VIDEO RELOADED

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Dein Podcast über Videokommunikation 4.0

Transkript

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Florian Gypser: Online-Veranstaltungen, Webinare und Video-Calls sind tot. Das hab ich vor einigen Monaten bei einer Branchenveranstaltung gehört. Es ist spannend. Die Person, die davon sprach, war jetzt auch nicht irgendwer, sondern hatte eine leitende Rolle in diesem Branchenverband. Ich dachte, anfangs wäre es ein Missverständnis, aber es stellte sich doch im Laufe der Veranstaltung heraus, dass ich es wirklich ernst meinte und sagte, ja, das Thema ist ja nach Corona durch. Jetzt ist wieder gerade in Bezug auf Vertrieb oder überhaupt Kundenkommunikation der direkte Kontakt wichtig. Ich sehe es ganz anders und meine heutige Gesprächspartnerin, die sieht es mit Sicherheit auch ganz anders, denn Annette Lindstedt ist Inhaberin von Lindmanns Lebendige Online Veranstaltungen, einer Agentur, die Online-Events konzipiert, moderiert und technisch begleitet. Mit ihrem Team sorgt sie dafür, dass digitale Formate nicht distanziert wirken, sondern lebendig, barrierearm und interaktiv sind. Vom kompakten Webinar bis hin zu großen virtuellen Konferenzen. Und genau darüber sprechen wir heute, nämlich wie Online-Veranstaltungen lebendig nahe und wirksam werden können. Und wir schauen, was gute digitale Formate ausmacht, wo ihre Grenzen liegen und warum sie so viel mehr sind als eine Notlösung. Grüß dich, Annette. Schön, dass du bei mir heute zu Gast bist.

Annette Lindstädt: Hallo Florian, vielen Dank, dass ich zu Gast sein darf. Freue mich sehr.

Florian Gypser: Ja, gerne. Ich hab dir natürlich jetzt eine Steilvorlage gegeben mit meinem Erlebnis Anfang des Jahres. Und ich lass dich jetzt direkt schon mal gegen die Wand fahren. Weil bei mir, ja, wer meinen Podcast kennt, weiß, was jetzt kommt. Ich starte nämlich immer, das ist so ein kleiner Break mittendrin, mit drei Icebreaker-Fragen, bevor wir dann ins Fachliche einsteigen. Und das möchte ich natürlich auch bei dir, die alte Tradition, die ich jetzt seit zwei Jahren habe, auch weiterführen.

Annette Lindstädt: Haha.

Florian Gypser: Und dann gehen wir direkt voll ins Thema rein. Alles klar? Frage Nummer eins. Bisschen philosophisch betrachtet, wenn du eines Tages auf dein Leben zurückblickst, welche eine Fähigkeit oder Tätigkeit, die du heute noch nicht beherrschst, möchtest du dann eines Tages beherrschen?

Annette Lindstädt: Das ist eine gemeine Frage. Muss mich auf eine beschränken? Muss mich echt auf eine beschränken?

Florian Gypser: Ich Keiner die Spannendste.

Annette Lindstädt: Ja, glaube, meine Frage, muss ich mich auf eine beschränken, gibt schon die Antwort. Ich glaube, ich wäre sehr dankbar, wenn ich mich besser fokussieren könnte. Ich bin einfach immer so vielseitig interessiert. wenn ich jetzt mehr sagen dürfte, ich sagen, ich würde gerne Gebärdensprache können und endlich Niederländisch lernen und endlich Ukulele können und solche Dinge, die ich irgendwie alle nicht unterkriege in meinem 24-Stunden-Tag. Deswegen ... Focus wäre echt cool, wenn ich das irgendwann mal hinkriege.

Florian Gypser: Klingt sehr danach, dass du ein Kreativmensch bist. Das kenn ich von mir. Meine Frau ist Musikerin, Videografin, Musikproduzentin. Die spielt übrigens Ukulele. Ich bin jetzt nicht so 100 Prozent der künstlerische Typ, aber hab auf jeden Fall eine sehr ausgeprägte künstlerische Ader. Oder kreative Ader eher, nicht künstlerisch. Deshalb kenn ich das absolut. Du hast fünf Millionen Ideen, das würd ich gerne noch ... Das ist ... Ukulele ist übrigens einfacher als man denkt. Kann ich schon mal die Angst davor nehmen.

Annette Lindstädt: Ja.

Annette Lindstädt: Ich habe tatsächlich ein paar Jahre das gemacht und habe es dann aber nicht weiterverfolgt. Ich habe hier eine stehen und irgendwann, mein Standard-Spruch ist immer, irgendwann wenn ich mal Langeweile habe, dann fange ich wieder an und ich glaube der Zeitpunkt wird nie kommen, dass ich mal Langeweile habe.

Florian Gypser: Das ist die Standardausrede für Dinge, man nie so richtig ... Es ist genauso wie ich könnte, wenn ich wollte. ist auch so. Da hat meine Frau mir zum Anfang unserer Beziehung, da waren wir zwei Monate zusammen, irgendwie hatte ich den Spruch mal gebracht, hat sie mir auf ein T-Shirt drucken lassen. Ich könnte, wenn ich wollte. Sie hat es liebevoll gemeint. Das war damals auch eher witzig. Hoffe ich zumindest. Ja, Frage Nummer zwei.

Annette Lindstädt: Genau. Ja.

Annette Lindstädt: Was gemein.

Florian Gypser: hat auch schon vielleicht ein bisschen was mit deiner Arbeit zu tun, wenn Geld keine Rolle spielen würde. Und da muss ich immer dazu sagen, mach den Kopf ganz weit auf, es kommt eine gute Fee und sag, was kostet die Welt? Wie würdest du deinen Arbeitsplatz gestalten? Sowohl physisch, also wo du bist, als auch mit dem, was du dann tust. Was wäre dein absoluter Traum und wo?

Annette Lindstädt: K?

Annette Lindstädt: Hm.

Annette Lindstädt: Das ist eine tolle Frage. Also inhaltlich würde ich gar nicht so viel anders machen. Da bin ich schon sehr happy mit dem, was ich gerade tue, weil es so vielseitig ist. Gut auf Buchhaltung und Personalkram könnte ich vielleicht verzichten und all diesen Krempel, aber alles andere finde ich ziemlich genial. Bleibt der Ort.

Florian Gypser: Mhm.

Annette Lindstädt: Ich hab's hier auch sehr schön und hab das alles schon ganz gut eingerichtet. ich glaube, wenn es ... ist zum einen das finanzielle Thema, aber auch die Frage, wäre das sinnvoll und machbar? Aber ich, ja, wenn die fehl käme, würde ich sagen, ich hätte gerne einen vollelektrischen, super mit total High-End-Technik und Arbeitsplatz ausgestatteten Van, der komplett autark ist, also irgendwie mit Solarmodul auf dem Dach.

Florian Gypser: Mhm.

Annette Lindstädt: mit natürlichen Satelliten, Internet. Also irgendwie so ein mobiles Ding, in dem ich so arbeiten kann wie hier. Ich weiß nicht, ob man einen höhenverstellbaren Schreibtisch in ein Van bekommt. Das wäre dann noch rauszubekommen, das müsste die Fee dann irgendwie hinkriegen. Ich glaub, das fänd ich cool und dann immer mal, wenn ich Lust hab, irgendwo in Europa rumcruisen und von da aus arbeiten. Das fänd ich ziemlich klasse.

Florian Gypser: Selbstredend.

