dass du so jemand bist, nicht erst mal fünf Wochen wartet und guckt, sondern ist mir ultra sympathisch, ich bin genauso.
Boris Thomas: Hahaha!
Florian Gypser: Deshalb kenne ich den Zwiespalt, du hast zwischen, eigentlich müsste man trust the process, meine Frau ist genau das Gegenteil, die ist eher der Bauchmensch und eher lass mal gucken. Und ich bin immer so, ja, wird schon kommen, weißt ja nicht, du kannst ja wenigstens noch was machen, dann wird's ja vielleicht noch besser und schneller.
Boris Thomas: Ja.
Boris Thomas: Du beschreibst die Situation sehr gut. habe in meinem Leben auch beides erfahren. Manchmal ist es gut, aktiv zu sein. Das hat ja echten Vorteil, so wie Ying und Yang. Aber ich habe auch genug Momente in meinem Leben gehabt, wo ich gedacht habe, jetzt mit der Mail mal lieber noch eine Woche gewartet oder so.
Florian Gypser: ja.
Boris Thomas: Also, aber man sagt ja immer so schön, jede Eigenschaft, man hat, ist situativ bedingt positiv wie negativ. kommt dann immer auf die Situation an. ich habe viele Erfahrungen gemacht, wo aktives Handeln meinerseits die Dinge gerettet hat. Und ich habe aber auch viele Situationen mitgemacht, wo ich dachte, nein, nein, hättest mal lieber die Füße stillhalten. Also von daher, wie gesagt. Aber das wäre so eine Fähigkeit, die einzuschätzen als Gratwanderung, da wäre ich dabei.
Florian Gypser: Sehr schön. Frage Nummer zwei. Ich sag mal gar nichts dazu. Wenn eine gute Fee käme und sagte, du brauchst einen einzigen Wunsch frei, und zwar bezogen auf dein Arbeitsleben. Geld spielt keine Rolle, also sollte im Rahmen des Möglichen, im Rahmen unserer physikalischen Naturgesetze natürlich sein. Wie würdest du deinen Arbeitsplatz gestalten, sowohl inhaltlich als auch physisch, also der Ort, du bist, auch vielleicht das Land, du bist, der Raum, wo du bist? wenn das alles, also Geld, gar keine Rolle mehr spielen würde. Also wenn du auch einfach sagen könntest, es ist jetzt völlig egal von Unternehmen und irgendwelchen anderen Abhängigkeiten dein absoluter Traum, wo du 14 Stunden am Tag schaffen könntest, ohne dass du das als Arbeit empfinden würdest.
Boris Thomas: Klingt jetzt bescheuert, aber ich sag's dir ganz ehrlich, im Moment würde ich nichts verändern. Also wenn mir jetzt ein Vier kommen würde, würde sagen, sind 50 Millionen Euro, kannst du verplempern, wie du willst, kannst damit machen, was du willst. Ja klar, ich flieg jetzt nächste Woche nach Miami, hab da einen großen Event, an dem ich teilnehmen darf an einem großen Workshop, das ist dann schön. Ich freue mich aber jetzt schon total darauf, wieder zurückzukommen. Also ich hab viel auf Reisen verbracht in diesem Leben. Ich kenn auch diese ganzen Ideen von Digital Nomads, also Leuten, irgendwo anders arbeiten und so an schönen Orten, an angeblich schönen Orten der Erde. Also ich hab die alle besucht. dann immer gedacht, ja. Also ich muss zugestehen, vielleicht hat das auch mit meiner Entwicklungsphase zu tun, mich strebt es gar nicht mehr nach anderem. Muss ich ganz ehrlich sagen. Also ich kann... Fantastisch hier bei mir in der Buchenstraße in Brümmerförde am Ende des Universums im Herzen des Elbe-Weser-Dreiecks. Ich kann hier 14 Stunden arbeiten und freue mich total, weil ich habe hier meine Umgebung. Ich habe hier meinen Tee, den ich mir morgens koche. Ich habe hier so meine Sauna. Ich habe mein Eisbad. habe meine Dinge. Ich habe mir mit die Jahre hier so meinen Refugum gebaut. Ich bin sehr viel in der Welt unterwegs und lerne viele spannende Menschen kennen und mache Workshops der verrücktesten Art und bin entlöst dann und keine Ahnung. Aber ich habe hier so meine Base und das ist etwas, dass ich mir im Moment mit Geld nicht abkaufen lasse. Also ich habe viele Ideen immer mal gehabt. Ich hatte auch mal eine Wohnung in Hamburg. Ich habe mal hier eine Wohnung gehabt, da eine Wohnung. Am Ende habe ich dann festgestellt. Das hier ist meine Base, das ist Refugium. hier drei Kilometer entfernt bin ich mal im Krankenhaus geboren worden. Also das klingt ein bisschen bescheuert und bisschen langweilig, ich weiß. Aber ich sag ganz ehrlich, ich hab oft drüber nachgedacht, auch in den letzten Jahren so, will ich nochmal woanders hinziehen.
Boris Thomas: Und ich erlebe so viel von dieser Welt. wie gesagt, nächste Woche geht es nach Miami und da werde ich einen mehrtägigen Workshop mitmachen und habe viele Kontakte dort, Freunde, dort ab abends Tickets schon für ein NBA-Basketballspiel, was ich großartig finde. Also ich reise echt viel und ich verbringe viel Zeit in Hotels und das ist alles ganz schön. Und nächstes Jahr habe ich eine große Unternehmerreise, zum Beispiel mit elf Unternehmern hier aus Deutschland und aus dem deutschsprachigen Bereich nach Bali. ein Workshop, einen spirituellen Workshop für Unternehmer auf Bali. Freue mich total drauf. Ich weiß aber jetzt schon, wenn ich im Flugzeug zurücksetze, denke ich, hier ist wieder ein Eisbad, meine Sauna, habe ich meine, meine, meine, meine Rituale sind wieder möglich, meine Dinge, die so sind, wie sie sind, die mich beruhigen, die mich erden. Ich sag's ganz ehrlich, ich würde selbst mit ganz viel Geld im Moment nichts ändern.
Florian Gypser: Das war genau das, was ich gedacht habe. Vielleicht nicht in der Ausführung, aber dachte mir schon, der Frage kannst du ja eigentlich stecken, weil da wird jetzt nicht die große, auch mein absoluter Traum wäre, weil ich halt mitbekommen hab durch unseren regen Kontakt, was du alles machst. Und ich kann es auch gut nachvollziehen, also ich hab das Glück, das wurde mir auch noch mal bewusst, auch schon sehr viel in die Richtung unterwegs zu sein, weil ich vielleicht nicht in der Frequenz und in der Entfernung, aber schon ein ähnliches Leben führe, wir sind ja auch dauernd beruflich unterwegs. Mein Traum wäre noch ein bisschen Südfrankreich oder in Griechenland arbeiten, sich inspirieren lassen. Aber die Homebase ist finde ich auch extrem wichtig, dass man sie hat. Also bei mir genau dasselbe.
Boris Thomas: Ja.
Florian Gypser: So, last but not least, auch da denke ich mal hast du schon eine Antwort und, ja, ich bin mal gespannt. Welche bekannten Persönlichkeiten wärst du gerne begegnen oder würdest du gerne noch begegnen? Und was hättet ihr besprochen oder würdet ihr besprechen?
Boris Thomas: Also es kann ja auch eine Persönlichkeit sein, die schon gestorben ist, oder?
Florian Gypser: Genau.