Florian Gypser: Klingt super. Kann ich mich sofort mit identifizieren? würde vielleicht ein bisschen dekadent, wie ich bin, dranhängen. Dauerhaft wohnen würde ich nicht drin, aber arbeiten, dass das Büro immer dabei ist, das wäre ziemlich cool. Und dann vielleicht ein Ferienhaus mieten, bin ich absolut bei dir. Sehr schön, ja? Siehst du?

Annette Lindstädt: Ja, genau. Und immer mal wechseln zwischen hier und dort. Das finde ich nicht schlecht.

Florian Gypser: Ja, spannend. Dann kommen wir zur dritten Frage. Welcher bekannten Persönlichkeit wärst du gerne begegnet oder würdest du gerne noch begegnen und was hättet ihr besprochen oder würdet ihr besprechen?

Florian Gypser: Ist so bisschen wie eine Aufwärmübung beim Sport gerade. Gedanken strecken.

Annette Lindstädt: Ja, genau, das Hirn kommt in Gang.

Annette Lindstädt: Also spontan fällt mir ein Meryl Streep, weil ich absolutes Fan-Girl von ihr bin. Ich würde wahrscheinlich erst mal eher fürchtig da sitzen und wenig sagen können. Ich würde sie vielleicht fragen, wie man so schlagfertig und toll wird, wie sie, ob man das lernen kann oder ob sie das schon immer war. Ja, das ist so die erste Person, die mir einfällt.

Florian Gypser: Okay.

Florian Gypser: Passt auch, dann soll's auch so sein.

Annette Lindstädt: Mit Robert Habeck würde ich vielleicht gerne mal ein Bier trinken und über Söder lästern oder so.

Florian Gypser: Okay. Auch gut. Also es gibt ja kein Richtigen, kein Falsch. Die einzige Erfahrung, die ich gemacht habe, so Riesensuperidolen hab ich nicht. Irgendwie hab ich mich davon verabschiedet. Ich war ja in der Musikbranche unterwegs, hab jetzt nicht so die riesengroßen Megastars, aber schon einige Stars kennengelernt. Ich denke mir manchmal, es ist besser, sie nicht zu treffen. Man hat ein ganz anderes Bild, als sie in Wirklichkeit sind.

Annette Lindstädt: Hmm.

Annette Lindstädt: Das ist genau das Problem bei dieser Frage, dass man manchmal so Personen im Kopf hat und dann denkt, ob der in Echtern wirklich so spannend ist. Das ist genau die Frage. Ich hatte mal das große Glück und durfte mit Joachim Gauck reden, zufällig. Zwei Stunden beim Mittagessen. Das war richtig cool. Das war richtig toll.

Florian Gypser: Ja, also...

Florian Gypser: Okay. Also, muss nicht immer verkehrt sein. Ich weiß, ein guter Freund von mir, der war auch in der Musikbranche tätig und der hat als rechte Hand von einem ganz bekannten deutschen Musikmanager gearbeitet. Und eine Zeit lang war er, der war bei einer großen Plattenfirma, war verantwortlich für Chris Rea. Der hatte mal eine Phase vor ein paar Jahren, wo er nach einer schweren Krebserkrankung, ich glaub, der hatte noch eine zweite danach, seine Ferrari-Sammlung verkauft hat und das gesamte Geld darin investiert hat, sich in ...

Annette Lindstädt: Ne? Khm, khm.

Annette Lindstädt: Mhm.

Florian Gypser: in Montreux oder Lausanne, ich glaub, Montreux, oder Genf gibt's ein großes Tonstudio, oder in der Nähe irgendwo, ein Jahr oder anderthalb Jahre einzuschließen mit seiner Band. Und jeder seiner Bandmitglieder durfte eine eigene CD mit der ganzen Truppe produzieren. Die haben acht CDs produziert. Mein Freund hat das damals betreut. Dann waren die beim Jazzfestival in Montreux, beim Abendessen mit Chris Rea zusammen, der ist völlig auf Boden geblieben. hat Interviews in

Annette Lindstädt: Na toll.

Florian Gypser: Jogginghose und Unterhemd gemacht, aber nicht weil er degadent war, sondern weil sagte, ich bin ein normaler Mensch. Und bei dem Abendessen waren Eric Clapton und Bibi King und noch jemand, den ich vergessen hab. Mein Freund meinte, du sitzt da und hältst einfach nur die Klappe, schüttelst den Kopf und wenn die Götter sprechen, sei still. Das war eine Erfahrung, und der hat sehr viel mit solchen alten Hasen zu tun gehabt. war einer der wenigen, die mir gesagt haben, dass es nicht ähm ... enttäuschend war.

Annette Lindstädt: Ja.

Annette Lindstädt: Hm.

Florian Gypser: Die haben aber auch keine Star-Allünen Angenehme Menschen. Ja, schön, spannend. So, jetzt haben wir unser Gehirn mal bisschen aufgewärmt. Jetzt kommen wir zu der Steilvorlage. Online-Formate sind tot oder eine Notlösung. Was sagst du dazu?

Annette Lindstädt: Genau.

Annette Lindstädt: Ja, wo fange ich an? Sagen wir mal so, 2020 in der Pandemie, als wir gegründet haben, da waren Online-Formate eine Notlösung, weil alle in heller Aufregung waren und aus Gründen ihre Veranstaltungen absagen mussten und dann glücklicherweise zu uns kamen und sagten, geht das online? Wenn ja, wie? Und wie machen wir das? Natürlich hat sich der Markt sehr verändert seitdem, ganz klar. Also wie gesagt, damals war es so eine Notlösung, es war auch so bisschen so eine Bild-West-Zeit und man hat versucht, Online-Veranstaltungen wirklich als Abbild einer Präsenzveranstaltung zu machen. Sprich, man hat auch viel Programm ausprobiert, also wir haben viele Veranstaltungen begleitet, bei denen wir tolle Rahmenprogramme organisieren durften usw. Dann kam so eine Phase. 2021 rum war das, da merkte man schon, okay, dieses handgestrickte Schnellhilfe, ich brauche eine Notlösung, das war dann vorbei, die Ansprüche sind gestiegen. Da haben wir dann auch so die ersten Anfragen für Trainings bekommen, weil die Organisationen auch lernen wollten, wie man Online-Veranstaltungen gut und lebendig macht. Und dann kam 22, so ein bisschen, was ich immer das Hybrid-Experiment nenne. Vielleicht sprechen wir später auch noch über Hybrid und was ich dazu denke. Da haben dann viele so, da war ja die Pandemie am Auslaufen, viele haben schon wieder in Präsenz geplant, aber so sicherheitshalber in Hybrid. Und so seit 23 beobachte ich, dass man wieder so bisschen zurückkommt zu kleineren, kürzeren Formaten. Also man kommt einerseits zurück zur Präsenz. Ich weiß nicht, ob sich das mit deinen Erfahrungen deckt. Man kommt viel wieder zurück zur Präsenz. Und das ist ja auch

Florian Gypser: Mhm.

Annette Lindstädt: berechtigt, weil viele Formate auch einfach in Präsenz besser funktionieren. Das will ich auch gar nicht bestreiten. Und man geht bei den Online-Formaten so ein bisschen zurück zu kürzeren Formaten, weil man sich sagt, na ja, es lohnt sich ja nicht für eine Stunde oder anderthalb, irgendwo hinzufahren und da ist online schön praktisch. Wir sind der lebende Gegenbeweis, dass online nicht tot ist, weil ich meine, wenn online tot wäre, gäbe es Lindmanns nicht.

Florian Gypser: Absolut.

Florian Gypser: Hm.

Annette Lindstädt: Das Problem, ich sehe, und das ist vielleicht der Hintergrund hinter der Aussage, ist, dass ich beobachte, dass es so bisschen so ein Backlash gibt. Dadurch, dass man wieder zurückkommt zu diesen kurzen Formaten, gibt es oft die Denke, naja, online ist ja nicht so schön wie präsent und das ist gut für die kurzen Formate. Es darf auch nicht so lang sein, weil es ja so anstrengend ist. Gleichzeitig packen die Leute aber wahnsinnig viel Content in diese kurzen Online-Dinger. Und dann sind die natürlich nicht schön. Also dann sind die vollgestopft mit Content. Man kann kaum durchatmen. Es wird wenig Interaktion geplant. Und dann sind die auch nicht gut. Das ist dann vielleicht damit gemeint, dass Online tot ist. Aber online gut gemacht ist super lebendig.

Florian Gypser: Mmh.

Florian Gypser: Ja, definitiv.

Annette Lindstädt: Ich behaupte, in vielen Fällen ist es sogar das bessere Format.

Florian Gypser: Also ich kann es in allen Bereichen, was du gesagt hast, oder was die zeitlichen Abläufe betrifft, kann ich es bestätigen. Vielleicht mit anderen Ausprägungen. Was ich festgestellt habe, ist die Begründung, warum viele sagen, online funktioniert ist, nicht, ist die Tatsache, weil sie es einfach miserabel durchgeführt haben. Viele Formate heutzutage, also was mich manchmal wirklich bisschen genervt hat, war teilweise auch eine leichte Arroganz gegenüber der technischen Seite. Ja ja, Content is King gibt es ja diesen für mich mittlerweile dummen Spruch, weil die Zeiten sind vorbei. Die Menschen sind anspruchsvoller geworden, nicht nur bei Online-Formaten. Und das zu Recht, weil ich komme ja aus dem technischen Bereich ursprünglich. Und man ist gerade in der Industrie jahrelang belächelt worden. Ihr seid nur die Techniker, so auf dem Niveau von keine Ahnung was noch drunter ist. Ich habe es auch live bei Konzernen, für die wir gearbeitet haben, allerdings in einer beratenden Rolle.

Annette Lindstädt: Hmm.

Florian Gypser: mitbekommen, wenn die Technikfirma kam, wurden behandelt wie der letzte Dreck. Das fand ich immer schlimm. Mit der Einstellung ist häufig auch dem Online-Format entgegengetreten worden nach dem Motto, was wir erzählen ist so toll, da reicht jetzt auch das Webcam-Mikrofon und Licht brauchen wir nicht und eine eingebaute Kamera, das reicht auch. Auf der anderen Seite, die, die es aber angeguckt haben oder auch häufig angucken mussten und auch müssen, gerade in Unternehmen, wenn es Trainings geht oder so, Die sind total frustriert und genervt. Sie sagen nichts, insbesondere, wenn sie es gucken müssen. Ich hab mit einem Bankberater gesprochen, sagte, alle paar Monate müssen wir Online-Fortbildung machen. Kosten viereckig Geld. Die Umsetzung ist eine absolute Katastrophe. Vier Stunden lang sprechende Powerpoints. Aber er sagt, ich kann ja nichts sagen. Weil ich muss das machen. Da interessiert sich hier dann keiner für, ich sage, sollte man das nicht mal technisch besser aufrüsten.

Annette Lindstädt: Mmh.

Florian Gypser: Und das ist ein ganz großes Problem. Ich krieg's ja bei unseren Kunden mit. Wenn wir die ersten Kontakt haben, wir machen mit denen ja immer so einen Kick-off, so einen Strategieworkshop. Warum wollt ihr euch da verbessern von der technischen Seite? Und dann sagen die Mitarbeiter fast immer, also wenn ich irgendwo beim Webinar oder so was teilnehme, das ist immer so gruselig und so langweilig. Ich möchte nicht, dass wir es genauso machen.

Annette Lindstädt: Mmh.

Annette Lindstädt: sollen mal zu uns kommen. Ja, lustigerweise, ich komme ja von der anderen Seite, wir sind ja eher die methodisch-konzeptionellen, natürlich müssen wir auch Technik mitliefern, aber lustigerweise ist so eine der ersten Fragen, die immer von unserer Kundschaft gestellt wird, ja, welche Technik nutzen wir denn und welche Tools? Und dann sagen wir halt immer, naja Moment, wir sprechen jetzt erst mal drüber, was ist denn dein Ziel mit der Veranstaltung? Wen möchtest du ansprechen? Wie soll die Atmosphäre sein? Allein die Frage ist oft schon, stellt die Menschen vor Rätsel, die Atmosphäre online. Und wir fragen dann, soll es eher nahbar sein oder habt ihr hochrangige Experten, die da sprechen? Also wie soll das miteinander sein? Natürlich müssen wir auch über Technik sprechen. Wir machen auch vor jeder Veranstaltung immer einen Technikcheck mit den Speakern.

Florian Gypser: Hm.

Annette Lindstädt: Wo wir dann auch sagen, sorry, Ihr Licht ist nicht gut und der Ton geht so auch nicht einfach ins Laptop-Mikro. Weil, naja, da muss ich dir nichts erzählen, du bist der Experte dafür. was ja wirklich am stressigsten ist für Teilnehmende, neben den Powerpoint-Schlachten, ist ja, wenn der Ton schlecht ist. Das kann man einfach gar nicht aushalten. Und ich bin da mittlerweile so empfindlich, das ermüdet. Und es gibt ja auch Studien zu Zoom-Fatigue, dass schlechter Ton einfach ein Riesenthema ist, was die Leute davon abhält. bei der Stange zu bleiben, neben zu viel Frontalunterricht. Also da sind wir, ich, einer Meinung, obwohl wir von unterschiedlichen Ecken kommen. Vielleicht müssen wir auch noch kurz darüber sprechen. Du bist ja, glaube ich, mehr im Unternehmensumfeld unterwegs, richtig?

Florian Gypser: Ja, mittlerweile schon. Früher in der Corona-Zeit haben wir Einzelunternehmer, selbstständige Trainer und Coaches betreut. Die waren ... Es klingt jetzt böse, aber die waren weg wie die Kakerlaken, wenn du das Licht anmachst, als 2023 die Pandemie aufhörte. Weil alle, mit denen ich zu tun hatte, haben mir auch gesagt, dass sie keinen Bock drauf haben. Weil die sind 20, 25 Jahre gewohnt, in Präsenz zu arbeiten, heute auf morgen ein völlig anderes Format. Die waren unsicher.

Annette Lindstädt: Hmm.

Annette Lindstädt: Hm.

Florian Gypser: Deshalb gibt es nur wenige, die in unserem Mentoring-Programm waren, die heute noch viel online arbeiten. Allerdings haben die auch entsprechende Erfolge.

Annette Lindstädt: Ja, wir sind hingegen eher unterwegs bei NGOs, Verbänden, Behörden. Also wir haben ganz wenig Unternehmenskunden. Und da haben wir allerdings oft das Problem, dass die jetzt keine großen Budgets für Mordstechnik haben oder irgendwelche Studios sich einrichten können. Das heißt, da müssen wir mit dem arbeiten, was die haben. Plus wir arbeiten zum Teil für Menschenrechtsorganisationen, wo wir dann manchmal Speaker haben, die aus dem globalen Süden kommen, wo wir dankbar sind, wenn sie auch nur mit einem Smartphone online gehen können. Also wir arbeiten manchmal mit solchen Bedingungen auch und dann ist es halt wichtig, trotzdem alle irgendwie an Bord zu holen. Ich glaube, das sind auch ein bisschen andere Voraussetzungen, als du sie vermutlich in deinen Unternehmensprojekten hast. Aber ja, genau. Ja, wie gesagt, wir kommen von der methodischen Ecke und

Florian Gypser: Hm.