Boris Thomas: Da gibt es natürlich mehrere. Also ganz klar, das klingt sehr, sehr philosophisch. ich ärgere mich eigentlich, dass ich 2000 Jahre zu spät geboren wurde. Ich hätte gern mal ein Abendessen mit Jesus gehabt, sage ich ganz ehrlich. Also sollte er denn dann wirklich existiert haben als reale physische Person? Keine Ahnung, wird wahrscheinlich so sein. Mit dem hätte ich gerne mal über ein paar Dinge gesprochen, die mich interessiert hätten. Unverfälscht von Bibel und ähnlichen Dingen. Mit dem aber mal zu sprechen, sage ich ganz ehrlich, weil ich bin so ein meiner spirituellen Ausrichtung sehr christlich. bin sehr, also ich mag Jesu Wort, ich mag den Kurs in Wundern. Das ist etwas, was mich sehr sehr reizen würde. Wenn wir dann in die Neuzeit gehen, gibt es sicherlich viele spannende Menschen. Ich habe auch das große Vergnügen gehabt, viele mal persönlich kennenzulernen. Ich habe mal vier Stunden im Auto gesessen, alleine mit Marianne Williamson. Sehr spannendes spirituelles Ding. Ich glaube, die Mehrheit der Menschen, die mir in den Kopf kommen würden, sind eher in der philosophischen spirituellen Ecke zu Hause. Also mich würde überhaupt nicht reizen zum Beispiel, naja ich hab mal ein Abendessen gehabt mit Dan Kennedy, ich war fast immer dabei bei Russell Branson bei irgendwelchen Masterminds. Das ist ganz cool, das sind spannende Menschen, aber ich hätte gar keine Fragen an die. Also jetzt Russell zu fragen, wie ist der coolste neue Hack für irgendeinen Funnel oder so, habe ich jetzt nie so die Tendenz, Reiz dazu. Mich interessieren mehr die grundsätzlichen Fragen des Lebens, also wie funktioniert Leben, wie funktioniert Wahrheit, welche Aspekte von Wahrheit gibt es, wo erleben wir Befreiung, weil das ist so meine urtreibende Kraft der Befreiung. Wo können wir uns befreien von der Last, die wir so in uns tragen, in unserer Seele und wirklich Glück erfahren. Das sind viel spannendere Fragen. Da würde ich natürlich so jemanden nehmen wie Osu! Backwaren, keine Ahnung. Also all die großen Meister, die so hier mal unterwegs waren oder auch noch sind und mit denen mal unter vier Augen ein paar Fragen zu klären und deren unverfälschte Ideen zu bekommen, da hätte ich Spaß dran.
Florian Gypser: Da hab ich mit einer ähnlichen Antwort gerechnet, insbesondere weil du schon mit vielen spannenden Persönlichkeiten zu tun hattest. Am letzten Ende bist ja in den Themen, die ein Dan Kennedy oder Russell Branson bespielt, auch zu einer gewissen Tiefe drin. Das ist ja jetzt auch nichts Neues. Und ich kann es auch nachvollziehen. Ich hab mit bekannteren Musikern, Künstlern zu tun gehabt. Da waren jetzt auch nicht die Master-Fragen und die lebensverändernden Antworten, die ich gestellt oder erhalten habe. Ich glaub, das überbewertet man manchmal auch. Spannender wird es echt wirklich, wenn es ins persönliche, lebensphilosophischere oder weltanschaulichere geht, als jetzt irgendwelche Fachfragen. Also bin ich auch voll ganz bei dir. Ähm, genau. Ich hab eine Sache jetzt gerade, das hat jetzt gar nichts mit Inhalt zu tun, bei dir verschwindet der Ton immer. Immer wieder, wenn du sprichst und leiser wird. Ja, ich glaub, du hast bei dir auf der Software vom Atom, kennst du die Atom Software? Es gibt so eine Steuersoftware, da ist im Mischpult wahrscheinlich ein Noisegate aktiviert, was immer zumacht, wenn du ein bisschen leiser sprichst. das, äh, da läuft das. Kannst die grad mal öffnen? Ich lass weiter laufen, ich schneid das nachher raus.
Boris Thomas: Ja.
Boris Thomas: Neues geht!
Florian Gypser: Du musst nur in die Mischer Software auf Audio unten. Dann gehst du in den Kanal, den du aktiviert hast. Da steht Dynamic. Das steht da auf der linken Seite. Da ist so ein Kästchen. Da musst du einen Doppelklick drauf machen. In dem Kanal selber. Und dann steht unten Expander und Gate. Expander und... Öffnet sich ein Fenster und da steht unten links Expander und Gate.
Boris Thomas: Ja, bin ich.
Boris Thomas: Ja, okay.
Boris Thomas: Attack, release. Alexander, hier habe ich das.
Florian Gypser: Genau, und ist das blau das Gate? Der Name Gate, ist der blau?
Boris Thomas: Jetzt ist er blau.
Florian Gypser: Nee, bei blau ist er an. Komisch. Also es darf nicht an sein. Okay, also wenn's blau ist ...
Boris Thomas: Ja, ist es aus? Ich hab's noch mal ausgedacht. Vielleicht liegt's hier aber auch daran, ich hab jetzt mein Richtmikrofon ein bisschen verstellt, vielleicht ist das, da muss ich vielleicht bisschen gerader sitzen beim Reden, dass das hier nicht so hin und her schweigt. Ja, kann ich überhaupt.
Florian Gypser: Also du kannst es noch näher ranziehen, ohne dass man es sieht, oder ist es... Ist einfach der... Wenn du sprichst, es wahrscheinlich etwas zu leise. Doch, Setz dich ruhig vernünftig hin. Und in der Steuersoftware vom Atom, da hast du oben in dem Kanal so einen Gain-Regler auf. Wie viel Uhr steht der? So ein Drehregler, ganz oben in dem Kanal von deinem Mikrofon.
Boris Thomas: So... Du nimmst ja kein Video auf,
Boris Thomas: minus 60.
Florian Gypser: Ähm, das ist nicht gut, den kannst du ruhig hochfahren. den mal auf minus 50. musst du draufklicken und dann drehen. Ruhig noch ein bisschen. Ja, dann ist ein bisschen mehr Pegel. Ja genau, dann gehen wir oben in der Software auf Datei und dann Startstatus speichern, also im Menü von der Software.
Boris Thomas: So, jo, hab ich. Ja, ist auf minus 50.
Boris Thomas: So, bis im Meer!
Boris Thomas: Hab ich.
Florian Gypser: Genau, dann ist es im Atom abgespeichert. Wann ist der Eingangspegel vom Atom zu niedrig? Der Atom hat leider auch ein fest verbautes Noisegate, das immer zumacht, wenn das Signal zu leise ist, das Rauschen zu reduzieren. Und da war der Signalpegel zu... Ja, das...
Boris Thomas: Das wusste ich gar nicht. Guck mal, das ist, man mit einem Profi zu tun hat. Sehr gut.
Florian Gypser: Genau. Gut. Dann setzen wir an der Stelle einfach an. Äh, jetzt muss ich nochmal grad...
Boris Thomas: Gut!
Florian Gypser: So. Ja, unser Thema heute, Thema Marketing, wie entstehen starke magnetische Marken? Natürlich ein Thema, dem ich auch gern sprechen möchte, weil es dazugehört, ist natürlich das Thema Videokommunikation. Aber lass uns mal beim Thema Markenaufbau, Marketing und Vertrieb, das gehört ja alles zusammen. Und dein Ansatz von Verkaufen ist ja auch vom Marketing ausgehend, weil es ja spannend finde. Bei dem Vertriebsseminar hast du einen Satz gesagt, ich hoffe, ich kriege nur einen zusammen, der mich echt geprägt und mitgenommen hat, du sagtest, wenn du hinten beim Verkaufen Druck machen musst, hast du vorne im Marketing versagt, kann man ja schon sagen, oder im Marketing geschludert. Erklär das mal vielleicht für diejenigen, jetzt zuhören, weil das zahlt unheimlich auf mein Thema, ein auf das Thema Videokommunikation in und von Unternehmen, weil ich selber das so erlebe, wie du das gesagt hast, und auch die Unternehmen, mit denen wir arbeiten auch.