Florian Gypser: Ja, unterschiedlich auch.

Annette Lindstädt: Unser Standardspruch ist immer ganz lustig, wenn wir dann die Speaker im Regiecheck haben und die dann sagen, ja, dann halte ich meinen Vortrag und wir dann sagen, ja, wir empfehlen keinen Vortrag länger als zehn Minuten und dann machst du so eine Kunstpause und hörst die Schnappatmung auf der anderen Seite und dann sagen wir, Komma, ohne die Teilnehmenden einzubinden. Das ist nämlich so eins der Prinzipien, was wir verfechten. Also natürlich kannst du einen Vortrag halten, der auch länger geht als zehn Minuten, aber bitte nicht ohne die Teilnehmenden irgendwie einzubinden zwischendrin. Das ist zum Beispiel ganz wichtig. Da sind wir tatsächlich immer noch und ich beobachte das jetzt so in den letzten zwei Jahren, wieder verstärkt missionarisch unterwegs, dass wir den Leuten sagen müssen, bitte nicht so lange monologe online. Die Aufmerksamkeitsspanne ist online einfach kürzer und seien wir mal ehrlich, 45 Minuten Monolog sind ja auch in Präsenz nicht super. Das möchte ja eigentlich auch niemand hören. Genau.

Florian Gypser: Nee, Nee, also definitiv nicht. Du hattest eben schon was gesagt, einen Begriff, der in den letzten Jahren erst entstanden ist, der Begriff Zoom-Fatigue, der sich allerdings aus verschiedenen Dingen zusammensetzt. Unter anderem auch schlechte Tonqualität. Ich wollte es nur noch mal erwähnen, ich hab's in anderen Podcast-Folgen erwähnt, es gibt sogar eine Studie von, ich glaub, der Yale University. Und da hat der Spiegel im März diesen Jahres sogar einen Artikel drüber geschrieben. Also, ist jetzt endlich mal wissenschaftlich belegt.

Annette Lindstädt: Hm?

Florian Gypser: dass wenn du in einer Online-Veranstaltung, also da war es auf Videokonferenzen eins zu eins kurz, aber ist letzten Endes völlig egal, wenn du da schlechten Ton hast, wirst du augenblicklich als inkompetenter, als unsympathisch und nicht vertrauenserweckend wahrgenommen. Also es ist wissenschaftlich belegt, was ich mir seit Jahren schon in Mundfusselig rede. Und wie du schon richtig sagst, es ist ja jetzt auch kein Hexenwerk mehr. Ich lasse die Ausrede, wir haben gar kein Geld, lass ich nicht gelten, weil du kriegst ja für 30, 40, 50 Euro irgendein Mikrofon. Klar, bei NGOs ist vielleicht was anderes, aber Verbänden oder Behörde, wir haben auch mit Verbänden und Behörden zu tun gehabt. Das Verrückte ist, was meine Erfahrung war, am Anfang haben sie meist gejammert, wenn es die Technik ging. Wir haben zweimal den Fall gehabt, da haben wir den Auftrag nicht bekommen. deutlich höheres Budget an eine andere Firma rausgehauen für Dinge, wo ich mich noch frage. Das ist ja noch eine ganz andere Sache. Aber die Technik ist keine Entschuldigung mehr, weil die Hersteller reagiert haben. Du kriegst für kleines Geld Licht, kriegst kleines Geld, brauchbare Webcam und Mikrofon. Das macht so einen gigantischen Unterschied, weil du hast es schon erwähnt, wir ermüden wirklich körperlich, wenn der Ton schlecht ist. Bild ist sekundär, ist für den Eindruck der Sympathie natürlich wichtig, aber primär in der Kommunikation ist der Ton wichtiger.

Annette Lindstädt: Ja.

Annette Lindstädt: Absolut. Wir sagen den Leuten immer, wir haben ganz häufig Menschen in unserem Regiecheck, die dann wirklich in ihren Laptop reinsprechen und dann hast du natürlich diesen Hall und das ist nicht gut oder mit AirPods kommen, was auch immer. Also von Bluetooth raten wir immer ab und dann zeige ich immer nur mein 10 Euro Handyheadset. Ich muss es jetzt hier rauswühlen. Also einfach so ein schnurgebundenes, was du ins Handy steckst, das kannst du auch in den Rechner stecken und das macht den Ton, das ist natürlich nichts. Profi-Equipment, aber es verbessert den Ton schon enorm, einfach weil dieser Hall rausgeht. Ja, genau.

Florian Gypser: Ja, also grad diese Earpods. Wir haben sie jetzt auch an, aber die hab ich nur an, dich zu hören. Damit's keinen Echo gibt, dafür sind's auch gut. Genau. Ansonsten kann man das auch jedem erklären. Unser Mund ist nicht hier, aber das Mikrofon bei den Dingern ist hier. Das Schärfste ist übrigens noch, was die meisten gar nicht wissen, die AirPods von Apple, wenn du damit an deinem iPhone unterwegs bist, in einer Live-Veranstaltung oder beim Video aufnehmen, dann wird vom iPhone noch gar nicht mal das Mikrofon von den AirPods genommen, sondern immer das Mikrofon.

Annette Lindstädt: Genau, ich habe sie auch nur zum Hören.

Annette Lindstädt: Genau.

Annette Lindstädt: Mhm, das wusste ich nicht.

Florian Gypser: am iPhone. Fragt mich nicht wieso. das wissen die meisten. Ich hab's auch wirklich, muss ich ehrlich sagen, durch Zufall rausgefunden. Ich weiß nicht, warum Apple das macht. absolut nicht empfehlenswert. Sag mal, ja, oder wolltest du noch was ergänzen?

Annette Lindstädt: Nee, frag mich. Also ich hab viel zu ergänzen, aber du hast eine Frage auf den Lippen.

Florian Gypser: Ja. Ja, genau, weil ich mir gerade eingefallen ist, weil du sagtest, wie gestaltet man online formatisch spannend. Was sind denn so typische Fehler, heute noch gemacht wurden? Also, PowerPoints, sprechende PowerPoints, ist natürlich nonplusultragruselig. Am besten noch mit Schriftgröße 10 und komplett vollgeschrieben. Was sind denn so die typischen Fehler?

Annette Lindstädt: Mhm.

Annette Lindstädt: Ich würde vielleicht mal, ich spreche nicht so gerne über Fehler. Ich komme mal positiv, vom Positiven. Also wir haben so ein paar Prinzipien formuliert. Das eine ist Entzerrungsstattermüdung, nennen wir das. ich habe es ja schon gesagt, Vorträge nicht zu lang, immer schön unterbrechen, die Teilnehmenden mit einbeziehen. Dann Austausch vor Inhalt. Also wenn Leute sich zur gleichen Zeit zusammensetzen, sich über ein Thema zu informieren oder auszutauschen. Dann ist eben die viel zitierte Powerpoint-Schlacht verschwendete Zeit. die kann man sich ja auch alleine angucken oder man kann Material vorab zur Verfügung stellen oder im Nachgang. Aber es geht doch, wenn man sich zusammentrifft, geht es doch darum, dass man sich auch austauscht. Natürlich brauchst du einen inhaltlichen Input, damit du weißt, worüber du reden möchtest, aber das muss ja nicht 45 Minuten monolog sein. Dann...