Boris Thomas: glaube, wenn man mal den Verkauf als Verkaufsprozess sieht. Und da machen viele Leute den Fehler schon, dass sie sagen, ich trenne das mal in einzelne Häppchen. Für mich ist das eine durchgehende Koerrographie. Das heißt, vom ersten Kontakt, den jemand zum Beispiel hat, wenn er mein Video sieht, meine Internetseite besucht, was auch immer, vom ersten Kontakt beginnt ein Spiel mit dem Kunden, mit seinem Bewusstsein, was er über uns denkt, was er nicht über uns denkt, welche Erwartungen er hat. All diese ganzen Dinge beginnen im ersten Kontakt. Und was wir oft tun, ist, wir zum einen unterteilen wir das Ganze und sagen, ja das ist jetzt meine Internetseite und das ist der Verkaufsprozess und dann kommen Leute zu mir und sagen, ich hätte da gerne noch mal so eine richtig coole Abschlusstechnik. Das Problem ist, es wird dein Problem nicht lösen. Dein Problem ist das Fundament, die Choreografie des Gesamtsystems, der Tanz, den du mit dem Kunden aufführst und der beginnt immer in dir mit ganz vielen interessanten Fragen, die in dir sind und sie beginnt damit sehr bewusst. eine Struktur aufzubauen, die am Ende dazu führt, dass ein Kunde bei dir kauft, bevor du überhaupt mit dem Verkauf begonnen hast. Und vielleicht noch als Ergänzung ein Zitat, das ist vielleicht hier für deine Zuhörer ganz spannend. Ich habe ja mal sehr intensiv zusammengearbeitet mit Dr. Klaus Brandmeier. Dr. Klaus Brandmeier hat mal diesen legendären Satz geprägt. Eine Marke ist ein positives Vorurteil. Und das drückt das auf eine andere Ebene aus, was du eben zitiert hast dort von unserem Selling Event. Es ist die innere Erwartung, die positive Vorurteile schafft, wo Leute sagen...
Boris Thomas: Es gibt ja auch negative Vorurteile. Meistens verwenden wir Vorurteil immer als Wort für etwas Negatives. Ich habe ein Vorurteil. Es sind positive Erwartungshaltung. Und je schwieriger, und jetzt komme ich auf das Zitat zurück, je schwieriger ich am Ende es habe wirklich zu verkaufen mein Produkt, desto schlechter habe ich daran gearbeitet, ein positives Vorurteil bereits im Vorfeld zu erzeugen. Mein Ideal ist immer...
Florian Gypser: Hm?
Boris Thomas: Das ist wirklich ein Ideal, nach dem ich strebe, also fast so wie Erleuchtung, sage ich jetzt mal so. Es gelingt einem nicht immer, aber mein Ideal ist immer so weit zu kommen, dass eben der Kunde kauft, bevor ich beginne zu verkaufen. Und das finde ich so als Zielvision für mich sehr spannend. Und wenn man sich da rein vertieft in diese Idee, und sie mal als Möglichkeit annimmt, dann kommt man eben sehr schnell dazu, du musst bei dir selbst beginnen, bei deiner Identität, du musst mit deiner Struktur aufräumen, du musst ein Bewusstsein schaffen für den Lauf des Kunden. Es ist eben kein Zufall. Es ist eben nicht etwas, wo man sagt, naja, irgendwann landet der dann bei mir und dann verkaufe ich. Der Verkauf beginnt und das muss man sich klar machen, in der ersten Sekunde der Kontaktaufnahme. Du hast es wunderbar, das vielleicht nochmal so als Beispiel zu nehmen, ja, in deinem in deinen sehr netten einleitenden Worten erzählt, dein erster Kontakt mit mir. Du hast mich auf der Bühne gesehen, du hast einen Vortrag gehört und da begann der Verkaufsprozess. Da begann deine Vorurteilnahme, dass du sagst, das war ein cooler Auftritt, das war irgendwie spannend, das hat eine Delle bei mir ausgelöst. In dem Moment beginnt ein Verkaufsprozess. Und wenn man das in dieser Dimension sieht, und ich glaube, das ist schon etwas, was wir manchmal auch übersehen, wenn wir zu einer Werbeagentur gehen, dann macht die uns Werbung. Dann gehen wir zu einem Verkaufstraining und lernen Verkaufen. Und dann gehen wir hierhin und da hin und dann machen wir bei dir ein Podcast oder ein Video und das wird so ein separater Flickenteppich. Selbst wenn wir Einzel-Elemente daraus optimieren, tun wir uns dann immer noch schwer, am Ende zu verkaufen. Deswegen würde ich radikal dazugehen und es einfach anzuerkennen, dass der erste Kontakt, den ich mit jemandem habe, ein Verkaufsprozess ist.
Florian Gypser: Mmh.
Florian Gypser: Das Schöne ist, das deckt sich eins zu eins mit Studienergebnissen. Ich glaube aus den letzten zwei Jahren, ich habe es jetzt nicht ganz im Kopf, weil ich es in meiner Präsentation drin habe, aus dem B2B-Vertrieb, dass mittlerweile das so weit ist, dass 80 Prozent des Verkaufsprozesses abgeschlossen ist, bevor ein Einkäufer, ein Geschäftsführer den Vertrieb eines Unternehmens kontaktiert.
Boris Thomas: Ja.
Boris Thomas: Ja.
Florian Gypser: Das Spannende ist, ich spreche ja auch mittlerweile sehr häufig vor Unternehmern, vor Vertriebsleitern, Marketingleitern, halte Vorträge über mein Thema und bringe diese Zahl an. Und der überwiegende Teil guckt dann total überrascht und wo ich mir denke, ihr seid eigentlich mehr in der Position, dass ihr das wissen solltet. Ich bin jetzt nicht von Haus aus Vertriebler oder Marketer. Die tun immer alle total überrascht, weil es denen gar nicht bewusst ist. Aber es deckt ja genau das, was du sagst, dass du schon viel weiter vorher anfangen musst. Vertrauen aufzubauen, sichtbar zu sein und die Informationen zu liefern. Ich weiß nicht, ob du das kennst, das Framework They Ask, You Answer von Marcus Chiridion. Habe ich letzte Woche einen Podcast so aufgenommen, das war jetzt der dritte oder vierte Podcast zu dem Thema, jemandem, sich mit beschäftigt. Finde ich ultraspannend, weil es ja auch genau in dieselbe Kerbe schlägt. Gibt den Menschen die Informationen, dass sie sich informieren können, bevor sie den Kontakt aufnehmen und dann eigentlich schon ziemlich kaufbereit sind.
Boris Thomas: Hm?
Boris Thomas: Hm?
Boris Thomas: Absolut. Also vielleicht auch nochmal so ein Gedanke dazu. Ich glaube, dass viele Unternehmer in die falschen Fragen stellen und in die falsche Ecke gucken. Also wie gesagt, Beispiel Abschlusstechniken. Alle wollen wissen, wie verkaufe ich, wie, so. Und da gibt es Verkaufsseminare von großen Verkaufstrainer. Und das, kaputt ist, ist ja nicht der Funnel, der Abschluss, der was auch immer. Das, kaputt ist, ist das Fundament. So, je mehr ich da oben Anstrengungen habe, desto schlechter ist das Fundament. Und das schlechteste Fundament, und das finde ich als Beispiel so krass, weil wir das alle auch wissen, ich sage ja immer so schön, Kalterquise ist für Masochisten. Weil Kalterquise bedeutet, es gibt kein Fundament. Du musst direkt in den Verkaufsprozess steigen. Und jeder weiß, das ist grauenvoll. Das ist wirklich schlimm für alle Beteiligten. Nicht, dass es nicht funktioniert. Also ich stehe jetzt hier nicht und sage, Kalterquise ist doch...
Florian Gypser: Mhm.
Boris Thomas: muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich wäre das nichts. man merkt bei der Kalterquise, was ist die Definition von Kalterquise? Die Definition von Kalterquise ist, es gibt kein Fundament, gibt kein Vorurteil, es gibt keine Meinung, es gibt gar nichts, keine Information. Du musst so beginnen und sagen, so, ich verkaufe dir jetzt was. Und das macht ja Kalterquise so anstrengend. Und wenn wir das runterbrechen ... Je weniger Fundament ich liefe, je weniger Informationen ich liefe, je weniger Vorurteile ich aufbauen kann der positiven Art, desto mehr werde ich zum Kaltakquisiteur und dann wird es anstrengend. Und das ist, glaube ich, mal zu verstehen, dass wir, schlechter wir in diesem Fundament, nenne ich es mal so, sind, dem Anfangsprozess sind, mit Video, Podcast, mit Landingpages, mit was auch immer, je schlechter wir da sind.
Florian Gypser: Hm?
Boris Thomas: dann werden wir zu einem gewissen Grad immer zum Kaltaquisiteur und dann wird's anstrengend.
Florian Gypser: Und dann kommen so Themen wie Kunde kriegt ein Angebot geschickt, was man klassischerweise einfach als PDF rausschickt. Kunde reagiert nicht, ghostet und dann kommen wieder die Verkaufstechniken. Herr Meyer, welche Informationen fehlen Ihnen denn noch, eine Entscheidung zu treffen? Na, der Herr Meyer, fehlen nicht nur ein paar Informationen, dem fehlt vor allen Dingen erst mal das Vertrauen wahrscheinlich und ganz, ganz, ganz, viele Informationen, die zu dem Angebot dazugehörten am Vorfeld, damit er wirklich kaufen wollte. Oder kaufen würde. also ich hab
Boris Thomas: Hm?
Boris Thomas: Ja, ja, definitiv.
Florian Gypser: Hab ja vor allen Dingen mit B2B oder nur mit B2B zu tun. Da geht es ja auch Summen, wo man halt nicht mal sagt, wie bei einer klassischen Kaltakquise, wenn einer anruft und dir, was weiß ich, irgendeinen Handyvertrag oder irgendwas, was du vielleicht nach einem Jahr wieder kündigen kannst oder was sich eine 100 Euro kostet. Ich will nicht wissen, wie viele von diesen B2C Sales so laufen, dass die Leute aus Mitleid, Verzweiflung oder damit sie in Ruhe gelassen werden kaufen. Aber das ist ja keine echte Kundenakquise, ist ja keine echte Kundenbeziehung.
Boris Thomas: Naja, und man muss sehen, das Problem ist, beginnt ja dann auch nach dem Verkauf. Nehmen wir mal an, ich krieg ihn dann irgendwie dazu zu kaufen. Das ist ja keine solide Basis, dann am Ende wirkliche Fans zu generieren. Also mein Geld verdiene ich ja dann, wenn der Kunde immer wieder bei mir kauft. Also da muss man einfach sagen, wenn ich das Vorfeld sehe, dann ist dieser Verkaufsakt, sozusagen also dieser Akt des Potmanees öffnen und Produkt gegen Geld zu tauschen. Das ist ja nur ein Teilsegment einer einer Beziehung, die sehr lange geht. So und das ist ja so, als wenn ich sagen würde. Die Beziehung, die ich mit meiner Frau, mit meinem Partner führe, reduziere ich komplett auf das Ja-Sagen beim Standesamt. Also, das ist ein Teil eines langen Prozesses, der beginnt vor dem Standesamt und hört nach dem Standesamt nicht auf. Ich meine, es wäre ja super, wenn die Beziehungsqualität dadurch definiert wird, dass wir mal Ja gesagt haben beim Standesamt. Dann hätten wir ja gar keine Scheidungen. Aber wir sehen ja auch an der Scheidungsquote ... dass der Prozess ja damit erst beginnt oder eben dann fortgesetzt wird. Und das ist, glaube ich, etwas, was wir als Analogie gut verwenden können für unseren Verkaufsprozess als Unternehmer, gerade im B2B-Bereich. Gerade im B2B-Bereich. Denn jeder weiß es, das ist eine Binsenweisheit. Das Geld verdienst du, wenn der Kunde immer wieder bei dir kauft. Das ist ja das, was lukrativ ist.
Florian Gypser: Ja, absolut. damit sind wir auch schon bei dem, auch schon ist gut, nach wie vielen Minuten haben wir jetzt? 27, sind wir auch schon bei dem Kernthema, worüber wir heute sprechen wollten, zumindest in der Kurzform. Ich weiß ja schon von den Seminaren bei denen, unserem Austausch, dass das ein längerer Proze-, also es ist logischerweise ein länger Prozess und doch viel, viel kleinteiliger, als man sich das vorstellt, aber ... Wie entsteht denn so eine starke magnetische Marke, also nach deiner Definition, damit genau dieser Prozess, dieses Fundament vorhanden ist und das Verkaufen im Nachgang, denn darum geht es ja letztendlich, keiner von uns ist jetzt zu 100 Prozent der barmherzige Samariter, damit das einfach und leichter wird. Gibt vielleicht mal so einen kurzen Abriss, einen Überblick. Was brauchen Unternehmen heute, damit das funktioniert?
Boris Thomas: man diesen ganzheitlichen Aspekt, den wir eben diskutiert haben, mal überträgt und sagt in praktisch, wie soll das funktionieren, dann kann ich sagen, gibt es bei mir immer so drei große Phasen, die ich immer so nehme. Das erste habe ich mal so überschrieben mit Identity, Identität. Also wirklich mal zu fragen und das ist gerade im B2B-Bereich wichtig. Wo sind meine Wurzeln? Wo komme ich her? Was für eine Geschichte? Warum habe ich überhaupt dieses Unternehmen gestartet? Warum wurde dieses Unternehmen gegründet? Was sind die Ideen, die mich treiben, dieses Unternehmen nach vorne zu bringen? Und da muss ich sagen, ist nun der erste Punkt, wo viele Unternehmer dann zu mir sagen, ja, so interessant ist das nicht. Doch, das ist sehr interessant, weil Kunden ... kaufen Dinge, mit denen sie übereinstimmen, wo sie sagen, das sind meine Werte, das repräsentiert das, was ich auch habe. Natürlich muss das Produkt stimmen, natürlich muss die Leistung stimmen, aber am Ende ist es doch auch eine Entscheidung zwischen Menschen. Das ist die Identität. Ein weiter Prozessschritt, und da sind viele, viele Unterteile natürlich anzugucken, ist die Expression. Welchen Ausdruck hat diese Marke? Wie drücke ich mich aus? Peinlicher Punkt und den sehen wir dann natürlich ganz klar so als Kontra-Indikation. So was wie plötzlich fingen im letzten Jahr alle an auf TikTok zu tanzen. Mit Fremdschäum kann ich das nur überschreiben. Also ich will jetzt nicht zu politisch werden, aber ich mir den letzten Wahlkampf angucke. Davon wurden Leute auf TikTok gedrängt von ihren Parteien, wo ich sagen würde Leute ihr wollt wählen, ihr wollt Wähler gewinnen. Ihr wollt das Land regieren und macht ihr hampelige, witzige
Florian Gypser: Hm?
Boris Thomas: Fremdschemen TikTok Videos. Also das ist keine Expression, kein Ausdruck einer Marke, wie sie in den Wurzeln definiert ist. So, sich zu fragen, wie drückt sich meine Marke aus? Ich kenne zum Beispiel sehr starke Marken, die haben so gut wie gar keinen Internetauftritt, weil sie sagen, ich agiere ganz anders. Bei mir zum Beispiel ist es so, Meine größte Überzeugungskraft ist, wenn ich auf der Bühne stehe. Wenn mich jemand auf die Bühne stellt, weiß ich, kann ich gut wirken, gut verkaufen. Das ist eine Ausdrucksform meiner Boris Thomas Marke ist, ich stehe auf der Bühne und halte einen Vortrag oder mache einen Workshop. Wie jetzt morgen zum Beispiel meinen Durchbruchstag. So und das ist die Ausdrucksform, aber sich damit mal zu beschäftigen und eine Ausdrucksform zu finden, die zu dem passt. Also so. Und da muss ich sagen, Da leben wir natürlich in einer, gerade was diesen Punkt Expression, Ausdruck, ist ja heute, man wird ja verführt in einem Hype, was man alles tun soll und machen soll und was man alles. Und meine Erfahrung ist, ich kenne am Ende Leute, die haben Millionen Follower, können ihre Rechnungen nicht bezahlen. Und ich kenne Unternehmen, die sind auf keinem einzigen Social Media Account zu Hause, verdienen aber Millionen. Also die Expression muss definiert sein.