Florian Gypser: selbst renden

Annette Lindstädt: Tatsächlich Inhalt vor Technik. Das habe ich ja vorhin schon gesagt, dass die Leute oft fragen, welche Technik nutzen wir? Und wir dann aber erst mal von den Inhalten kommen und sagen, was ist dein Ziel? Welche Atmosphäre möchtest du? Und dann, gut, wir arbeiten sehr viel mit Zoom, weil es einfach stabil ist, gute Tonqualität hat und weil es alle benutzen können, weil es kein Spezialtool ist. Und das ist eben auch so eine Botschaft. So Toolfeuerwerk ist selten eine gute Idee. Wenn wir Veranstaltungen machen, dann ist das oft sehr, sehr straightforward. Wir nutzen Zoom und dann haben wir oft Mentimeter für interaktive Elemente. Wir nutzen dann manchmal, je nachdem, wenn es eher einen Workshop-Charakter hat und man vielleicht auch mal in eine Gruppenarbeit geht, dann nutzen wir noch ein Whiteboard oder eine Pinwand, also ein Padlet oder eine DSGVO-konforme Variante, Task Cards. Und das war es dann auch schon. Viel mehr benutzen wir gar nicht. Also wir haben in der Pandemie haben wir dann häufiger mal noch ein Launch-Tool dran gehängt, wenn es wirklich in so eine Netzwerkphase ging und so. wie gesagt, Inhalt und Austausch geht vor Technik. Das ist so das dritte Prinzip. Dann Abwechslung. Wir versuchen immer, abwechslungsreich zu gestalten. Also nicht Vortrag, Fragen, Vortrag, Vortrag, Fragen, sondern ja eben auch mal eine schnelle Murmelgruppe einzubauen. Das ist ein superschönes Format. Also so wie du in Präsenz, würdest du ja auch mal nach dem Vortrag, wenn dann so eine kurze Bühnenpause ist, mal deinen Nachbarn anschubsen und sagen, wie fandest das jetzt? Und mal zwei Minuten reden. Und das kannst du superschön in so Zufallsbreakouts einfach abbilden. Steckst du die Leute zu zwei, zu dritt für drei, vier Minuten mal kurz in so Murmelgruppen und dann kommen die

Florian Gypser: Mhm.

Florian Gypser: Hm?

Florian Gypser: Mhm.

Annette Lindstädt: Erfahrungsgemäß kommen die total plappern zurück und sagen, äh, war viel zu kurz und sind dann wieder wach und aktiv. Oder du machst mal einen Medienwechsel und zeigst mal ein kurzes Video oder ja, also Abwechslung ist wichtig. Unterhaltung wird, hab ich ja vorhin schon gesagt, leider nicht mehr so viel nachgefragt. Wir haben früher wirklich tolle Veranstaltungen gemacht mit Graphic Recording, mit Impro Theater, alles online und das hat super funktioniert. Das wird jetzt nicht mehr nachgefragt, weil wir eben hauptsächlich diese kurzen Formate machen. Und so das fünfte Prinzip, was wir formuliert haben und was eigentlich so das Wichtigste ist, ist gemeinsam dabei sein, also erzeuge ein Raumgefühl. Wodurch machen wir das?

Florian Gypser: Ja, danke, Schmelz.

Florian Gypser: Mhm.

Annette Lindstädt: Das ist eine ganz simple Sache. du hast es bestimmt auch schon erlebt. Du kriegst eine Einladung zu einem Webinar und da steht drin, bitte 10 Minuten früher, damit wir pünktlich starten können und alle bereit sind. Dann kommst du 10 Minuten früher und siehst ... schwarze Kacheln. Oder? Oder eine Folie. Also da passiert nichts. Du bist dann 5 Minuten früher gekommen und es passiert nichts. Das ist natürlich Quatsch, weil das ist ja keine Einlassphase. Wir machen ... Prinzipiell immer eine Einlassphase vor dem offiziellen Beginn. Vor allem, wenn wir ein interaktives Format planen, also wenn wir möchten, dass die Teilnehmenden sich später aktiv beteiligen, also sprechen oder Minimum in den Chat schreiben, dann machen wir eine Einlassphase, dann begrüßen wir, also wir, wenn ich sage wir, dann sind das Kolleginnen und Kollegen von mir, die dann die technische Co-Moderation machen, sich den ganzen technischen Ablauf kümmern und sagen, Testet gern mal euer Mikro, jetzt könnt ihr alle durcheinander reden. Und dann kommen die Leute auch und quatschen und sagen, hallo, ich bin da und ich komm von da und da und stellen vielleicht schon mal eine technische Frage oder so. Dass man einfach in der Pandemie war, das das Extrem. Da haben wir oft die Räume eine halbe Stunde vorher aufgemacht und haben echt eine halbe Stunde mit den Leuten gequatscht, bevor es losging. Und dann waren die richtig angewärmt und hatten das Gefühl, wir kommen jetzt hier zusammen. Wir sind in einem Raum zusammen und nicht wir gucken fern und dürfen ab und zu mal was schreiben.

Florian Gypser: Hm.

Annette Lindstädt: Das ist so ein ganz simples Tool, was wir aber einfach seitdem immer machen und was immer funktioniert. Also die Leute persönlich ansprechen, begrüßen, hallo, wir sind die Lindmanns, wir kümmern uns hier die Technik, hast du eine Frage, kannst du jetzt stellen und so weiter. Genau und auch dann im späteren Verlauf, wie gesagt, hängt vom Format ab. Wenn ich wirklich eher so ein Info-Format habe, dann

Florian Gypser: Mmh.

Annette Lindstädt: macht man sowas vielleicht eher nicht, aber in einem Workshop-artigen Format immer analoge Elemente einbauen, was gemeinsam machen. Also man kann ja auch mit der Kamera zuhalten und weg und oder mal irgendwie irgendwas suchen im Raum, kann man ja total analoge Elemente einbauen und die Leute aktivieren. Das sind so die... Nee, genau.

Florian Gypser: Hm.

Florian Gypser: halt nicht wegdösen, was häufig auch noch passiert.

Annette Lindstädt: Genau, wir haben oft die Rückmeldungen bekommen, dass die Leute sagten, das hat sich wirklich angefühlt, das wären wir zusammen in einem Raum. Und wenn wir das hören, dann haben wir alles richtig gemacht.

Florian Gypser: Mhm. Ja, gerade bei interaktiven Formaten. Ich hab das in der Corona-Zeit auch erlebt. Wir auch Unternehmende begleitet von der Technik. Ist auch interessant, je nachdem, woher man kommt, was man unter Technik versteht. Technik ist für mich nicht Mentimeter, das ist Software, aber eine andere Terminologie. Ähm ... Und da war es auch immer ganz wichtig, möglichst die Leute früher reinzuholen und so weiter und so fort. Ich selber bin nur noch mit Livestreams bei LinkedIn, wobei ich es auch abschleifen lassen.

Annette Lindstädt: Mhm.

Annette Lindstädt: Hm.

Florian Gypser: Ja, mit Info- oder klassischen Verkaufswebinaren unterwegs. Und da hab ich mittlerweile festgestellt, nicht zu lang, also ein Freund von mir macht wirklich zwei, dreistündige Verkaufswebinare, wo er auch schon reingeht ins Thema und viel zeigt. Das kommt aber echt drauf an, was für eine Zielgruppe du hast. hab gemerkt, mir funktioniert's nicht. Es ist eher so eine halbe, dreiviertel Stunde. Und dann hab ich am Ende halt Fragen, weil in der kurzen Zeit, es geht ja eine Info-Interaktion einzubauen, außer jetzt ein paar Abstimmungen, die ich auch einbaue.

Annette Lindstädt: Mmh.