Florian Gypser: Hmm. Hmm.
Boris Thomas: So und dann kommen wir in den letzten Punkt Selling und auch da, wie ist denn der Verkaufsprozess? Was passt zu mir? Also nicht jeder Verkaufsprozess passt zu jedem Unternehmen. Also wenn ich zum Beispiel jetzt eine Verkaufsagentur, externe engagieren würde, die Kaltakquise für meine Workshops machen würden, das wird nicht funktionieren. Die Leute würden alle sagen, Hat der da Drogen genommen, worüber er führte? Was ist denn da los? Das bedeutet nicht, dass es falsch ist. Es gibt ja vielleicht Marken, es gibt vielleicht Dinge, wo das passt. In meiner Welt passt das nicht. Und Leute, die mich kennen, würden irritiert sein und sagen, hä? Was ist mit dem denn los? Hat der vielleicht gefrühstückt oder was? So, also wie sieht mein Verkaufsprozess aus? Wie kommen Leute mit mir in Kontakt? Bei mir ist zum Beispiel ganz viel, also zum Beispiel ich verkaufe in Anführungszeichen
Florian Gypser: Hm.
Boris Thomas: indem ich über WhatsApp, du kennst das ja auch, ab und zu mal eine PDF rausschicke. Das klingt bescheuert, wo vielleicht ein Verkaufstrainer sagen würde, ne, da musst du professionell, da musst du hier und einwand vor Wecknahme und Behandlung und so. Ich kann nur sagen, ich würde mal sagen, die Hälfte meiner Workshops, die ganze Bali-Reise im nächsten Jahr, diese Unternehmerreise nach Bali, dieses Unternehmerseminar auf Bali, ich habe noch nie mal eine Homepage gebaut dafür. Da gibt es gar keine Landingpage für. Da würde jeder sagen, nee, da muss ich erstmal eine Landingpage machen. Weiß ich nicht. Ich hab das ein paar Leuten erzählt und nach 14 Tagen waren alle Plätze weg. So was will ich denn jetzt mehr? Noch eine Landingpage bauen? Auf TikTok ein Video hochladen, dass ich nach Bali fahre oder so? Ist ja alles Quatsch. Also der Punkt ist Identität, Ausdruck, Verkauf. Identity, Expression, Selling. Wenn ich das mal so als ...
Florian Gypser: Mmh.
Boris Thomas: probes Raster für mich aufgemalt. Wenn Leute bei mir ins Coaching kommen, in die Beratung, ich meine auch viele so Jahreslinge, dann folge ich immer dieser Spur. Und ganz oft, vielleicht letzter Punkt dazu, ganz oft kommen Unternehmer zu mir am Ende, weil sie sagen, ich verkaufe nicht genug, meine Kundenbasis bricht weg. Kannst du mir eine Landingpage texten, Boris? Natürlich, bin Copywriter, ich kann auch so was texten. Aber ich weiß, es bringt ihm nichts. Also es würde nichts verändern. Und dann sage ich immer, so pass auf, jetzt setzen wir uns mal einen Moment zusammen. Wir gehen mal ganz an den Anfang der Reise. Erzähl mir mal, warum machst du das, was du tust? So und dann tasten wir uns hoch und stellen am Ende fest, was brauchen wir dafür? Brauchen wir dafür ein Video? Brauchen wir dafür eine Learning-Page? Brauchen wir da vielleicht auch ein Podcast? Da bist du der Spezialist. Was ist die Ausdrucksform dessen, was am Ende verkauft, verkauft? Und das ist für mich
Florian Gypser: Hm.
Boris Thomas: der spannendste Prozess, diese Linearität wieder reinzubauen. Und bei mir ist es so, vielleicht auch deine Frage abschließend zu beantworten, ich bin ein leidenschaftlicher Ingenieur. Ich liebe Handwerk. Und ich glaube eben nicht daran, dass es richtig ist zu sagen, na ja, so eine magnetisch anziehende Marke, ist so ein super kreativer Prozess. Da meditierst du und dann fällt vom Himmel dir irgendeine Eingebung. Für mich ist es klare Struktur, der man folgen kann und die man bauen kann. sage deswegen immer, starke Marken werden gebaut und nicht erfunden. Die werden erbaut, indem man sich hinsetzt. Und das ist ein quälender Prozess. Ja, das kostet Zeit. Da musst du mal sagen, okay, Notbremse. Ich fange mal wieder am Anfang meiner Reise an und sortiere das mal. Das ist manchmal ein bisschen mühevoll, aber lohnenswert, weil ich weiß, dann kommen wir in den Prozess rein, wo am Ende ein Kunde da sitzt und sagt,
Florian Gypser: Mh.
Boris Thomas: Bitte, hier ist mein Geld, ich will unbedingt kaufen. Das ist ja das, was wir wollen. Mühelos und einfach verkaufen.
Florian Gypser: Was du gerade beschrieben hast, das dreht mich gerade total. Weil ich dieses Bauen, du hast es ja zum Teil miterlebt, beim Podcast-Bootcamp, da haben wir auch darüber gesprochen, hab das jetzt drei Vierteljahre lang immer wieder gearbeitet, das ist nicht mein Hauptgeschäft, das sollte so ein Sidekick werden. Und ganz ähnlich, ich hab's jetzt gelassen. Ad acta gelegt. Ich bin vom Inhalt überzeugt, die Teilnehmer, die dabei waren, sind total begeistert, aber ... Ich habe jetzt wirklich vieles ausprobiert, verschiedene Arten von Funnels mit Webinaren. Auch meine Community, die ich ja schon habe aktiviert, es ist. Das Produkt findet jetzt keinen Anklang und jetzt weiß ich, ich habe es gebaut und habe mich in die falsche Richtung damit. Also das ist jetzt ein Angebot, welches ich brauche. Ist halt so. Ich habe ja mein Hauptangebot. Also von daher kann ich das sehr gut nachvollziehen. Also man kann Dinge auch nicht erzwingen und man muss halt, bevor man sie zu Ende ausdenkt und tut, muss man sie bauen und ausprobieren. Und was anderes Schönes hast du auch noch gesagt, auch gerade ich heute witzigerweise in einem LinkedIn-Post gelesen habe, da ging es Suchmaschinen und Auffindbarkeit. Und das waren jetzt mehrere, die ich dazu gelesen habe heute und in meinem Netzwerk bei LinkedIn haben einige kommentiert, und zwar, jetzt so bisschen die Angst umgeht. Wenn ich jetzt als Unternehmen nur eine Sichtbarkeit habe durch meine Webseite, wie geht es weiter in Zukunft durch die ganzen KI-Suchmaschinen? Da hat sich ja schon angekündigt, bald werden wir alle über ChatGPT einkaufen. Ich finde das stimmt so nicht. ChatGPT gibt uns die Antwort, aber ich muss ja trotzdem auf Amazon oder den Webshop geben. Aber Google als Zwischenkanal dazwischen fällt halt weg. Und da geht so jetzt langsam die Angst was passiert dann mit mir, wenn ich ja nur über Google gefunden werde? Und du hast es im Prinzip schon beantwortet, weil die Basis deines Verkaufens ist ja deine Community, die du dir durch Vorträge, durch Workshops aufgebaut hast. Und das, denke ich, wird auch für Unternehmen in welcher Form auch immer. Zumindest bei den Unternehmen, die auf uns zukommen und wo es passt, sage, baut euch die Community vor allen Dingen durch eure mediale Präsenz, Video und Podcast. Aber ich denke auch, zumindest mit den Erfahrungen, die ich jetzt in fast 25 Jahren Selbstständigkeit gemacht habe und die letzten 5, 6 Jahre intensiv mit dem Thema Marketing und Vertrieb, dieses Bau nicht auf fremdem Grund wird immer wichtiger werden. Weil was passiert denn, wenn irgendeine Plattform, die du nutzt, ich sag mal jetzt, das ist unwahrscheinlich, aber ...