Florian Gypser: hab ich gemerkt, das funktioniert nicht. Bis die Leute dann reagiert haben in so einer Gruppe, weil das ist ja kein Workshop oder so, die wollen sich über ein Angebot informieren, bis sie dann reagiert haben, sind manchmal 5, 6 Minuten durch. Und wenn ihr schon weiß, alles dauert nur 45 Minuten, irgendwann kommt der Pitch, dann wird's bisschen knapp. Aber das ist ja wieder ein Sonderformat. Es gibt ja auch nicht das eine Online-Format. Also das ist ja der nächste Punkt.

Annette Lindstädt: Mmh.

Annette Lindstädt: Genau. Du sprichst ein wichtiges Thema an. Also Zeit. Man muss das unbedingt einplanen. Wenn man Interaktion möchte, muss man der Interaktion Raum geben. Und du musst sie vorbereiten. Vor allem, wenn du Tools nutzt, die nicht so gängig sind wie jetzt zum Beispiel Mentimeter, was wirklich fast jeder kennt. Dann musst du auch ein bisschen Zeit einplanen für eine Erklärung, damit du auch alle mitnimmst. die Leute sich nicht abgehängt fühlen. Das ist auch so ein Prinzip. Wir orientieren uns immer an den Langsamen und nicht an denen, die sowieso schon alles können. Die, die dann schneller sind und sich langweilen, die können sich dann vielleicht einen Kaffee holen in der Zeit. wir machen das halt einfach so, weil wir es für richtig halten.

Florian Gypser: Wenn der Erfolg gibt, ihr euch recht, wenn's funktioniert, macht man's so. Du hast ganz am Anfang, ich hab's schon der Anmoderation angeschnitten, da hattest du in unserem Vorgespräch auch schon mal so ein bisschen ... ja, schon mal angeteasert, dass du da Menge zu sagen hast, und zwar das Thema hybride Formate. Ich erinnere mich auch sehr gut, als das anfing ... wenn ich vielleicht mal meine Erfahrung dazu äußern darf, Katastrophe. Also, ich hab noch kein hybrides Format erlebt. Und wir haben es teilweise technisch sehr aufwendig betreut. Ich erinnere mich an einen sehr aufwendigen Livestream für eine Hochschule mit Publikum vor Ort, 20, 25 Leute, mehrere Mikrofone, mehrere Kameras, dass man die auch mit reinnehmen konnte und und und. Es war trotzdem immer irgendwie ein Chaos wie nichts Halbes und nichts Ganzes. Was sind deine Erfahrungen?

Annette Lindstädt: Genau, also der Standard. Also es gibt ja verschiedene Arten von Hybrid. Was die meisten unter Hybrid verstehen, ja, die vor Ort haben irgendwie eine schöne Location, haben Catering, haben irgendwie das tolle Programm und die Vernetzung vor Ort. Und die, die online zugucken, gucken halt fern und dürfen maximal im Chat vielleicht noch was schreiben. Das ist ja, würde ich mal behaupten, so der klassische, gängige Hybrid-Vertreter. Das, was du schilderst, ist ja dann schon hybrid in gut gemacht. Also mit viel Technik vor Ort, Saalmikro, in das idealerweise die Menschen auch reinsprechen. Und verschiedene Kameras, damit man verschiedene Perspektiven hat, damit auch die Online-Teilnehmenden was mitbekommen von der Raumatmosphäre vor Ort. Und das ist eben, genau wie du sagst, wahnsinnig aufwendig und zwar nicht nur in Sachen Technik und Kosten, sondern auch Personal. Also idealerweise hast du ja auch eine zweite Moderation online, die die Online-Teilnehmenden irgendwie mitbetreut und sich abstimmt mit der Präsenzmoderation. Und wir haben hybride Veranstaltungen begleitet. Ich habe gerade gestern dazu ein kurzes Video auf LinkedIn gepostet, so ein bisschen launig auf die Frage. Begleitet ihr auch hybride Veranstaltungen? Da habe ich so gesagt, ja, unter Zwang und Schmerzen. Das ist natürlich nicht ganz ernst gemeint. Haben wir auch schon, wenn es sein muss.

Florian Gypser: wenn's sein muss.

Annette Lindstädt: Ich habe gerade vor zwei Wochen wieder einem Kunden davon abgeraten, weil ich gesagt habe, das ist für dein Format einfach nicht passend. Es hat keinen Mehrwert. Dann entscheide dich, mach es ganz in Präsenz oder mach es nur online. Weil das ist, wie du sagst, Halbes und nichts Ganzes in den meisten Fällen. Und wenn es gut gemacht ist, ist es extrem aufwendig. vom Projektmanagement her. Da war es allerdings ein richtig cooles Format und hat gut funktioniert. Wir haben einmal eine hybride Mitgliederversammlung begleitet. Das war auch noch so ausgangs der Pandemie. Das ging zwei Tage lang. Wir waren für den Teil engagiert, wo es tatsächlich die Abstimmung ging, weil wir auch Onlinewahlen begleiten, also mit einem Wahltool für rechtssichere Onlineabstimmungen. Das war toll, weil dann konnten die Leute vor Ort und die online konnten über das gleiche Tool abstimmen, was natürlich viel schneller geht als irgendwelche händische Auszählerei. Und die hatten das auch gut gelöst, der Technikpartner vor Ort. Es gab eine Bühne und es gab ein Saalmikrofon und man konnte wirklich als Online-Teilnehmende gut mitbekommen, was vor Ort gelaufen ist. Also es war gut gelöst und es war auch im überschaubaren Rahmen vom Aufwand her. Das finde ich ist ein Setting, wo es einen Mehrwert gibt, du dann mehr Leute, gerade für Entscheidungsfindungen, wenn du Abstimmungen hast, kriegst du halt mehr Leute dazu teilnehmen zu können. Das waren halt quasi die Ungeimpften und die Infizierten haben online teilgenommen. Es war wie gesagt in der Pandemie und konnten aber so auch ihre Stimme abgeben. Das war richtig gut.

Florian Gypser: Hm.

Florian Gypser: Mh.

Annette Lindstädt: Ja, aber es ist eher die Ausnahme, dass es richtig gut läuft. Und wenn, dann ist es sehr, sehr aufwendig. Was wir ansonsten noch empfehlen, ist, was wir seriell hybrid nennen. Wer sagt denn, dass hybrid immer gleichzeitig sein muss? Also man kann doch super schön eine Präsenz-Netzwerkveranstaltung verbinden mit kleinen Online-Arbeitstreffen oder Austausch-Meetings.

Florian Gypser: Hm.

Florian Gypser: Hm?

Annette Lindstädt: Das haben wir auch mit der Veranstaltung gemacht, aus der mein Unternehmen entstanden ist. Das ist nämlich daraus gekommen, dass wir eine Präsenz-Netzwerkveranstaltung damals in der Pandemie eben online umsetzen mussten oder wollten. Und das hat sich jetzt so entwickelt, dass wir nach zwei Jahren sind wir mit der großen Netzwerkveranstaltung wieder zurück zur Präsenz machen. Aber es haben sich einfach aus dem Netzwerk ganz organisch kleine

Florian Gypser: Mhm.

Annette Lindstädt: Meetups entwickelt zu bestimmten Themen. Das ist ein Berufsnetzwerk für Kommunikationsfachfrauen. Gerade heute Abend ist wieder eins, an dem ich auch teilnehme. Die einfach dann noch mal zwischendrin sozusagen die Zeit überbrücken, bis wir uns nächstes Jahr endlich wieder in die Arme fallen können, wo wir uns dann zu bestimmten Themen austauschen. Es gibt jede Woche, jeden Monat einen Übersetzerinnen-Meetup in dem Netzwerk und es gibt einmal im Monat eben so ein themenspezifisches Meetup. Das ist richtig cool. wie gesagt, wenn hybrid, dann nicht gleichzeitig wäre mein Plädoyer.