Florian Gypser: Wie heißt denn? School von Alex Hormosi, die Plattform. Stell dir mal vor, irgendeinem Grund die Plattform geht kaputt. Der ist pleite oder sonst was. Dann ist deine Community weg. Also wenn du dich nur auf fremde Plattformen oder auch auf Aufwendbarkeit im Netz konzentrierst, statt dir eine eigene Community aufzubauen, wo du halt selber reinverkaufen kannst, wird es halt schwierig.
Boris Thomas: Also kann ich vielleicht noch mal eben kurz reingrätschen? Absolut richtig. Was die Leute vergessen ist, Likes und Follower gehören Meta, gehören LinkedIn, gehören wem auch immer, aber nicht dir. Und dein Ziel muss es doch sein. wie gesagt, es gibt ja so diese lustige Nummer der 1000. da gibt's, kann man mal googeln, ist glaube ich schon 15 Jahre alt. Da hat irgendjemand mal so einen Artikel geschrieben, Blogartikel damals, gab es damals noch so was. sehr nüchtern geschrieben zum Thema, dass eben ab 1000 Follower, also echte Fans, die auch in deiner Liste sind, was deine Community ist, ab dem beginnt ein Geschäftsmodell zu funktionieren. So und dass es eben besser ist, 1000 echte Leute als Adresse in deinem Bestand zu haben, denen du Newsletter schicken kannst, denen du Podcast schicken kannst, denen du irgendwas schicken kannst, als 10.000 von Leuten
Florian Gypser: Mmh.
Boris Thomas: du da irgendwie angeblich als Follower auf Meta hast. das ist totaler Irrsinn. Ich würde immer dafür plädieren, bevor du in die Reichweite gehst, lieber zu gucken, wie baue ich meine eigene Community auf, wie entkoppel ich mich davon. Und ich kann bei mir auch nur feststellen, also die geringsten Dinge, also die geringsten Erfolge habe ich durch irgendwelche Postings. Ja, mache ich manchmal. Ich bin da auch echt nachlässig, gebe ich zu. Aber ich merke einfach auch, es resoniert nicht mit dem, was ich tue. Was ich lieber habe, ist zwei, drei, vier Leute. Lieber mache ich einen Webinar mit fünf Leuten, als mit 150 über irgendwelche zugekauften Werbeanzeigen. Und das ist einfach der Punkt, ich merke, darin laufen auch ganz viele Firmen aus dem Ruder, muss man sagen. Also da werden auch Etats verbrannt, die am Ende nicht funktionieren, muss man einfach sagen.
Florian Gypser: Hm.
Boris Thomas: Da funktioniert keine Wirksamkeit.
Florian Gypser: Hm. Ja, absolut. Du hast ja auch schon angesprochen, was auch unheimlich wirksam ist. Gerade Vertrauen aufzubauen, sind Webinare oder andere Videoformate. Wobei das Webinar den großen Vorteil dass man die direkte Interaktion kommen kann. Das fand ich auch überraschend. Ich hab natürlich viel mit Webinaren zu tun, hab auch selber schon unzählige gegeben. Fand ich aber ganz spannend. Letztes war eine Podcastaufnahme mit Michael Assauer, der sich auf die Thematik Sales Funnel auch ganz viel mit Webinaren spezialisiert hat. Er meinte, es kommt drauf an, wie die Leute reinkommen. Wie du schon sagtest, irgendwelche Meta-Ads. Und Hins und Kunst, und hast du nicht gesehen, da rein und verstopfen dir das Webinare, das ist was ganz anderes, als wenn du wirklich vorgewärmte ... Interessanterweise sagt er immer noch Lead Magnets, also sei es ein Mini-Video-Kurs oder wirklich ein inhaltsstarkes PDF. Am besten nicht als White Paper benannt, sondern als Was hatten wir? Leitfaden oder solche Themen halt, dass wirklich was Vernünftiges drin ist. Aber dann lieber nur 20 Leute im Webinar, mit denen du Austausch kommst, als irgendwelche zugekaufen, die es nebenbei laufen lassen und dir die Hoffnung geben, da sind ganz viele Interessenten und keiner interessiert sich wirklich für dich.
Boris Thomas: Vor allen Dingen, ich sag mal, das ist auch ein energetisches Thema. Ich glaube, wenn du da ganz viel eben so Leute dabei hast, die nebenbei da noch Mails beantworten, irgendwie la... Werden die überhaupt laufen lassen, die Kamera nicht einschalten. Das raubt auch die Energie für die, auf die es ankommt. Also da bin ich inzwischen auch... Also ich hab natürlich auch immer davon geträumt, weißt du, wenn du dann Tony Robbins siehst, der irgendwie mit 1,5 Millionen da Webinare macht, denkst geil, ne? Also das will ich auch gerne mal. So, inzwischen bin ich da kurierend und merke einfach...
Florian Gypser: Hm.
Boris Thomas: Nee, also ich hab so viel Spaß dran mit 20, 30 Leuten intensiv zu arbeiten, die wirklich Bock drauf haben, die ihre Kameras anhaben. Aber da jetzt 150, 200 Leute mir irgendwie zuzukommen, was ja ein leichtes ist, muss man sagen, über ein paar Ads, das macht mir energetisch auch keinen Spaß. Da bin ich auch nie so gut, muss ich ganz klar sagen. Das funktioniert nicht.
Florian Gypser: Mhm. Bei dir ist ja die Hauptquelle oder dein größter Hebel, wenn du auf die Bühne gehst. Aber du machst ja auch viele Webinare. Vielleicht für diejenigen Unternehmen auch oder Unternehmer, die sich noch schwer tun mit dem Thema Video. Du hast ja auch nicht vor 30 Jahren schon wahrscheinlich mit Webinaren sowieso nicht, aber mit Video angefangen. Wie war denn dein Weg bei dem Thema? meine, du hast garantiert auch so deine Lernkurve und dein Teil der Tränen.
Boris Thomas: Ach, ja. Also, man muss natürlich sehen, ich hab so kleines Technikherz. Ich hab mal den Chaos Computer Club in Hamburg mitgegründet. Damals war so, glaub, einer der ersten 40, 50 Member vom Chaos Computer Club. Ich bin so ein kleiner Nerd. Ich hab auch in Karlsruhe Programmieren gelernt an der Uni, mehrere Programmierscheine. Mir liegt das so bisschen. Jetzt kam allerdings das Thema Audio, Video, war für mich völlig fremd. Und jetzt kam ja Corona, wie wahrscheinlich bei den meisten.
Florian Gypser: Erzähl mal ein bisschen was, den Mut zu machen, die damit auch anfangen sollten.
Boris Thomas: Davor war das immer so, ja, da gab es dann so Skype oder irgendwie. Das war aber irgendwie so hampelig und keine Ahnung, guckt dir auch keiner zu. Jetzt muss man ja sagen, Corona war ziemlich viel elend. Aber es gab einen positiven Respekt. Wir haben alle gelernt, auch als Zuschauer mit Video umzugehen. Das muss man ja wirklich sagen. Das war ein Gamechanger für den Bereich. ist das definitiv so. So und ich sag ganz ehrlich. Es war damals ja so eine, und du wirst dich auch erinnern, der Anfangszeit von Corona, da war ja eine Riesenaufregung. Wie geht denn das überhaupt? wenn ich jetzt plötzlich, also dann kattert man sich mit Zoom irgendwie, dann hat man das ausgedrückt. Ich sag mal, ganz viel Try and Error, deine Frage zu beantworten. Also ich hab dann, ich weiß ja, ich bin ja bei der 5-Sterne Redner Agentur. Wir haben damals dann Seminare gemacht. Wie geht denn als Speaker? Weil natürlich keiner wusste, wie lang geht das. Plötzlich brachen ja alle Veranstaltungen weg. Ich hatte zwei, drei Buchungen.