Florian Gypser: Hm. Ja, kann ich aus einer ganz anderen Richtung bestätigen. Wir richten ja jetzt nicht hauptsächlich die Technik ein. Am liebsten würde ich das Ganze noch hinten schieben, weil es ja eigentlich, auch wenn ich aus der Technik komme, ist ein notwendiges Übel. Letzten Endes soll es ja ein Ergebnis bringen und eine Umsetzung mit sich bringen. Unser Hauptpart ist eigentlich die Betreuung und Nachgang durch Coachings, Workshops und Begleitung. Weil da komme ich ja auch her, habe ja lange eine Trainingsfirma gehabt. Das ist genau das, was ich merke, was den höchsten Impact hat. Wenn man vor Ort mal ist zu einem Workshop, mal richtig hands-on sein kann, aber dann zwischendurch bis zum nächsten Termin, weil man kann nicht jede Woche zu einer Firma fahren, einen Workshop machen, dann online zu begleiten. Da hab ich auch schon festgestellt, dass die Art von Hybridarbeiten super ist, weil dann kannst du dich mal für eine halbe Stunde treffen, kannst aktuelle Themen absprechen und kannst weitermachen und musst nicht warten, bis zum nächsten Präsenz treffen. Also bin ich absolut bei dir. Du hattest eben schon gesagt, wenn ... Hybridveranstaltungen funktionieren, dann muss man da einen sehr groben technischen Aufwand treiben. ist relativ. Also was ich festgestellt habe, ist, dass dann häufig auch aus Unwissenheit, weil natürlich bis dato kein Unternehmen mit Erfahrung hatte, wirklich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird. Ich habe auch an Seminaren teilgenommen, die hybrid veranstaltet wurden. Und wenn ich dann sehe, was da vor Ort für eine Technik aufgefahren wurde, also da hat man halt wirklich aus welchen Gründen auch immer wahnsinnig viel Geld rausgeschmissen. Was natürlich dann im Kopf ist, das Gleiche wie beim Thema, wenn ich in ein Unternehmen gehe sage Thema Videokommunikation. Das erste ist sofort Teams, schlechte Video-Calls oder Image-Filme. Diese zwei negativen Beispiele sind bei allen sofort im Kopf reich immer ab. Und bei Hybrid auch dieses, boah, das ist wahnsinnig teuer, ist es gar nicht. Du hast es schon gesagt, ein Saalmikrofon und vielleicht eine Kamera noch, die fernsteuerbar ist und den Saal zeigt, reicht. Also du musst natürlich eine Kamera für die Bühne haben, oder am besten zwei, dass du halt auch variieren kannst.

Florian Gypser: Wir reden von drei Kameras. Das ist heutzutage nicht mehr die Riesennummer, da jemand zu mieten, der das macht. Das würde das Ganze zu einem sinnvollen und überhaupt nutzbaren Format machen. Ich hab's erlebt, Trainerinnen und Trainer, die wir in der Corona-Zeit begleitet haben, die haben beim Ausklang der Pandemie auch hybride Trainings gemacht. Die alle durch die Bank eine Katastrophe waren. Also nicht inhaltlich, sondern dass die online sich immer abgehängt gefühlt haben. Regelmäßig kam dann, ja dann engagiert doch jemanden, der die Technik macht. Da wollten die Unternehmen dann aber nie Geld für ausgeben. Also sie mussten es mit Webcams machen. Ist natürlich klar, dass du dich online irgendwie völlig abgefängt fühlst.

Annette Lindstädt: Mmh.

Annette Lindstädt: Ja, das ist die eine Seite, dass man nicht bereit ist, in Technik zu investieren, wobei das ja, wie du sagst, überschaubar ist. Und die andere Seite ist, dass man nicht auf dem Schirm hat, dass man konzeptionell einfach ein bisschen mehr Aufwand reinstecken muss. Das fängt schon bei so, hab gerade heute wieder was gelesen, hat jemand gesagt, er hat mal an einer hybriden Veranstaltung teilgenommen und dann hat das so lang gedauert, bis die Leute beim Saalmikro waren. Ja, genau. Also das sind so diese... Praktischen Kleinigkeiten, die das Format dann zäh und anstrengend machen, wenn man halt warten muss, bis jemand auch noch wahrscheinlich aus so einer ewigen Stuhlreihe sich an zehn Leuten vorbeigequetscht hat und dann beim Saalmikrofon angekommen ist. Dann hast du halt wieder so einen Leerlauf, muss, gibt doch diese Wurfmikros, also das kann man anders lösen, aber dass man konzeptionell, dass man denkt, ja, ich mach's halt hybrid, dann stelle ich vor Ort Technik hin, aber damit läuft das eben nicht. Du musst.

Florian Gypser: Was für ein Blödsinn.

Annette Lindstädt: Es sind zwei separate Veranstaltungen, die du konzeptionell verbinden musst. Das ist natürlich auch für uns als Agentur mehr Aufwand, der sich in Kosten niederschlägt. Im Projektmanagement musst du dich viel stärker abstimmen. Du musst die Speaker viel stärker briefen vor Ort, damit die wissen, wo sie eigentlich hinsprechen. Sprechen sie jetzt ins Publikum oder wo müssen sie hinreden? Das ist total banal eigentlich. Aber wenn man nicht dran denkt, dann hat es blöde Folgen für das ganze Format.

Florian Gypser: Hm.

Florian Gypser: Ich bin grad ein bisschen fassungslos, weil ich hab früher als ... in jungen Jahren auch viel live gearbeitet, Konzerte und Konferenzen, Kram. Dass man überhaupt auf die Idee kommt, ein Saalmikrofon hinzustellen. muss echt ein Knoten den sein. Normalerweise hast du einen Runner, der zu den Personen hinrennt mit einem langen Stab. Aber ja, das ist halt das Thema. Deutschland muss man einfach sagen, was die technischen Dinge, Medientechnik betrifft, echt wie auch in anderen Bereichen jahrelang gepennt. Muss man einfach sagen, weil es ja auch ging.

Annette Lindstädt: Hm.

Annette Lindstädt: Kanal.

Florian Gypser: Und dann wurde man halt brutal in Transformation gezwungen. Da passieren solche Sachen auch. Entsprechend erschreckend finde ich wirklich diese Tendenz des sofortigen Zurückgehens wieder und sagen, online, funktioniert alles nicht. Habe ich die tollsten Gespräche gehabt. echt spannende Unterhaltung. Gerade mit Moderatorinnen, Moderatoren, Trainern, Coaches, die alle sagten, alles mist, funktioniert nicht. Dann hab ich nachgefragt, wie hab das umgesetzt. Na ja, gesagt, Webcam und Headset-Mikro.

Annette Lindstädt: Ja.

Florian Gypser: kann auch kein Scham rüberkommen. Logisch.

Annette Lindstädt: Ne, das sehe ich auch so.

Florian Gypser: Mal gucken, ob sich das noch mal ändert in Deutschland. der Grund, warum ... Ja.

Annette Lindstädt: Also wir sind, ich habe es ja vorhin schon gesagt, ich habe das Gefühl, wir müssen jetzt wieder missionarisch unterwegs sein, weil eben wir auch oft dieser Denke begegnen, naja, online ist ja nicht so schön und machen wir halt, wenn es nicht anders geht. Es ist halt so praktisch und das stimmt ja auch. Also wir begleiten ein großes Projekt für die Staatskanzlei NRW, wo wir ganz viele Online-Info-Veranstaltungen für Ehrenamtliche Engagierte machen. Und natürlich fährt niemand von...

Florian Gypser: Mhm.

Annette Lindstädt: Köln nach Münster, sich eine Stunde was zu Feinsrecht anzuhören. Das ist total sinnlos, vor allem in so einem großen Bundesland wie NRW. Und deswegen sind diese Veranstaltungen auch sehr beliebt. Aber ich sage immer, auch die Kleinen Kurzen verdienen Liebe. die verdienen auch, dass man sie gut macht und wertschätzend und nahbar und nicht irgendwie Inhalte durchprügelt und die Leute druckbetankt. Weil auch in einer Stunde, anderthalb kannst du interaktiv sein und die Leute einbeziehen und was mit denen machen und nicht nur was vortragen. Also da sind wir gerade wieder so unterwegs und du merkst ja, ich werde dann leidenschaftlich. Das hört nicht auf. das hört nicht auf.

Florian Gypser: nicht. Ich wird verstehen. Also der Grund, ich halt immer wieder höre, dass das zumindest von Unternehmensseite auf online oder teilweise online Umsetzung gepocht wird, ist einfach Kosten und natürlich auch ein Teil Nachhaltigkeit, wobei jetzt aufgrund der wirtschaftlichen Situation, muss man ganz ehrlich sagen, interessieren sich immer weniger Unternehmen für das Thema Nachhaltigkeit. Damit holst du jetzt zumindest bei der Überzeugung für einen Auftrag keinen Auftrag mehr ans Land. Das war vor zwei Jahren noch anders. Aber die Kosten sind wichtig. Wenn du dann wieder mal Trainings in einem Unternehmen ... haben eine Teilnehmerin unseres ersten Mentorings, ... die macht immer noch eine ganze Menge online, ... ... hat einen großen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren ... Kolleginnen und Kollegen, die nur Headset und Co. haben ... und nicht zwei Kameras und kleines Studio. Die hat auch damals nicht die Welt ausgegeben. Das waren vielleicht 5.000, 6.000 Euro an Equipment und Coaching. Das war jetzt nicht eine Riesensumme. Aber die kann halt die Veranstaltung, wo das Budget noch da ist kann sie halt machen, weil sie keine Reisekosten hat. müssen nicht alle Mitarbeitenden zu einem Ort gekarrt werden, wo man sich trifft. Es gibt keine Hotelkosten und und und. Und dann fällt's wieder einfacher, gerade im Bereich Training, Schulung, dann doch noch mehr umzusetzen als in einer reinen Präsenz. das ist so ein Punkt, wo ich halt schon zwei, drei Jahre mir schon gedacht habe, auch in Gesprächen erwähnt hab, denk mal ein bisschen weiter als nur bis die Pandemie zu Ende ist, weil es kommt irgendwann der Punkt, du einfach dadurch einen Wettbewerbsvorteil hast, wenn du in der Lage bist, spannende Online-Veranstaltungen durchzuführen.

Annette Lindstädt: Absolut. du kannst ja online, also es gibt viele Methoden, online wirklich richtig gut funktionieren. Du musst halt dein Trainingskonzept umstellen von Präsenz auf online. Aber man kann sehr, sehr viel methodisch machen. Also wir geben ja selbst auch Trainings zu unserem Themenbereich. Also zu wie macht man online Veranstaltungen lebendig, zu barrierefreien Online Meetings zum Beispiel. Und da arbeiten wir auch ganz viel mit interaktiven Methoden und ich behaupte, das geht fast besser als in Präsenz. ich wollte, hab neulich, hab ich auf einem Barcamp einen Präsenz-Workshop gehalten. Da ging es schon los, dass das Menti-Plugin nicht funktionierte in der PowerPoint und ich dachte so, online hätt's halt funktioniert. Gut, vielleicht jetzt ein blödes Technikbeispiel wieder oder Software. Aber viele, viele Sachen kann man online sehr schön umsetzen oder allein schon die Tatsache, dass du Breakouts sind einfach eine super Sache. Versuch mal eine Gruppenarbeit zu machen und die Leute dann in Präsenz und die dann pünktlich wieder in den Raum zu holen. Das hast du zu tun. Durch die Breakouts kommen sie automatisch wieder und es geht alles viel schneller. Also man kann wirklich einfach sehr schöne Sachen machen online. Das Argument lasse ich nicht gelten, dass nur Präsenz gut funktioniert.

Florian Gypser: Das war ein wunderschönes Schlusswort, Annette. Lass uns damit enden. Wir sind jetzt auch bei 45 Minuten, 35 Sekunden, weil du hast wirklich ein flammendes Plädoyer für Online-Veranstaltungen gehalten und damit ein schönes Schlusswort gegeben. Ich danke dir vielmals für deine Einblicke. Ich bin mir sicher, wir hätten wahrscheinlich noch eine Stunde länger reden können, gerne. Und alle, zuhören, vielen, Dank, dass du dabei bist. Ich freue mich über Feedback, wenn du

Annette Lindstädt: Okay. Oha!

Annette Lindstädt: Danke dir.

Florian Gypser: ein Nettos kontaktieren willst, den Show Notes zum Podcast findest du den Link zu ihrer Webseite, LinkedIn, was auch immer. Du hast mir ja doch einige Links geschickt, die werd ich alle reinpacken. Das war eine ganze Menge. Es gibt viele Möglichkeiten, dich zu kontaktieren. Oder mehr zu erfahren über das, du machst oder was ihr macht. Und natürlich freu ich mich auch über Rezensionen bei Spotify oder Apple Podcasts, weil das ist immer ganz gut fürs Ranking. Denn mein Anliegen mit dem Podcast ist natürlich auch Wissen und Inspiration. weiterzubringen und möglichst viele Menschen damit zu erreichen. diesem Sinne einen schönen Tag noch und bis zum nächsten Mal. Tschüss.

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Willkommen zu VIDEO RELOADED, dem Podcast rund um Audio- und Videokommunikation für Unternehmen und Unternehmer. Hier dreht sich alles um die Kunst, eigene Audio- und Videoinhalte zu erschaffen, die deinem Unternehmen einen echten Mehrwert bieten. Entdecke, wie Webinare, Videocalls, Hybrid-Selling, Employer Branding, digitale Trainings, Podcasts, Live-Streaming und Corporate Influencing die Kommunikation deines Unternehmens revolutionieren können.

Die Qualität von Bild und Ton ist entscheidend, doch ebenso wichtig sind die Auswahl der richtigen Formate und Prozesse. Viele scheuen sich vor der Technik und sind sich der vielfältigen Möglichkeiten, die Videokommunikation bietet, nicht bewusst. Genau hier setzt unser Podcast an: Wir bieten Inspiration und ermutigen dich, neue Wege zu gehen.

Florian Gypser, mit über 20 Jahren Erfahrung als Tonmeister, Fachdozent, Lehrbeauftragter und Coach in der Audio- und Videoproduktion, hat bereits Tausenden in Seminaren, Workshops und Coachings weitergeholfen und namhafte Unternehmen beraten. Mit mehr als 200 eigenen Tutorial-Videos und unzähligen Webinaren sowie Live-Workshops ist Florian ein Meister seines Fachs.

Gemeinsam mit seiner Frau Joanna führte er jahrelang ein Unternehmen, das auf Lern- und Trainingsvideos spezialisiert war und renommierte Kunden wie die Deutsche Telekom, Kaspersky, Vodafone und viele mehr betreut.

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