Florian Gypser: Hm.
Boris Thomas: im März 2020, die alle abgesagt worden sind, logischerweise, hatte dann so ein paar Auftritte noch live. Ich glaube, die ganze Corona-Zeit überhaupt, ich drei oder vier Auftritte live gehabt. Und dann sitzt da ein Publikum in Maske. Das war ganz schlimm. Das ist als Speaker der Horror. ist ganz schlimm. Dann gab es so erste klägliche Versuche. weiß, ich erinnere mich noch gut dran. Dann hatte ich hier schon mal so eine Kamera stehen. hatte ich auf so einem Stativ. Und dann war da so eine Veranstaltung und die haben mich dann über so einen extra Videokanal als Speaker rein geholt und ich sah kein Publikum. Also da sah man nicht die Kacheln, die man jetzt so kennt, sondern da stand ich allein vor der Kamera und hab gedacht, ich rede jetzt hier in meinem Monitor, wahrscheinlich ist irgendwie alles zusammengebrochen und ich rede hier ins leere Universum rein, weil man sah nichts mehr. Also es gab viele, viele Sachen. Ich hab mich dann hardwaremäßig aufgeruss... Dann sah man plötzlich sowas, da haben Leute ihre Logos unten eingeblendet. Dann hab ich dann, ein Atem-Extreme hab ich mir in Kopf. Also, was, glaub ich, die Antwort auf deine Frage ist, einfach, du musst einfach dich da mal bisschen auseinandersetzen. Du musst irgendwie mal gucken, dass du so ausprobierst, was geht, was geht nicht. Bei mir ist es so, dass ich so alle halbe, dreiviertel Jahr irgendwann mal Tabula rasa spiel. Ich hab ja am Vorgespräch hier schon gesagt, Weihnachten ist wieder so Punkt bei mir. Ich muss da jetzt unbedingt ran. Ich weiß das. Ich kenne auch hier noch ein paar Schwachpunkte. habe hier auch bisschen schon drei, vier Jahre alte Hardware stehen. Die würde ich jetzt gerne durch neue ersetzen. Es ist ein bisschen, da musst du dann mal so einen Samstag oder Sonntag, wenn da keine Tee dich hinsetzen, bis die ganzen Strippen laufen, bis die ganze Software läuft, bis die ganzen Dinge wieder so sind, wie sie sind. Auf der anderen Seite muss ich sagen, ich möchte es heute auch nicht mehr missen. Weil es mir eben ermöglicht, mal eben schnell auch ein Video aufzunehmen. Ich habe irgendwo eine neue Landingpage. Und dann brauchst du mal so ein zwei, drei Minuten Intro-Video. Muss ja nichts Großes sein. Aber Video erhöht die Conversion. Also machst du ein Video. Wenn du jetzt aber jedes Mal denkst, da müssen wir jetzt ja eine Kamera aufbauen. Stimmt auch die Beleuchtung und stimmt der Ton. Das muss irgendwo stehen. Das kann ich vielleicht als Praxistipp auch sagen. Zum Beispiel bei mir im Lattoflex-Team.
Boris Thomas: Wir haben dann irgendwann einen Raum genommen, der leer stand als Büro und haben dem zu Videostudio erklärt. Und der ist da aufgebaut. Und wir hatten das dann während der Corona Zeit für das Ding im Dauereinsatz. Und jetzt hatten wir das, kürzlich ist uns aufgefallen, wir hatten in dem Videoraum so ein paar Monate nichts mehr. Da war kein Webinar, das war so über Weihnachten, da war bei uns so bisschen saure Gurkenzeit. Und dann begann wieder die erste große Online-Schulung, wir haben. Also da wir richtig Blue Screen und dann stehen wir davor oder Green Screen und stehen dann davor und so. Na ja, dann haben wir festgestellt, wenn so ein Raum dann zwei, drei Monate, dann wird da auch mal geplündert. Der eine hat mal ein Kabel rausgenommen, der nächste hat ein Mikro rausgenommen, der nächste hat weiß ich was. So, und der Punkt ist, ich brauche ein festes Setting. Ich habe jetzt bei mir zu Hause auch mein Arbeitsplatz getrennt von meinem Video-System hier. ich zu Anfang war das eins. Das war immer blöd. Dann steht mal eine Kamera im Weg, wenn ich normal arbeiten will. kann ich nur sagen Praxistipp macht euch einen Arbeitsplatz und überlegt euch wo Audio-Video stattfinden soll und baut das dahin und nicht immer aufbauen dann wenn es notwendig ist. Das machst du dann nie, weil du immer denkst ach du lieber Himmel, bist das hier... baut es auf, lasst es da stehen. Ich habe hier hinter mir auch dann so einen Hintergrund, so einen Grauen mal mir da hingepackt, weil dahinter war die Wand, da war so Display oder da ist immer noch ein Display, das brauche ich manchmal für Coachings, aber eben nicht immer. Da habe ich da so einen Vorhang davor und so. Also schafft euch eine Umgebung, die fix ist, wo ihr sagt, ich setze mich hin, ich fahre das System hoch und ich starte und habe meinen Arbeitsplatz davon getrennt. Das sind so Dinge. die ich so aus der Praxis sagen kann, ich habe sehr lange, zwei Jahre lang alles zusammen gehabt und das hat irgendwie immer nie funktioniert. Das war immer so bisschen schwierig. Aber das wird wahrscheinlich auch deine Erfahrung sein, wenn du so Dinge einrichtest.
Florian Gypser: Du sprichst mir die ganze Zeit aus dem Herzen und für all die Zuhörer muss sagen, wir haben uns, was das Thema betrifft, wirklich null abgesprochen. Aber du machst hier gerade einen Pitch für mein Unternehmen. Das ist echt gerade total witzig. wir haben natürlich, ne, also es ist echt lustig, weil exakt das ist das, was ich auch gebetenartigen Unternehmen sage. Eure Videokommunikation scheitert daran. Es gibt drei Varianten.
Boris Thomas: Das
Boris Thomas: Ja, immer willkommen, immer willkommen!
Florian Gypser: Variante eins, hatte ich eben witzigerweise in einem Kundengespräch noch, Unternehmen hat sich ein Studio professionell von einem Systemhaus einrichten lassen, als TV-Studio, sprich es braucht immer einen Techniker, der es bedient oder mehrere. Bei fast allen Unternehmen, die ich kennengelernt habe, war nach der Corona-Zeit dann plötzlich Schluss, sondern wurden auch die festangestellten Techniker irgendwann entlassen, weil man sich sagte, wir brauchen es ja so jetzt nicht mehr, was natürlich bisschen blöd ist, weil jetzt fängt es ja gerade erst an, richtig spannend zu werden, weil alle aufgewacht sind. Aber du kannst halt nicht reingehen, das Studium selber nutzen. ist schon mal das erste Kriterium. Punkt Nummer zwei ist eigentlich jedes Unternehmen, was auf uns zukommt, wo wir dann erst mal einen Kick-off-Workshop und mit den Themen durchgehen, vor allen Dingen eine Riesenlatte an Möglichkeiten, an Formaten, sie umsetzen können. kommt immer ein Vorgespräch, ja, wir haben da schon mal so was uns zusammengestellt, aber wir müssen das immer irgendwo aufbauen. Und wie du schon beschrieben hast, so halb grad, das ist nicht in zwei Minuten am Laufen. Und der dritte Punkt, warum sie nicht ins Fliegen kommen mit ihrer Videokommunikation ist, dass nach der anfänglichen Euphorie, sie haben sich ein Studio einrichten lassen, das ist auch, was ich häufig mitbekomme, dann gab es eine Einführungsschule in die Technik und dann wurde halt das Team sich selbst überlassen, hat seine drei Ideen, die man schon hatte, ein Webinar, wir machen mal ein YouTube-Video und vielleicht mal die Videobotschaft umgesetzt und bei jedem Mal mehr wurde es weniger, die Abstände wurden länger, bis irgendwann gar nichts mehr gemacht wurde. Also da fehlt die Begleitung.
Boris Thomas: Absolut.
Florian Gypser: Und das sind genau die drei Punkte, wir natürlich als Haupt-USP haben mit unserem Erfahrungsschatz. genau das den Leuten auch sagen, wenn ihr da einsteigt. Also ich hab auch Unternehmen, ich gesagt hab, wenn ihr die drei Punkte nicht beherzigen wollt, dann brauchen wir nicht zusammenarbeiten, weil dann funktioniert's nicht. Dann holt euch lieber die Technik macht selber. Aber durch die Punkte, das ist wirklich die Kernaussage, die ihr getroffen hast, wird das mit dem Thema Video im Unternehmen erst erfolgreich.
Boris Thomas: Absolut. Also vielleicht noch mal ein Punkt, jetzt gar nicht aus der Technik heraus, sondern aus der Praxiserfahrung. Das ist so eine perfekte Fortsetzung des Dilemmas von sogenannten Newstickern. Du erinnerst dich vielleicht, da gab es mal so eine Internetzeit, da hatten alle so aktuelle Newsticker. Und da gab es mal eine Studie, das 15 Jahre her von IBM, die haben das mal so durchgerechnet lassen, dass irgendwie 80 oder 85 Prozent aller sogenannten Newsticker haben News drauf, die älter wie ein Jahr sind. weil das ist mit Blog schreiben das gleiche. geil, Blog. Und dann schreibst du einen Blog, dann schreibst du ein Newsletter schreiben. Ein Riesendilemma, ein Riesendrama, weil du brauchst eine Struktur, die das Ding hält. Und wenn dann die Technik im Weg rumsteht, es ist so schon schwer genug, sich zu disziplinieren, einmal im Monat ein YouTube-Video zu machen. Das ist echt viel. Ich kenne Leute, wirst du wahrscheinlich bestätigen können, sagen, bevor...
Florian Gypser: Hm?
Boris Thomas: bevor ich mit einem Kunden mit einem Podcast beginnen soll, der bitte 20 Folgen erst mal aufnehmen, sonst wird das hier gar nichts. Weil du kennst das auch, voller Begeisterung, wir machen jetzt jede Woche einen Podcast und dann nimmt man den ersten auf, den zweiten auf. Dritter ist gerade schwierig, weil da ist Messe. Vierter, je, das Mikro haben wir jetzt gerade abgebaut, müssen wir auch mal machen nächste Woche und dann wird das so. Und das ist glaube ich der Punkt. Das muss einfach sein, das muss klar sein.
Florian Gypser: Dann war's das.
Boris Thomas: Und da bin ich eigentlich, und jetzt bin ich wieder bei so einem Durchbruchstag wie morgen, das wird morgen ja ein Thema bei mir sein, ist das Thema der Ritualisierung. Und ein großes Thema, warum Rituale scheitern, ist, die werden zu kompliziert. Also wenn das Ding zu kompliziert ist, machst du es nicht. Und einen Podcast aufzunehmen, regelmäßig aufzunehmen, regelmäßig mit Video zu kommunizieren, mit einer Videobotschaft den Kunden etwas mitzuteilen, bedeutet vor allen Dingen eins, das Ritual muss einfach, es muss Spaß machen, es muss präsent sein. Du musst sagen können, jetzt mache ich es so. Wenn dann im Kopf kommt, ach du lieber Himmel, der Einzige, das überhaupt bedienen kann, ist gerade im Urlaub. Die Kabel wurden gerade woanders verwendet. Wir hatten gerade eine Kundenveranstaltung, da brauchten wir die Mikros und die Lautsprecher. So, dann wird das Ding geplündert oder was auch immer. So oder da kommt gerade was zwischen. Und von daher kann ich nur sagen, wer so etwas tut, sollte sich darüber bewusst sein, es braucht einen eigenen Platz. Es braucht eine Struktur. Es braucht eine Einfachheit. die nicht schon noch zusätzlich, es ist schon so kompliziert genug, noch zusätzlich dir Blockaden einbaut, dann ist meine Erfahrung abbrucht. Das funktioniert in tausenden Jahren nicht. So, und das ist etwas, wo ich merke, das ist auch bei mir so. Wenn ich dann hier mal was habe, also ich baue in dem Grad einen neuen Videokurs auf zum Beispiel, dann ist es eben halt viel einfacher zu sagen so, ich habe jetzt hier mein Headset.
Florian Gypser: Mmh.
Boris Thomas: Ich habe hier meine Sachen, die liegen hier alle. Ich kann die sofort verwenden. Ich kann sie benutzen. Ich habe hier eine dicke Festplatte, auf die kann ich jederzeit aufnehmen. Hab sie gleich als MP4. Hab sie direkt fertig. Kann sie fertig machen und so. wenn das nicht gegeben ist, das habe ich immer wieder festgestellt, passiert es nicht. Punkt.
Florian Gypser: Das war ein wunderschönes Abschluss, blöd, je, da will ich gar nichts zu sagen. Das lassen wir jetzt so schön mal stehen und ich sehe schon, werden irgendwann noch mal über die ganzen anderen Themen, die ich eigentlich noch mit dir anschnallen wollte, sprechen. Davon gibt es ja so viele. Boris, ich bin dir wahnsinnig dankbar für deinen Input, für deine Zeit. Das war unheimlich spannend und war wieder mal eine wirklich, wie soll ich sagen, ein tolles Erlebnis und ein toller Input von dir. An alle.
Boris Thomas: Absolut. fand ich auch, ich finde es auch eine wichtige Botschaft. Weil eigentlich haben wir ja zwei Erfolgsbausteine hier in dieser Stunde jetzt behandelt. Der erste Erfolgsbaustein ist, mach dir Gedanken über die Choreografie deines Verkaufsprozesses und deiner, wie wirst du eine magnetische Marke. So. Und auf der anderen Seite haben wir uns angeguckt, wie bringst du die Dinge auch richtig cool in die Welt. Eben mit Video, mit modernen Mitteln, mit Podcasts, mit was auch immer. Und welche Strukturen müssen dafür da sein, damit deine Marke wirklich anziehen wird? Weil das ist ja eben der Baustein, der vor dem Verkaufsprozess läuft. Der Podcast an sich macht ja nichts weiter wie ein Pre-Sale, ein Vorverkauf dessen, worum es dann eigentlich geht. Und wenn der gut arrangiert ist und gut aufgebaut ist, dann wird am Ende so sein, dass der Kunde kauft, bevor du verkaufst. Also wenn man das mal zusammenfasst, haben wir hier eigentlich für deine Zuhörer zwei
Florian Gypser: Hm.
Boris Thomas: Wirklich super Bausteine zusammengepackt.
Florian Gypser: Genau, genau. Besser konnte ich nicht sagen. Deshalb vielen, vielen Dank noch mal. an alle, zugehört haben, hört's euch noch mal genauer an. kann nur aus meiner eigenen Erfahrung sagen, da steckt so viel Wahres und Wichtiges drin, was Boris gesagt hat. Es klingt so einfach, bis man dann ins Detail geht, muss ich auch sagen. Die Struktur, die du eben genannt hast, die ist absolut logisch und verständlich. Man muss halt nur umsetzen und reingehen, das ist bisschen Arbeit, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung sagen.
Boris Thomas: Ja, wir können.
Florian Gypser: Wenn euch Rende dieser Podcast gefallen hat, dann leite ihn gerne an Freunde, bekannte Kollegen, noch immer weiter, dem unter der ihr dieser Podcast helfen könnte. Ich freue mich natürlich auch über Bewertungen bei Apple Podcasts und Spotify. Gerne auch überschriftliches Feedback oder auch Ideen, Anregungen an podcast.corporate.studio.de. Ansonsten bleibt mir nur zu sagen, vielen, vielen Dank nochmal, Boris, und an alle, zugehört haben. Bis zum nächsten Mal. Tschüss.
Boris Thomas: Vielen lieben Dank, ciao!